Zu den Inhalten springen

Hauptnavigation:

Kontakt | English | Sitemap

| Home > Zentren > Kopf- und Neurozentrum > Klinik und Poliklinik für Neurologie > Patienteninformation > Multiple Sklerose Ambulanz

Multiple Sklerose Tagesklinik und Ambulanz


Kontakt

Leistungen

Links

Projekte

Doktorarbeiten


 Die Multiple Sklerose (MS)-Sprechstunde im UKE besteht seit 1995 und ist seit 2006 Teil des Instituts für Neuroimmunologie und klinische MS-Forschung (inims, Direktor: Prof. R. Martin) integriert in die Klinik und Poliklinik für Neurologie. Seit 2006 besteht hier die einzige MS-Tagesklinik in Deutschland. Diagnostik, Schubtherapie und Patientenschulungen sind neben überwachungspflichtigen Therapien die Schwerpunkte der Tagesklinik. Dazu wird ab Sommer 2009 die neuropsychologische Diagnostik kommen. Mittlerweile sind mehr als 3000 MS-Betroffene in der MS-Sprechstunde vorstellig geworden.
Hauptaufgabe sind Beratungen zu Fragen der Immuntherapie und die Durchführung von Therapiestudien. Neben Untersuchungen in der Frühphase der Entwicklung von Medikamenten (Phase-1 und 2) besteht die Möglichkeit an Zulassungsstudien (so genannte Phase-3 Studien) teilzunehmen. Zukünftig werden zunehmend mehr frühe, selbst initiierte Therapiestudien stattfinden. In einem Arztgespräch mit neurologischer Untersuchung bemühen wir uns, alle Ihre Fragen zu beantworten. Grundgedanke dabei ist, dass wissenschaftliche Erkenntnisse allgemeinverständlich vermittelt werden sollen. Ein Beispiel dafür sind unsere Informations-Broschüre zu den Immuntherapien (Neufassung von 2008) und die Broschüre zur Schubtherapie, die hier als pdf und in der Sprechstunde als Druck-Version erhältlich sind.
Durch die Einbettung in das MS-Forschungsinstitut werden  sie auch gebeten werden, Blut für wissenschaftlichen Untersuchungen zu spenden, als Blutspende in der Sprechstunde oder im Rahmen einer so genannten Leukapherese. Allein im Labor lassen sich keine neuen Therapien entwickeln, deshalb ist es zwingend, Betroffene zu untersuchen.
Bei allen Patienten werden bei der Vorstellung in der MS-Sprechstunde gegenwärtig zusätzlich zur neurologischen Untersuchung durch den Arzt standardisiert  Handfunktion, die Gehfähigkeit und das Konzentrationsvermögen untersucht. Weitere Testungen sind in Entwicklung. So haben wir objektive Parameter, anhand derer wir und die Patienten beurteilen können, ob und wie sich die Krankheit seit der letzten Vorstellung verändert hat. Solche Veränderungen spielen gerade bei Fragen zur Therapie eine große Rolle. Zusätzlich spielt die Lebensqualität der Patienten eine große Rolle für uns. Seit mehr als 10 Jahren benutzen wir den Hamburger MS-Lebensqualitätsfragebogen (HALEMS), der bei jeder Vorstellung ausgefüllt werden sollte und sowohl Ihnen als auch uns einen Überblick über Hauptbeschwerden und Entwicklung der Krankheit im letzten Jahr gibt.
Zum Selbstverständnis:
Die MS-Sprechstunde des UKE ist bemüht, Patientenbetreuung und Wissenschaft gleichermaßen zu verwirklichen. Ziel ist es dabei, Patienten so weit es irgend möglich ist, aktiv in den Umgang mit dieser chronischen Krankheit einzubeziehen. Da wir aber keinen Grundversorgungsauftrag haben, sind unsere Kapazitäten begrenzt, was zu Wartezeiten auf Vorstellungstermine führen kann. Bei aktiver Erkrankung und Problemen mit einer laufenden Immuntherapie findet sich aber nach telefonischer Rücksprache über die MS-Terminvergabe (7410-52794) immer eine Lösung.
Die MS-Sprechstunde versteht sich nicht als Alternative zum Facharzt "draußen" sondern als zusätzlichen Baustein der Patientenversorgung. Seit Anfang 2004 existiert das MS-Netzwerk Hamburg (http://www.ms-netz-hamburg.de/), wo sich alle für diese Krankheit engagierten medizinischen Berufe zu einem Verbund organisieren, um die Versorgung MS-Betroffener effizienter zu gestalten, Standards für die Patientenversorgung zu erstellen und Versorgungspfade aufzuzeigen. Die MS-Sprechstunde sieht sich als aktiver Teil dieses Netzes.
Wissenschaftlich sind wir um eigene wie auch multizentrische klinische Studien bemüht, die erfolgversprechende Therapiekonzepte prüfen. Als einziges MS-Zentrum in Deutschland untersuchen wir die Stammzelltherapie bei MS sowie auch andere zellbasierte Therapiekonzepte.
Wir bemühen uns um neue Konzepte für Therapiestudien, wozu auch neue Untersuchungsinstrumente wie z.B. patientenbasierte Einschätzungen der Krankheitseffekte auf die Gesundheit gehören. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der evidenzbasierten Patienteninformation und der Verbesserung der Patientenbeteiligung bei Entscheidungsprozessen. Hier haben unsere Untersuchungen zeigen können, dass Schulungen Gesundheitsverhalten verändert und möglicherweise sogar die Krankheitsaktivität beeinflusst. Schulungsprogramme zum Schubmanagement und zur Immuntherapie sind fertig gestellt. Module zu Diagnose und Prognose, Blasenstörungen, Spastik und Diät sind in Vorbereitung.
Wir bemühen uns in enger Zusammenarbeit mit dem Labor des Instituts für Neuroimmunologie und der Neuroradiologie, die verschiedenen Unterformen der MS genauer zu unterscheiden und bessere Vorhersagewerte für den Krankheitsverlauf zu finden. Schwerpunkte bilden hier Untersuchungen mittels Magnetstimulation, Kernspintomographie und der so genanten optischen Kohärenztomographie. Im Schwerpunkt Rehabilitationsforschung werden die Konzepte zum MS-Bewegungstraining, zur Rehabilitation kognitiver Störungen weiter entwickelt. Schließlich finden verschiedene Untersuchungen zum psychoneuroimmunologischen Netzwerk bei MS statt: die Wechselwirkungen von Nervensystem, Psyche und Immunsystem besser zu verstehen ist hier unser Ziel.

