Spezielle Nephrologische Erkrankungen
Vaskulitiden:
Vaskulitiden sind Gefäßentzündungen, die durch inadäquate Immunreaktionen ausgelöst werden und die betroffenen Organe schädigen. Die Entzündungen können alle Gefäße wie die großen Arterien oder die Kapillaren betreffen. Die klinischen Symptome korrelieren mit dem Ausmaß der betroffenen Organe. Man teilt die Vaskulitiden in primäre und sekundäre ein.
Primäre Vaskulitiden:
- Panarteriitis nodosa (klassische und mikroskopische Form)
- Allergische Granulomatose (Churg-Strauss-Syndrom)
- Leukoklastische Vaskulitis (Hypersensitivitätsvaskulitits)
- Wegenersche Granulomatose
- Polymyalgia rheumatica (Riesenzellarteriitis)
- Takayasu-Arteriitis (Riesenzellarteriitis)
Sekundäre Vaskulitiden:
Sie entstehen in Folge anderer Erkrankungen, zum Beispiel:
- Kollagenosen
- Andere Autoimmunerkrankungen
- Infektionserkrankungen (z. B. HIV)
- Medikamente (z. B. Neuroleptika)
Kollagenosen:
Sie sind durch genetische Prädisposition entstehende Autoimmunerkrankungen, die zu Entzündungen im Bindegewebe unterschiedlicher Organe führen. Die Nieren sind häufig betroffene Organe:
- Systemischer Lupus erythematodes
- Sjögren-Syndrom
- Sklerodermie
- Polymyositis
- Dermatomyositis
- Mischformen der Kollagenosen (Sharp Syndrom, Mixed connective tissue disease)