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Arbeitsgruppe für Endokrinologie und Stoffwechsel des Alterns

Zur Sprechstunde von Prof. Bamberger


Prof. Dr. med. Christoph M. Bamberger
Zentrum für Innere Medizin
Falkenried 88
D-20251 Hamburg
Tel.: 49-40-468636111 (Medizinisches PräventionsCentrum Hamburg)
Fax: 49-40-7410 59252
e-mail: bamberger@uke.uni-hamburg.de


Mitarbeiter und Doktoranden
Postanschrift Labor
Lieferanschrift Labor
Zusammenfassung
Forschungsprojekte
Freie Positionen und Doktorarbeiten


Mitarbeiter und Doktoranden:

Dr. med. habil. Ana-Maria Bamberger
Dr. med. Sabine Guth
cand. med. Marina Gonzalez
cand. med. Thorsten Heilmann
cand. med. Ulrike Leise
cand. med. Joscha Niemann
cand. med. Ulrike Theune
cand. med. Margarete Winnicki


Postanschrift Labor:

Labor Prof. Bamberger
Zentrum für Innere Medizin
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Falkenried 88
D-20251 Hamburg


Zusammenfassung

Aufgrund der zunehmenden Lebenserwartung und der abnehmenden Geburtenrate wird in den kommenden Jahrzehnten ein stetig wachsender Anteil der Bevölkerung zu der Gruppe der über 50jährigen gehören. Entsprechend wächst auch der Anspruch, die nach dem 50. Lebensjahr gelebte Zeit in einem gesunden Zustand zu verbringen und bis ins hohe Alter geistig, sozial, kulturell, sportlich und sexuell aktiv zu bleiben. Dieser Anspruch ist neben seiner individuellen Bedeutung für jeden einzelnen auch von ausserordentlicher gesellschaftspolitischer und sozioökonomischer Relevanz. Dennoch nimmt die Altersforschung innerhalb der Medizin bisher nur einen unbedeutenden Randplatz ein. Dieses gilt auch und insbesondere für die Erforschung eines der zentralen Aspekte des Alterungsprozesses, nämlich die altersabhängig nachlassende Sekretion zahlreicher Hormone.

Vor diesem Hintergrund wurde am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf die erste Professur für Endokrinologie und Stoffwechsel des Alterns in Deutschland eingerichtet. Im Rahmen dieser Professur werden in einem interdisziplinären Ansatz Klinik, Forschung und Lehre zum Thema Altern betrieben, wobei altersassoziierte hormonelle und metabolische Veränderungen im Vordergrund stehen. Konkret beinhaltet diese Professur die folgenden Schwerpunkte:
Mit der Einrichtung dieser Professur wird das Thema "Endokrinologie und Stoffwechsel des Alterns" erstmals umfassend wissenschaftlich und klinisch behandelt. Dahinter steht der Anspruch, die gesundheitliche Situation und damit die Lebensdauer und -qualität der über 50jährigen in Deutschland nachhaltig zu verbessern.


Forschungsprojekte

1. Molekulare Regulation der DHEA-Synthese und -freisetzung in der alternden menschlichen Nebenniere
Dehydroepiandrosteron (DHEA) wird in der Zona reticularis der Nebennierenrinde gebildet. Im Gegensatz zum ebenfalls in der Nebennierenrinde produzierten Cortisol fallen die Spiegel von DHEA und seiner "Speicherform" DHEA-Sulfat (DHEAS) mit zunehmendem Alter progredient ab. Es wird angenommen, daß altersassoziierte Phänomene wie allgemeine Befindlichkeitsstörungen, Schlaflosigkeit, Osteoporose, Zunahme maligner Tumoren, Arterioskleroseentstehung und Immunseneszenz zumindest teilweise durch einen DHEA-Mangel erklärt werden können. Die molekularen Grundlagen der nachlassenden DHEA-Sekretion im Alter sind ungeklärt. Insbesondere ist unklar, ob intraadrenale oder extraadrenale Faktoren die entscheidende Rolle für die altersabhängige Regulation der DHEA-Sekretion spielen. Mehrere Projekte der Professur sind um die Fragestellung zentriert, welche intraadrenalen Faktoren an der im Alter stark nachlassenden Bildung von DHEA beteiligt sind.

2. Prävention der Atherosklerose
Den entscheidenden Anteil an der alterassoziierten Morbidität und Mortalität haben in Deutschland die kardiovaskulären Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall). Sie sind nicht nur die am häufigsten zum Tode führenden Erkrankungen, sondern auch die Hauptkostenverursacher in unserem Gesundheitssystem, vor allem bei älteren Menschen. In Zusammenarbeit mit Prof. Windler, UKE, werden daher im Rahmen der Professur klinische Studien konzipiert und durchgeführt, in denen die Effektivität präventiver Massnahmen zur Verhinderung der Atherosklerose und ihrer Risikofaktoren,wie. z.B. dem metabolischen Syndrom, überprüft wird.

3. Molekulare Interaktionen der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse mit dem Immunsystem

In den letzten Jahren ist die enge Verflechtung dieser Achse mit dem Immunsystem offenbar geworden, so dass inzwischen auch von der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Immun-Achse gesprochen wird. Im Zentrum steht dabei die immunsuppressive Wirkung der Glucocorticoide, die auch therapeutisch ausgenutzt wird. Dehydroepiandrosteron (DHEA) wird dagegen eher eine immunstimulierende Wirkung zugeschrieben. Unsere Projekte, die teilweise auch im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs 336 ("Molekulare Endokrinologie und molekularer Stoffwechsel") bearbeitet werden, beschäftigen sich mit der molekularen Wirkungsweise von Glucocorticoiden und DHEA im Immunsystem. Dabei geht es einerseits um die Frage, wie die nichterwünschten Effekte von therapeutisch applizierten Glucocorticoiden durch Zugabe von Modulatoren der Glucocorticoidwirkung, z.B. Vitamin B6 und DHEA, minimiert werden können. Andererseits wird der Frage nachgegangen, wie sich der im Alter zunehmende Cortisol/DHEA-Quotient auf Immunfunktionen, z.B. auch in der Haut, auswirken kann.

4. Gentherapie des Nebennierenkarzinoms durch adenovirale Cytokin-Expression
Die langjährige Beschäftigung der Arbeitsgruppe mit der molekularen Pathogenese und Therapie von Nebennierentumoren wird auch im Rahmen der Professur fortgesetzt. Das hier vorgestellte, in Kooperation mit der Arbeitsgruppe von Dr. A. Block (Medizinische Klinik und Poliklinik I) durchgeführte Projekt soll neue therapeutische Optionen für das Nebennierenrindenkarzinom eröffnen. Das Karzinom der Nebennierenrinde ist ein seltener, gleichwohl hochmaligner Tumor, der den bisher zur Verfügung stehenden therapeutischen Massnahmen nur sehr begrenzt zugänglich ist (mittlere Überlebenszeit 2 Jahre). In einer präliminären Studie konnten wir zeigen, dass die intratumorale Applikation eines Interleukin-12 (IL-12)-exprimierenden Adenovirus gegenüber einem Kontrollvirus das Wachstum von Nebennierenkarzinomen in einem syngenen Mausmodell über 30 Tage signifikant hemmen konnte. In weiterführenden Untersuchungen soll die Gentherapie des Nebennierenkarzinoms im Tiermodell optimiert werden, um damit die notwendigen Voraussetzungen für eine solche Therapie beim Menschen zu schaffen.


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Letzte Änderung: Claudia Hottendorff, 19.03.2009