Sprechstunde:


nach telefonischer Vereinbarung montags und donnerstags 8:30-14 Uhr

Termin:


nach telefonischer Absprache

Team:


Prof. Dr.  Christoph Heesen  (Ärztlicher Leiter)
Dr. Sven Schippling Sven Schippling

Andrea Mönch (nicht-ärztliche Leitung, Study Nurse)
Sven Schammler (Study Nurse)
Kristina Grentzenberg k.grentzenberg@uke.de  (Tagesklinik-Koordination)
Cordula Restemeyer (Ärztin)
Gabriele Rattey rattey@uke.de (Sekretariat)
Dr. Klarissa Stürner kstuerner@uke.de (Ärztin)
Liza Winkler l.winkler@uke.de (Ärztin)
Fabian Möller fmoeller@uke.de (Arzt) Dr. Sabine Rösner (Ärztin)
Michael Waldenhoff m.waldenhoff@uke.de (Arzt)

Kontakt:


Multiple Sklerose - Sprechstunde
Neurologische Poliklinik, Haus W 34
Universitätsklinikum Eppendorf (UKE)
Martinistraße 52
20246 Hamburg
Telefonnummer: +49 (0)40 74105 - 2794
(Terminabsprache & spezielle Fragen)
Faxnummer: +49 (0)40 74105 - 6973
E-mail: multiplesklerose@uke.uni-hamburg.de

Leistungen:

Links:


MS-Netzwerk Hamburg
http://www.ms-netz-hamburg.de/

Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft - DMSG, Landesverband Hamburg
Eppendorfer Weg 154
20253 Hamburg
Telefon: 040 - 422 44 33
Telefax: 040 - 422 44 40
E-Mail: DMSG-Hamburg@dmsg.de
http://www.lagh-hamburg.de/homepage032002/brosch/dmsg.htm

Reha Berliner Tor
Ambulante / teilstationäre Rehabilitation:
Jungestraße 10 (Berliner Tor)
20535 Hamburg
Telefon 040 - 25 30 63 10
Telefax 040 - 25 30 63 11
E-Mail: s.dwars@berliner-tor.de
http://www.rehahamburg.de/

NEUROLOGISCHES ZENTRUM Segeberger Kliniken GmbH
Hamdorfer Weg 3
23795 Bad Segeberg
Telefon 04551 - 802 5801
Telefax 04551 - 802 5905
E-Mail: neurozentrum@segebergerkliniken.de
http://www.segebergerkliniken.de/sk/neuro/index.asp?var_bereich=neuro&var_headline=Headline

Marianne Strauß-Klinik
Behandlungszentrum Kempfenhausen
für Multiple Sklerose Kranke GmbH
Milchberg 21
82335 Berg
Telefon 08151-261 0
Telefax 08151-261 955
http://www.ms-klinik.de/

Kliniken Schmieder - Neurologische Fach- und Rehabilitationskrankenhäuser
http://www.kliniken-schmieder.de/home/fuer-patienten.html

