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Der Bandscheibenvorfall im Bereich der Brustwirbelsäule ist mit 1 % aller Vorfälle sehr selten. Eine Beeinträchtigung der austretenden Nervenwurzeln macht sich mit einem gürtelförmigen Schmerz im Bereich des Rumpfes bemerkbar. Die Bedrängung des Rückenmarkes hingegen bewirkt eine Gangstörung.
Da die Kernspintomographie sehr genau diese Bandscheibenvorfälle nachweisen kann und diese Untersuchung heutzutage auch mit anderen Fragestellungen häufig durchgeführt wird, bleibt es nicht aus, dass verhältnismäßig viele Bandscheibenvorfälle im Bereich der Brustwirbelsäule als "Zufallsbefunde" nachgewiesen werden. Ohne entsprechende Beschwerden besteht jedoch keine Behandlungsnotwendigkeit.
Die operative Behandlung richtet sich nach der Lage des Bandscheibenvorfalles: In vielen Fällen ist ein schonender mikrochirurgischer Zugang, wie im Lenden- oder Halswirbelsäulenbereich, möglich. Liegt der Bandscheibenvorfall jedoch "vor" dem Rückenmark, kann er in spezialisierten Zentren endoskopisch durch den Brustkorb entfernt werden.