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2. Untersuchungen bei Wirbelsäulen- und Rückenmarkserkrankungen

2.1 Röntgen-Nativaufnahme 

2.2 Myelographie 

2.3 Computertomographie 

2.4 Kernspintomographie 

2.5 Elektromyographie und Evozierte Potentiale 

 

2.1 Röntgen-Nativaufnahme:


Die Röntgennativaufnahme der Wirbelsäule zeigt Fehlstellungen oder Frakturen der einzelnen Wirbelkörper. Die Bandscheiben können jedoch nicht direkt dargestellt werden (Abb.3). 
 

   
Abb. 3:

In der seitlichen Röntgen-aufnahme der Lendenwirbelsäule ist infolge der Degeneration der Bandscheibe eine Höhenminderung des Zwischenwirbelraumes L4/L5 (Pfeilspitzen) im Vergleich zum darüber liegenden Bandscheibenfach L3/L4 zu erkennen.
 
    
 
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2.2 Myelographie:


Die Myelographie entspricht einer Röntgenaufnahme nach Verabreichung eines besonderen Farbstoffes (Kontrastmittel) zur besseren Darstellung des Rückenmarksackes und der austretenden Nervenwurzeln. Diese Untersuchung wird heute eher selten durchgeführt, da sie eine unter Umständen unangenehme Punktion des Rückenmarksackes im Lendenbereich voraussetzt (Abb.4).  
 
 
    Abb. 4:

Die Nervenwurzeln sind als weiße Fäden dargestellt. Eine Zyste der Gelenkkapsel (gelber Pfeil) komprimiert die Nervenwurzel und verursacht Schmerzen.  
 
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2.3 Computertomographie (CT):


Diese computerisierte Schichtuntersuchung eignet sich besonders gut zur Darstellung der feinen knöchernen Strukturen. Auch Weichteile und Muskeln, Bandscheiben, Nerven und Rückenmark können dargestellt werden (Abb.5a-b). 
 
 
   
Abb. 5a

LWS-CT: Ein Bandscheibenvorfall zwischen dem 3. und 4. Lendenwirbelkörper drückt gegen den Rückenmarkssack (kleine Pfeilspitzen).
 

Abb. 5b

HWS-CT: Ein Tumor zerstört weitgehend den Wirbelbogen und drückt von hinten gegen das Rückenmark.
 
 
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2.2.4 Kernspintomographie (KST oder MRT für Magnet-Resonanz-Tomographie):


Diese Magnetfelduntersuchung stellt die feinsten Einzelheiten von Rückenmark und Nervenwurzeln sowie der Bandscheiben dar. Sie ist auch zur Beurteilung von Knochenstrukturen geignet, jedoch diesbezüglich der Computertomographie unterlegen. Die Untersuchung kann nicht bei Patienten durchgeführt werden, die unter Platzangst leiden oder Herzschrittmacherträger sind (Abb.6). 
 

Abb. 6:

Die Zyste der Gelenkkapsel von Abb. 4 dargestellt in der MRT. Die Einengung des Rückenmarksackes ist deutlich zu erkennen. 
 
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2.2.5 Elektromyographie und Evozierte Potentiale (SSEPs, MEPs):


Es handelt sich um sogenannte elektrophysiologische Untersuchungen, d.h. Untersuchungen, die die elektrische Leitungsfähigkeit von Nervenwurzeln (Elektromyographie) oder von sensiblen Bahnen (SSEPs) oder motorischen Bahnen (MEPs) des Rückenmarkes überprüfen. Während die Ableitung von SSEPs und MEPs zur Feststellung einer Erkrankung des Rückenmarkes schon seit längerem bekannt ist, können diese Untersuchungen neuerdings infolge technischer Verfeinerungen auch während einer Operation am Rückenmark eingesetzt werden. Dies ist besonders wichtig, um Funktionen der Nervenbahnen zu erhalten.

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Letzte Änderung: Dr. Johannes A. Koeppen, 24.01.2005

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