Projekte

Zelltherapien bei MS: Stammzellen und Toleranzinduktion

Ziel so genannter zellbasierter Therapien bei der Multiplen Sklerose ist der Versuch, Teile des fehlgeleiteten Abwehrsystems durch ein wieder "tolerantes" Immunsystem zu ersetzen. Bei der hämatopoietischen Stammzell-Therapie, die bei der MS sogenannt "autolog" durchgeführt wird, werden dem Patienten Stammzellen entnommen, die nach einer ca. einwöchigen Immunsuppression dem Patienten zurückgegeben werden. Dieses sehr invasive Verfahren, das zweifelsfrei nur bei sehr schwer verlaufenden Formen der MS zur Anwendung kommen sollte, befindet sich derzeit in der klinischen Prüfung. Das Institut für Neuroimmunologie beteiligt sich in Kooperation mit der Klinik für Knochenmarktransplantation (Direktor: Prof. Dr. med. A. Zander) bislang in Form ausgewählter Heilversuche an diesem Verfahren. Ziel ist es, alle weiteren Bemühungen im Rahmen kontrollierter Studien durchzuführen, für die aktuell die Vorbereitungen getroffen werden.
Noch in 2009 wird eine Studie beginnen, die versucht, durch Behandlung von Patientenzellen im Reagenzglas eine Toleranz hervorzurufen. Dabei werden diese Zellen außerhalb des Körpers mit Eiweißen, die sich auch im Nervensystem finden und gegen die sich die Autoimmunreaktion richtet zusammengebracht. Zahlreiche Voruntersuchungen haben gezeigt, dass eine bestimmte Vorbehandlung dieser Zellen diese antientzündlich "umprogrammiert". Geeignet sind schubförmige MS-Patienten ohne andere Immuntherapie.
Einen weiteren Zweig des Forschungsvorhabens mit Stammzellen stellt die Arbeit mit sogenannten mesenchymalen Stammzellen dar. Diesen Zellen wird neben einem  immunmodulatorischen, antientzündlichen Potenzial auch eine gewisse neuroregenerative Potenz zugetraut. Auch hier haben internationale Bemühungen um den Einsatz mesenchymaler Stammzellen im Rahmen einer großen internationalen Studie begonnen. Das Institut für Neuroimmunologie ist bemüht, diese klinische Studie durch grundlegende mechanistische Arbeiten zu flankieren, die zu einem besseren Verständnis der Wirkweise dieser Zellen im Menschen und bei der MS beitragen sollen. Hierzu zählen neben Arbeiten in der Zellkultur auch tierexperimentelle Arbeiten.

AG-Leiter:

Prof. Dr. med. R. Martin, Institut für Neuroimmunologie und klinische MS-Forschung, UKE Hamburg
Kontakt: roland.martin@zmnh.uni-hamburg.de
Dr. med. S. Schippling, Institut für Neuroimmunologie und Neurologische Klinik, UKE Hamburg
Kontakt: s.schippling@uke.uni-hamburg.de
Dr. med. K. Stürner, Institut für Neuroimmunologie und klinsiche MS-Forschung, UKE Hamburg
Kontakt:
Prof. Dr. med. A. Zander, Klinik für Knochenmarktransplantation, UKE Hamburg
Kontakt: zander@uke.uni-hamburg.de

Studien zur Patientenbeteiligung bei Multipler Sklerose

Experten und Betroffene sind sich einig, dass der Umgang mit krankheitsbezogenen Entscheidungen ("medizinische Entscheidungsfindung") und die Vermittlung von Vor- und Nachteilen dieser Entscheidungen ("Risikokommunikation") wichtige Bereiche im Umgang mit MS sind. Dennoch sind noch viele Fragen unbeantwortet (siehe Tabelle 1).

Tab. 1: Fragen zur Entscheidungsfindung

. Wie sollte eine Entscheidungsfindung im besten Fall ablaufen?
. Welche Rollen sollten Arzt und Patient dabei übernehmen?
. Wie wirken sich bestimmte Arten von Vorinformation auf das Miteinander von Arzt und Patient aus?
. Wie wirken sich Information und das Miteinander von Arzt und Patient auf die spätere Bewertung der getroffenen Entscheidungen aus?
Im Bereich der Patienteninformation wurden in den letzten Jahren internationale Richtlinien entwickelt mit denen Artikel, Merkblättern und Broschüren in allen Bereichen der Medizin bewertet werden können. Diese Standards zur Herstellung von Patienteninformationen betreffen sprachliche, formale, inhaltliche und auch grafische Gesichtspunkte (Auswahl wichtiger Kriterien in Tabelle 2).

