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GRUNDLAGENFORSCHUNG IN MOLEKULARER HIRNTUMORBIOLOGIE


Das Hans Dietrich Herrmann Labor für Hirntumorbiologie in der Neurochirurgischen Klinik wurde 1984 von dem jetzigen Klinikdirektor Prof. Dr. Manfred Westphal gegründet und ist seither unter Mitwirkung zahlreicher Mitarbeiter/innen weiter aufgebaut worden.
Ziel der wissenschaftlichen Laborarbeiten ist die Erforschung der Grundlagen der Enstehung von Hirntumoren sowie die Entwicklung und Testung von Substanzen, mit denen sich das Wachstum von Hirntumoren wirksam hemmen läßt. Trotz der enormen technischen Weiterentwicklungen in den letzten Jahren auf dem Gebiet konventioneller Therapieformen, wie chirurgischer Resektion, Bestrahlung und Chemotherapie, erfordert die immer noch sehr schlechte Prognose maligner Hirntumorerkrankungen die Entwicklung neuer Behandlungskonzepte. Zwangsläufig müssen neue und tiefere Erkenntnisse über das biologische Verhalten und die molekulargenetischen Grundlagen unterschiedlicher Formen von Hirntumoren gewonnen werden, um auf dieser Basis zu neuen spezifischen, zellbiologisch orientierten Therapien zu gelangen. Schwerpunkte des Forschungslabors sind dabei die Analyse und therapeutische Beeinflussung von Mechanismen der Tumorzellinvasion und Tumorangiogenese sowie die Untersuchung neurotropher Faktoren. Die Erforschung der Nutzbarkeit von Stammzellen für die Hirntumortherapie sowie die Weiterentwicklung gentherapeutischer Verfahren dienen vor allem dem Zweck, therapeutisch wirksame Substanzen in das "Zielgebiet Hirntumor" hineinzubringen, was aufgrund verschiedener Barrieren wie z.B. der Blut-Hirn-Schranke oder vom Tumor auswärts gerichteter Flüssigkeitsströme nicht einfach ist. Aktuelle Untersuchungen befassen sich zudem mit der Charakterisierung von Tumorstammzellen; diese Zellen, die nur einen geringen Anteil aller Zellen im Tumor ausmachen, gelten als  hauptverantwortlich für das kontinuierliche Tumorwachstum und deren Resistenz gegen viele therapeutische Verfahren. Weitere Arbeiten befassen sich mit den molekulargenetischen Grundlagen von Hirntumoren sowie speziell mit Meningeomen und kindlichen Hirntumoren. Das Labor für Hirntumorbiologie finanziert sich vor allem aus Drittmittelgeldern (z.B. Deutsche Forschungsgemeinschaft und verschiedene Stiftungen zur Krebsbekämpfung) sowie aus Spenden von Patienten, deren Angehörigen oder anderen interessierten Menschen.

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Letzte Änderung: Dr. Johannes A. Koeppen, 26.04.2007