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Die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters besteht aus folgenden ambulanten Arbeitsbereichen:
Die Allgemeine Institutsambulanz leitet Herrn Dr. med. A. Ballin. Die Spezialsprechstunde für kindliche Gewaltopfer /Trauma und die Sprechstunde für Flüchtlingskinder und ihre Familien leitet Frau Dr. med. K. Stellermann. Die Terminvergabe erfolgt über das Sekretariat unter Telefon (040) 7410 - 52230.
In der Ambulanz werden Kinder und Jugendliche aller Altersstufen mit seelischen Problemen sowie deren Eltern beraten und behandelt.
In Notfällen ist eine kurzfristige Vorstellung nach vorheriger telefonischer Rücksprache selbstverständlich möglich (Klärung der Sektorzugehörigkeit). In der Nacht oder am Wochenende wird über die obige Telefonnummer an die zuständigen diensthabenden Ärzte und Ärztinnen verwiesen.
Sprechstunde für Kinder körperlich kranker Eltern (CoSIP)
In dieser Sprechstunde werden körperlich ernsthaft erkrankte Eltern und ihre Kinder betreut. Ziel dieser Betreuung ist v.a. eine präventive Unterstützung betroffener Mütter und Väter sowie ihrer Partner in allen Fragen, welche die Auswirkungen der körperlichen Erkrankung auf die Eltern-Kind-Beziehung betreffen.
Spezialambulaz für psychisch erkrankte Eltern mit Babys und Kleinkindern (0-3)
Diese Spezialambulanz richtet sich an Mütter und Väter mit Babys von 0 bis 3 Jahren, die nach der Geburt ihres Kindes in eine psychische Krise geraten oder erneut unter psychischen Symptomen leiden. Die Mutter-Baby-Ambulanz bietet Diagnostik, Beratung und Therapie für Mutter und Kind an.
Es werden zwei therapeutische Behandlungsansätze angeboten. Einer beinhaltet die psychodynamisch orientierte Mutter-Baby-Therapie als Einzelangebot für Mutter mit Kind. Die Dauer richtet sich nach dem Bedarf. Der zweite Behandlungsansatz ist eine Elterntherapie als Gruppenangebot (Kreis der SicherheitT) für betroffene Mütter. Die Dauer umfasst 20 Therapiesitzungen. Beide therapeutischen Behandlungsansätze werden wissenschaftlich begleitet.
Sie erreichen uns über das Sekretariat der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (Frau Cordt Tel. (040) 74 10 - 522 30).
Sprechstunde für psychisch kranke Eltern (ChIMPs)
Unser Angebot richtet sich an alle Familien mit einem psychisch erkrankten Elternteil, in denen minderjährige Kinder leben, vom Kleinkindalter bis ins junge Erwachsenenalter. Vorrangiges Ziel ist, dass Sie als Eltern sich durch unsere fachliche Unterstützung im Umgang mit ihrem Kind oder ihren Kindern sicherer fühlen. Wir bieten zunächst zwei ausführliche Gespräche mit Ihnen als Eltern an. Bei Alleinerziehenden wird in den ersten Gesprächen geklärt, ob und inwieweit der andere Elternteil in die Beratung einbezogen werden soll. Danach vereinbaren wir in der Regel Einzeltermine mit ihrem Kind. Abschließend finden weitere Elterngespräche und gemeinsame Familiengespräche statt. Auch versuchen wir, Kinder und Jugendliche in ihren Fähigkeiten zu stärken, die Situation besser zu bewältigen. Üblicherweise reicht eine vorübergehende Beratung im Zeitraum von einigen Monaten aus. Bei Bedarf und Notwendigkeit sind wir bei der Vermittlung weitergehender Unterstützung behilflich.