Tab. 2: Kriterien für eine "gute" Patienteninformation

. Verständlichkeit
. Darstellung nach Grad der wissenschaftlichen Aussagekraft
. Darstellung von Wirkungen und Nebenwirkungen mit absoluten Zahlen
. Patientenbeteiligung bei der Entwicklung
Einige Studien deuteten darauf hin, dass derartig erstellte Informationen mehr Klarheit und Entscheidungsspielräume schaffen, als beispielsweise Patienteninformationen der pharmazeutischen Industrie. Wir haben in den vergangenen Jahren entsprechende Materialien für den Bereich der MS-Therapie entwickelt.

Was ist eine gute Therapieentscheidung?

Entscheidungen für oder gegen eine bestimmte Therapie können bei der MS oft nicht eindeutig als richtig oder falsch beurteilt werden. Das heißt, dass man allein aus der wissenschaftlichen Beweislage oft unterschiedliche Entscheidungen herleiten und rechtfertigen könnte. Die persönliche Entscheidung fällt auch aufgrund der Abwägung persönlicher Vorlieben und Ängste. Deshalb wollen wir nicht untersuchen, wie man Patienten am besten von einer bestimmten Maßnahme überzeugen kann. Die Fragen lauten vielmehr:
. Woran kann man am Ablauf einer Entscheidung sehen, ob sie gründlich überlegt und ausgewogen war?
. Was unterscheidet eine gute Entscheidung von einer schlechten, auch wenn man es aus dem Ergebnis der Entscheidung nicht ableiten kann?
Zwei große Studien zu Therapieentscheidungen bei MS wurden 2006 abgeschlossen und 2008 und 2009 publiziert:
"EBSIMS - Evidence Based -Self-management in Multiple Sclerosis Relapses"
In dieser randomisiert-kontrollierten Studie wurde die Entscheidung bezüglich der Schubtherapie untersucht. Hier wurden 150 Betroffene mit einem schubförmigen Verlaufstyp, vorwiegend aus Hamburg sowie aus zwei weiteren Studienzentren in Osnabrück und in Herborn, eingeschlossen. Die Teilnehmer in der Schulungsgruppe nahmen an einer vierstündigen Schulung teil, auf die sie sich mit einer Broschüre vorbereitet haben. Über zwei Jahre hinweg wurden Schübe, Therapiemaßnahmen, Therapieerfolg in Vierteljahresabständen erfasst. Als Ergebnis zeigte sich, dass geschulte Betroffene im Falle eines Schubes öfter keine Schubtherapie durchführten oder öfter eine hochdosierte Kortisongabe mit Tabletten durchführten. Darüber hinaus gab es in dieser Gruppe weniger Arztkontakte und eine größere Autonomie in den Entscheidungen. Interessanterweise hatte diese Gruppe auch weniger Schübe, was möglicherweise auf das größere Maß an individueller Kontrolle zurückzuführen ist. Damit ist diese Studie einer der ersten Hinweise dafür, dass Verhaltens- und Einstellungsveränderungen Einfluss auf die Krankheitsaktivität haben können.

"ISDIMS - Informed Shared Decision In Multiple Sclerosis Therapy"
Diese randomisiert-kontrollierte Studie richtete sich an Betroffene, die vor einer Therapieentscheidung zur Immuntherapie standen. Hier wurden 305 Betroffene deutschlandweit eingeschlossen. Ziel war es, die gewünschte Rolle im Entscheidungsprozess (von "Ich entscheide alleine über "Wir entscheiden zusammen" bis "Der Arzt entscheidet") zu stärken. Die Teilnehmer in der Interventionsgruppe erhielten eine Patienteninformation (Broschüre von 130 Seiten) und einen Arbeitsbogen als Entscheidungshilfe. Die Broschüre klärt, gegliedert nach Verlaufstypen, über alle Immuntherapien der MS auf. Im Arbeitsbogen sollten die Teilnehmer die Kriterien für eine Therapieentscheidung (z.B. Sorge um Nebenwirkungen) nach persönlichem Ermessen gewichten. In der Kontrollgruppe wurden Informationen des Bundesselbsthilfeverbandes zur Verfügung gestellt. Die Untersuchung konzentrierte sich auf den Prozess der Entscheidung. Hier wurden vor dem Erhalt der Information sowie direkt vor und nach einem Therapieentscheidungsgespräch mit dem behandelnden Arzt und schliießlich 6 Monate nach diesem Gespräch Daten erhoben.
Die Studie konnte keinen Unterschied zwischen den beiden Gruppen bezogen auf den Entscheidungsprozess finden. In beiden Gruppen wurden nur die Hälfte der vorher gewünschten Entscheidungsformen auch umgesetzt. Allerdings hatten sich auch vorwiegend sehr selbständige Bertoffene gemeldet. Ein weiterer Grund für das Scheitern der Studie war möglicherweise das Fehlen einer Schulung.

Zwei neue Studien sollen an diesen Vorarbeiten anknüpfen:

In PEPIMS - Patientenschulungsprogramm Immuntherapie für MS-Patienten soll geklärt werden, ob eine Einbettung der überarbeiteten Inhalte der Immuntherapiebroschüre in ein Schulungsprogramm hilfreich für den Entscheidungsprozess sein kann. In die Studie sollen gehfähige Patienten ohne ausgeprägte kognitive Einschränkungen eingeschlossenen werden, da für diese Patientenpopulation eine Immuntherapie eine relevante Behandlungsoption darstellt. Die Studie wird am UKE sowie in der Rehaeinrichtungen Bad Segeberg und Berliner Tor stattfinden und ca. im Sommer 2009 beginnen. Bei Interesse können sie sich hier melden.

In PEPADIP - Patientenschulungsprogramm Diagnose, Prognose und Frühtherapie soll der Nutzen eines Schulungsprogramms zu Beginn der Erkrankung geklärt werden. Die Studie richtet sich an Betroffenen mit einer kürzlich diagnostizierten MS (Diagnosestellung innerhalb des letzten Jahres). Die Verdachtsdiagnose Multiple Sklerose (MS) bzw. die Diagnosestellung einer MS bringt viele Verunsicherungen mit sich, die zu erheblichen Belastung für Betroffene werden können. Möglicherweise können hier Schulungsangebote hilfreich sein, um besser mit der Diagnose umgehen zu können. Die Voruntersuchungen sprechen dafür. Das ist der Ansatzpunkt für diese Studie. Sie soll klären, ob sich 2 verschiedenartige 4-stündige Schulungsprogramme in der Gruppe hinsichtlich ihres Nutzens unterscheiden. Diese Gruppenangebote werden zusammen mit einer Informationsbroschüre bereitgestellt.  Ein Schulungsansatz betrifft mehr die Stressbewältigung, der andere Ansatz mehr die Sachinformation zur MS. Untersucht werden in der Studie vor allem psychologische Faktoren, aber auch die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen. Die Schulung erfolgt nur bei Betroffenen mit einer möglichen oder sicheren MS-Diagnose innerhalb des letzten Jahres und einem schubförmigen Verlauf. Die Studie startet voraussichtlich im Juni 2009 und findet am UKE sowie an den Universitätskliniken Dresden, Marburg, Gießen und Regensburg statt. Bei Interesse können sie sich hier melden.


Literatur:

Kasper J, Heesen C, Mühlhauser I. Evidence-based patient information: the example of immunotherapy for patients with multiple sclerosis] Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz. 2009 Jan;52(1):77-85. German

Köpke S, Kasper J, Nübling M, Mühlhauser I, Heesen C (2009) Patient education programme to enhance decision autonomy in multiple sclerosis relapse management: randomised controlled trial Mult. Scler. Jan;15(1):96-104.

Kasper J, Köpke S, Mühlhauser I, Nübling M, Heesen C. Informed shared decision making about immunotherapy for patients with multiple sclerosis (ISDIMS): a randomised controlled trial Eur J Neurol. Dec;15(12):1345-52

C. Heesen, J. Kasper, S. Köpke, I. Mühlhauser (2006) Partizipative Entscheidungsfindung bei Multipler Sklerose. In: Härter M, Loh A, Spies C (Hrsg.): Gemeinsam entscheiden - erfolgreich behandeln, DÄV Köln 2005. S. 155-164.
Heesen C, Berger B, Hamann J, Kasper J (2006) Empowerment, Adhärenz, evidenzbasierte Patienteninformation und partizipative Entscheidungsfindung - Schlagwörter oder Wegweiser? Neurol. Reha. 12 (4): 235-241

Heesen C, Kasper J, Segal J et al. Role preferences, knowledge and information interests in patients with multiple sclerosis. Mult Scler 2004; 10:643-650.


AG-Leiter:

Prof. Dr. med. C. Heesen, inims
Kontakt: heesen@uke.uni-hamburg.de

Dr. phil. S. Köpke, inims & IGTW, Fachwissenschaft Gesundheit, Uni HH
Kontakt: köpke@uni-hamburg.de