Sprechstunde für Flüchtlingskinder und ihre Familien
Es handelt sich um ein primär ambulantes Angebot zur kinder- und jugend- psychiatrischen und psychologischen Diagnostik und Therapie für Flüchtlingskinder und ihre Familien. Im Rahmen einer Termin- wie auch Notfallsprechstunde werden mit und ohne Eltern bzw. Bezugspersonen die aktuellen Probleme besprochen und Perspektiven erarbeitet. Neben individuellen Therapiemethoden kommt analytisch ausgerichtete Familientherapie zur Anwendung, ferner ist eine stationäre bzw. teilstationäre, stationäre Aufnahmemöglichkeit vorhanden. In Helferkonferenzen können Probleme von Familien, aber auch von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen gemeinsam mit BetreuerInnen bearbeitet werden. Außerdem findet eine Beratung und Supervision von einzelnen Einrichtungen und / oder SozialarbeiterInnen statt. Das künstlerisch therapeutische Atelier ermöglicht für einige Patienten eine kunsttherapeutische Behandlung. Mit der Theatergruppe Hajusom findet eine Kooperation statt, so dass eine Teilnahme von Patienten möglich ist. Die überwiegende Finanzierung durch Drittmittel ermöglicht eine psychiatrische oder psychotherapeutische, ambulante oder stationäre Behandlung unabhängig vom aufenthaltsrechtlichen oder versicherungsrechtlichen Status. Die Arbeit der Ambulanz für Flüchtlingskinder und ihre Familien wird wesentlich unterstützt durch die Stiftung Children for Tomorrow, sowie den Europäischen Flüchtlingsfond.
spezialsprechstunde für kindliche Gewaltopfer / Trauma-Sprechstunde
In der Trauma-Sprechstunde werden Kinder und Jugendliche aller Altersstufen beraten und behandelt, die Zeuge und/oder Opfer einer traumatischen Lebenserfahrung geworden sind. Darunter fallen z.B. (Verkehrs-)Unfälle, Gewalterfahrungen, sexueller Missbrauch oder der akute, tragische Verlust eines nahestehenden Menschen. Zu unserem Angebot gehört eine Aufklärung über Psychotrauma-Folgestörungen für Kind und Familie, ein diagnostisches Angebot und gegebenenfalls eine ambulante Behandlung. Außerdem kann bei Bedarf eine stationäre oder teilstationäre Aufnahme ermöglicht werden. Wir arbeiten tiefenpsychologisch fundiert und ergänzen unsere Arbeit durch ein spezielles, Ressourcen orientiertes traumatherapeutisches Angebot. Eine kooperative Einbeziehung der Familie in die Behandlung spielt eine wichtige Rolle. Ziel der gemeinsamen Arbeit ist es, mit der seelischen Verletzung besser umzugehen und wieder Vertrauen in sich und die Welt zu gewinnen. Wir streben an, durch unser Angebot schweren, chronischen Psychotraumastörungen vorzubeugen. Die Ambulanz hat sich weiter zum Ziel gesetzt, u.a. bei Mitarbeitern des Rettungswesens sowie innerhalb der Öffentlichkeit ein größeres Bewusstsein über die Bedeutung seelischer Schwerverletzungen sowie deren Behandlungsmöglichkeiten bei Kindern und Jugendlichen herzustellen.
Kinder- und jugendpsychiatrische Forensik
Der kinder- und jugendpsychiatrische Gutachtendienst des Forensisch-Psychiatrischen-Gutachendienstes (FPG) des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf erstellt Gutachten zu allen Inhalten des Straf- (Schuldfähigkeit, Verhandlungsfähigkeit, Glaubhaftigkeit, Fragen zum §§ 3 und 105 JGG u.a.), Familien- (Sorge- und Umgangsrecht u. a.) und Zivilrechts (Geschäftsfähigkeit, Anordnung einer Betreuung u. a.). Wir führen auch Gutachten im Rahmen des Kinder- und Jugendhilferechts (z. B. § 35a KJHG etc.) sowie zum § 218 durch.
Wir bieten intern und extern theoretische Weiterbildungen zu gutachterlichen Themen sowie Supervisionen an.
Wissenschaftlich besteht eine Angehörigkeit zur bundesweit aktiven Forensisch-Psychiatrischen Arbeitsgruppe, wobei wir im Bereich der Basisdokumentation das Ergänzungsmodul Strafrecht erstellt haben. Die Erstellung eines Hauptmoduls zur Basisdokumentation befindet sich in der Vorbereitung. Des weiteren wurde in der Jugendhaftanstalt Hanöversand eine Untersuchung zur Punktprävalenz psychischer Störungen von jugendlichen Inhaftierten durchgeführt. Interessenten (Auftraggeber oder auch Promotionsinteressenten) können sich gerne an Dr. med. Arthur Ballin wenden unter Telefon (040) 7410 - 53603 oder ballin@uke.uni-hamburg.de