Dr. med. Dipl. Psych. J. Kasper, FW Gesundheit, Uni HH
Kontakt: k@sper.info


 Leib, Seele und Sprache - AG Psychoneuroimmunologie der MS

"Stress macht krank" und "Glauben ist die beste Medizin" - diese Volksweisheiten sind uns allen bestens bekannt. Vielleicht haben wegen dieser Allgemeinplätze Wissenschaftler bis vor kurzem das Konzept von sich gewiesen, dass Gefühle Erkrankungen beeinflussen und Erkrankungen unsere emotionale Gesundheit. Und dabei geht es um nicht weniger als die Einheit von Leib und Seele. Diese Verbindungen mit Instrumenten der Naturwissenschaft näher zu beschreiben, ist ehrgeiziger Gegenstand der Psychoneuroimmunologie (PNI). Dabei geht es insbesondere um die Wechselwirkungen zwischen Psyche, Hormonen und dem Abwehrsystem. Als Wissenschaft, die versucht, biologische, psychologische und soziale Phänomene in ihren Wechselwirkungen zu verstehen, müssen hochkomplexe Systeme betrachtet werden. Oft können modellhaft nur Teilaspekte beschrieben werden, oft muss auf Fragebögen zurückgegriffen werde, um Phänomene zu beschreiben, die anders nicht fassbar sind. Philosophen haben in der Erkenntnistheorie die Trennung von Leib und Seele (der sogenannte kartesianische Dualismus nach R. Descartes, Philosoph im 17. Jh.) längst überwunden. Mittlerweile ist klar, dass Wirklichkeit nur innerhalb unserer Wahrnehmungsgrenzen gilt, mehr noch: Als wirklich kann nur das erkannt werden, was kommuniziert werden kann. Oder anders gesagt: Nur im Austausch (Gespräch oder Diskurs) über einen Gegenstand/Thema kann dieser erfasst werden. Auch für jeden Einzelnen gilt, dass er das Resultat eines Kommunikationsprozesses mit seiner materiellen und sozialen Umwelt darstellt. Genau das ist Gegenstand der PNI: diese Kommunikationsprozesse zu beschreiben. Der Alltag der psychoneuroimmunologischen Wissenschaft sieht allerdings viel nüchterner aus als diese hochfliegenden theoretischen Gedanken.

Wie Stress auf körperlicher Ebene wirkt

Bei kaum einer entzündlichen Erkrankung werden psychischen Faktoren eine so große Bedeutung beigemessen wie bei der MS. Dabei sind die wissenschaftlichen Daten für eine Bedeutung von psychologischem Stress für den Krankheitsverlauf widersprüchlich (Übersicht bei Strenge 2001). Seit 1996 existiert die Arbeitsgruppe Psychoneuroimmunologie der MS an der Neurologischen Klinik der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf. Unser Ansatz war dabei weniger, die Bedeutung individueller Belastungen für den Krankheitsverlauf zu untersuchen, als vielmehr Veränderungen in Stressregulationsmechanismen bei MS zu untersuchen. Dabei gehen wir von der Hypothese aus, dass bei einer Autoimmunerkrankung neben erblichen Faktoren und umweltbedingten Auslösern für die Erkrankungsentstehung zusätzliche Stressregulationsfaktoren für die weitere Entwicklung der Krankheit eine wichtige Rolle spielen. Hans Selye beschrieb 1946 als die Basis des heute noch gültigen Stresskonzeptes das allgemeine Adaptationssyndrom. Damit wird eine komplexe dynamische Situation bezeichnet, die das Gleichgewicht (oder Homöostase) des Organismus bedroht. Er erkannte weiter als Erster die Bedeutung von Kortikosteroiden (dazu gehört vor allem das Kortisol) für die Stressreaktion. Zur Aktivierung der Kortikosteroide unter Stress beschrieb er einen komplexen Mechanismus, den er HHN-Achse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenachse) nannte. Später wurden verschiedene Regulationsstörungen in diesem System beschrieben, die insbesondere auch bei psychiatrischen Erkrankungen (Depressionen, Angsterkrankungen) eine wichtige Rolle spielen.

Sowohl zuviel als auch zu wenig Aktivität kann schaden

Wichtig ist dabei, dass die HHN-Achse einen Schutz- oder Anpassungsmechanismus darstellt, der sowohl durch Überaktivität als auch durch zu geringe Aktivität zu schädlichen Effekten führen kann. So konnte bei Tieren mit einem angeborenen HHN-Aktivitätsmangel gezeigt werden, dass eine tierexperimentelle MS viel schwerer verläuft. Kürzlich wurde darüber hinaus auch gezeigt, dass bei Tiere ohne angeborenen Störung eine schwächere HHN-Antwort ungünstig für den weiteren Verlauf der Krankheit ist. Untersuchungen bei MS-Patienten zeigten bislang widersprüchliche Befunde, was zum Teil auf die Heterogenität der Erkrankung und auf die Schwierigkeit, empfindliche Messysteme zu entwickeln, zurückzuführen ist. Mit einem neuen Funktionstest konnten seit 1996 verschiedene Untersuchungen zeigen, dass bei MS eine Dauerhyperaktivität der HHN-Achse besteht, so dass aufgrund der Dauerüberlastung bei einer akuten Belastung keine angemessene Reaktion mehr möglich ist. Wir konnten diese Befunde erweitern und zeigen, dass insbesondere Patienten mit kognitiven Störungen diese Veränderungen zeigen. Der genaue Zusammenhang hier ist unklar und Gegenstand weiterer Untersuchungen. Darüber hinaus scheint diese Störung für den weiteren Verlauf der Erkrankung bedeutsam zu sein: Patienten mit HHN-Hyperaktivität verschlechtern sich im weiteren Verlauf eher als Patienten mit normaler HHN-Funktion.

Bewegung tut gut

Weitere Untersuchungen in unserer Arbeitsgruppe beschäftigten sich mit der Reaktion von MS-Patienten auf standardisierte Belastungssituationen (Hirnleistungstests, Fahrradergometrie). Hier konnten wir generell eine verminderte Reaktionsfähigkeit des Immunsystems auf der Ebene von bestimmten Botenstoffen zeigen, die sich zum Beispiel durch ein achtwöchiges Fitnesstraining (zwei- bis dreimal pro Woche für je 30 Minuten) normalisierte. Ferner fanden wir, dass bei MS-Patienten wie bei Gesunden bestimmte Nervenwachstumsfaktoren unter körperlicher Belastung vermehrt produziert und im Blut gemessen werden können.
Zusammenfassend vermuten wir, dass wiederholte kontrollierte mäßige körperliche (und auch geistige?!) Belastung eher einen günstigen Effekt auf Stressregulationsmechanismen und das Immunsystem bei MS haben. Hier sind allerdings weitere Untersuchungen dringend erforderlich.

AG-Leiter:

Prof. Dr. med. C. Heesen, Neurologische Klinik
Kontakt: heesen@uke.uni-hamburg.de
Dr. phil. Dipl. Psych. Stefan Michael Gold, Multiple Sclerosis Program, Department of Neurology and Cousins Center for Psychoneuroimmunology, Neuropsychiatric Institute, UCLA School of Medicine, NRB1 (Rm 479), 635 Charles E. Young Drive South, Los Angeles, CA 90095, USA
Kontakt: sgold@mednet.ucla.edu


Literatur

Gold SM, Mohr DC, Huitinga I, Flachenecker P, Sternberg EM, Heesen C (2005) The role of stress-response systems for the pathogenesis and progression of multiple sclerosis. Trends Immunol. 6: 644-651.
Heesen C, Romberg A, Gold SM, Schulz KH (2006) Physical exercise in multiple sclerosis - supportive care or a putative disease modifying treatment? Exp. Rev. Neurotherapeutics Mar;6(3):347-55

Levin, DM und Solomon, GF (1990) The discursive formation of the body in the history of medicine. J. Med. Phil. 15: 515-537.

Selye, H .(1946). The general adaptation syndrome and the diseases of adaptation. The J. Clin. Endocrinol. 6: 117-231.

Strenge, H. (2001). Zur Beziehung von psychologischem Stress und klinischem Verlauf der Multiplen Sklerose. Psychother. Psychosom. Med. Psychol. 51: 166-175.

Frühe Prognosemarker und Heterogenität der Multiplen Sklerose

Transkranielle Magnetstimulation (TMS)

Seit den 80'er Jahren wird die sogenannte transkranielle Magnetstimulation (TMS) in der neurologischen Routinediagnostik eingesetzt. Hierbei werden motorische Hirnrindenareale mittels einer Magnetspule von aussen (transkraniell) so stimuliert, dass es zu einer kurzdauernden motorischen Antwort in einem Hand- oder Fußmuskel kommt, die in der Regel nicht mit einer Bewegung einhergeht, und daher auch vom Patienten nur selten bemerkt wird, mittels sehr empfindlicher Elektroden jedoch vom Muskel von aussen abgeleitet werden kann. Dieses Verfahren findet Anwendung bei Erkrankungen, die mit motorischen Symptomen einhergehen können, zu denen auch die MS zählt. Es erlaubt Rückschlüsse auf die motorischen Zentren und Verbindungsbahnen in Gehirn und Rückenmark. Seit inzwischen weit mehr als 10 Jahren finden komplexere Stimulationsverfahren wissenschaftliche Anwendung in diagnostischen aber auch therapeutischen Studien in der Neurologie. Dabei werden bestimmte Hirnareale auch jenseits des motorischen Areals mithilfe spezieller Magnetspulen stimuliert. Je nach verwendeter Frequenz und gewünschtem Effekt kann für kurze Zeit die Aktivität der stimulierten Nervenzellen gesteigert oder reduziert werden. Auch hierbei handelt es sich um Effekte, die der Patient nicht umittelbar spürt. Aktuell finden die folgenden Untersuchungen statt:

1. Motorische Erregbarkeit und Diffusionstensorbildgebung bei klinisch isoliertem Syndrom und früher schubförmiger MS

Diese Studie vereint Verfahren der TMS zum Nachweis frühester funktioneller Veränderungen im motorischen Nervensystem mit neuen Techniken der Kernspintomografie, der so genannten Diffusionstensorbildgebung. Beide Verfahren können in der Regel mit der Routinediagnostik kombiniert werden und werden gut toleriert. Ziel dieser längsschnittlich angelegten Untersuchung ist es zu untersuchen, ob eines oder die Kombination beider Verfahren prognostische Aussagen über das Fortschreiten der Erkrankung erlaubt und eventuell zu einer rascheren Diagnosesicherung beitragen kann.

2. Repetitive tiefe transkranielle Magnetstimulation (rTMS) bei Multipler Sklerose

Zweck dieser Studie ist die Überprüfung der Verträglichkeit und Sicherheit einer Behandlung mit sog. repetitiver (wiederholter) tiefer transkranieller Magnetstimulation (rTMS), einer möglichen Alternative oder Ergänzung zur medikamentösen Behandlung von Depression und Fatigue bei MS. Dabei werden bestimmte Hirnareale (hier vor allem der sogenannte präfrontale Kortex) mithilfe einer speziellen Magnetspule stimuliert.
Die rTMS ist für die Behandlung von Depressionen intensiv beforscht und etabliert. In dieser Studie werden durch eine spezielle Spule tiefere Hirnregionen inkl. tiefere Hirnkerne als gewöhnlich stimuliert. Es handelt sich hierbei um die Erprobung einer neuen Behandlungsmethode; sie ist jedoch für die Behandlung von Depression unabhängig von MS gut untersucht. Zudem soll der Effekt auf die MS-bedingte Müdigkeit, das sogenannte Fatigue-Syndrom untersucht werden.


AG-Leiter:

Dr. med. S. Schippling, Institut für Neuroimmunologie und Neurologische Klinik, UKE Hamburg
Kontakt: s.schippling@uke.uni-hamburg.de
Dr.med. Friedemann Paul, Neurologische Klinik der Charite, Berlin


Optische Kohärenz-Tomographie (OCT)

Bei der optischen Kohärenztomographie (engl. optical coherence tomography, OCT) werden mittels kohärentem Licht durch die nicht weitgetropfte Pupille innerhalb weniger Minuten Schnittbilder der Netzhaut (Retina) und des von der Netzhaut abgehenden vorderen Sehnervenanteils angefertigt. Die Untersuchung ist nicht schmerzhaft und dauert wenige Minuten.  Das Verfahren ist seit einigen Jahren in der Augenheilkunde fest etabliert und wird hier insbesondere beim grünen Star aber auch bei Erkrankungen der Netzhaut zu diagnostischen Zwecken eingesetzt. Interessant ist das OCT im Kontext der MS, weil die Entzündung des Sehnerven, die sogenannte Optikusneuritis, zu den häufigsten Symptomen der MS zählt. Es hat sich gezeigt, dass in der Folge einer solchen Optikusneuritis aber auch unabhängig davon unter Umständen Veränderungen am Sehnerven als Folge der MS verbleiben, die allein mittels OCT nachgewiesen werden können.
Die Entwicklung des OCT ist sehr dynamisch, und in den vergangenen Jahren haben Generationen neuer Geräte zu einer deutlichen Verbesserung der Auflösung der angefertigten Schnittbilder geführt. Ziel unserer aktuellen Arbeit ist es zunächst Ergebnisse der neusten Geräte mit denen eines Vorgängermdoells zu vergleichen. Zudem erheben wir Ausgangswerte bei Patienten mit einem ersten MS-verdächtigen Ereignis (sog. Klinisch isoliertes Syndrom) bzw. früher schubförmiger MS, um  in den frühesten Stadien der Erkrankung das OCT als prognostischen Parameter einerseits aber auch als möglichen Marker für bestimmte Unterformen der MS genauer zu untersuchen.

AG-Leiter:

Dr. med. S. Schippling, Institut für Neuroimmunologie und Neurologische Klinik, UKE Hamburg
Kontakt: s.schippling@uke.uni-hamburg.de
PD Dr. med. Andrea Hassenstein, Klinik für Augenheilkunde, UKE Hamburg
Kontakt: hasenstein@uke.uni-hamburg.de

 

Doktorarbeiten

Aus der MS-Ambulanz werden laufend Promotionsarbeiten angeboten. Derzeit liegen die Schwerpunkte auf Themen der evidenzbasierten Patienteninformation sowie Markern für Krankheitsprognose und Heterogenität (MRT, transkranielle Magnetstimulation, OCT). Für Anfragen bitte Kontakt Prof. Dr. C. Heesen (heesen@uke.uni-hamburg.de) oder Dr. S. Schippling (s.schippling@uke.uni-hamburg.de).

 

Seitenanfang    Seite drucken


© Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Impressum
Letzte Änderung: Jeannette Hoffmann, 06.08.2009