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Klinik und Poliklinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie

Klinik und Poliklinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie

Klinikdirektor: Prof. Dr. Stefan Blankenberg
Leitender Oberarzt: Prof. Dr. Stephan Baldus
Geschäftsführerin: Dr. Karin Overlack
Pflegeleiterin: Birgit Vogt (komm.)

Klinik

Unsere Klinik betreut Patienten mit allen Herz- und Kreislauferkrankungen. Besondere Kompetenz hat unsere Klinik neben der Diagnostik und Therapie der Herzkranzgefäßerkrankungen bei der Behandlung von Herzschwäche, defekter Herzklappen, krankhafter Gefäßerweitungen der Hauptschlagader (Aorten-Aneurysmata), bei der Diagnostik und Therapie von Patienten mit angeborenen Herzfehlern sowie angeborenen Bindegewebserkrankungen, insbesondere dem Marfan-Syndrom.

Sprechstunden

Zur optimalen Betreuung auch von Patienten mit seltenen Herz- und Gefäßkrankheiten bietet die Klinik eine Reihe von Spezialsprechstunden an:

Personen mit Marfan-Syndrom bzw. Verdacht auf Marfansyndrom werden in unserer Marfansprechstunde betreut, einer der größten Sprechstunden für diese Erkrankungen in Norddeutschland. Patienten mit Aortenaneurysmata werden in einer weiteren Spezialsprechstunde betreut. Zum Teil können Erweiterungen der Aorta durch Einsetzen von Gefäßstützen (Stents) behandelt werden, eine Behandlung, die am Universitären Herzzentrum maßgeblich mitentwickelt wurde.

Patienten mit angeborenen Herzfehlern werden regelmäßig in der Sprechstunde für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern behandelt, die ebenfalls überregional und seit über 10 Jahren Patienten betreut. Diese Sprechstunde wird interdisziplinär zusammen mit den Kinderkardiologen unseres Zentrums durchgeführt. 

Zusätzlich bieten wir eine Sprechstunde für Patienten mit hypertropher Kardiomyopathie an. Neben einer umfassenden klinischen Betreuung versuchen wir in Zusammenarbeit mit dem Cardiovascular Research Center der Universität Hamburg sowie der Sprechstunde "für angeborene lysosomale Stoffwechselerkrankungen", die genetischen Ursachen der HCM näher zu untersuchen, um die verschiedene Formen dieser Erkrankung besser verstehen und ggf. spezifischere Therapieformen entwickeln zu können.

Auch die Sprechstunde für Herzschwäche (Herzinsuffizienz) ist interdisziplinär besetzt - zusammen mit unseren Chirurgen vom Transplantations-Team können so auch Patienten vor und nach Herz- und Herz/Lungentransplantation betreut werden. Dieses schließt auch die Betreuung von Patienten vor, während und nach Herz- und Lungentransplantationen ein. Die medikamentöse und kathetergeführte Behandlung von Herzrhythmusstörungen ist Schwerpunkt der Klinik für Elektrophysiologie.

Forschung

Die Klinik beherbergt Arbeitsgruppen, die zum einen klinische Forschung, zum anderen Grundlagenforschung betreiben. Klinische Forschungsprojekte widmen sich den Mechanismen der Restenose, also der Wiedereinengung von mit Gefäßstützen (Stents) behandelten Engstellen in Herzkranzgefäßen. Eine weitere Arbeitsgruppe untersucht die Bedeutung neuer bildgebender Verfahren für die nicht invasive Darstellung von Herzkranzgefäßen bzw. des Herzmuskels. Hierzu stehen der Klinik modernste Kernspin- und Computer-Tomographen zur Verfügung. Auch die Bildgebung des Koronargefäßes durch intravaskulären Ultraschall stellt einen für die klinische Routine wichtigen Forschungsbereich dar. Die kathetergestütze Behandlung von Herzklappenfehlern, insbesondere bei Verengung der Auslassklappe (Aortenstenose) und Undichtigkeit der Einlassklappe (Mitralklappeninsuffizienz) stellt einen weiteren zentralen Forschungsschwerpunkt der Klinik dar. So ist dieses Zentrum weltweit das größte, welches Patienten mit Mitralinsuffizienz mittels eines Mitralklappen-"Clips" behandelt hat. Eine weitere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit neuen Tests zur Früherkennung des Herzinfarktes. Ziel ist es, Eiweiße im Blut zu isolieren, die einen drohenden Herzinfarkt anzeigen und dem Arzt eine Behandlung noch vor Untergang von Herzmuskelgewebe ermöglichen.

Die experimentell arbeitenden Arbeitsgruppen untersuchen die Bedeutung weisser Blutkörperchen (Leukozyten) und deren Enzymsysteme für die Entstehung von Herzkranzgefäßerkrankungen und Herzschwäche. Projekte, die zum Teil durch den Förderverein des Herzzentrums unterstützt werden, untersuchen die Bedeutung dieser Enzyme für die Regulation des Gefäßtonus und des strukturellen Umbaus des Herzmuskels. Diese Arbeitsgruppe war die erste, die den Einfluss des Enzyms auf die Gefäßerweiterung beschrieben hat und die weltweit erste, die zeigen konnte, dass erhöhte Spiegel des Enzyms im Blut das Risiko für das Entstehen eines Herzinfarktes bei Patienten mit Brustschmerz anzeigen. Eine weitere Arbeitsgruppe untersucht kleine Eiweisse, die ebenfalls die Fähigkeit des Gefäßes sich zu erweitern einschränken. Dieses Molekül - asymmetrisches Dimethylarginin (ADMA) - gilt als einer der wichtigsten Hemmstoffe, um die Erweiterung der Gefäßwand zu unterdrücken. Die Arbeitsgruppe besitzt als eine der wenigen ein Tiermodell, in dem die Verfügbarkeit dieses Moleküls reduziert werden kann. Beide experimentell ausgerichteten Arbeitsgruppen sind eingebunden in das Cardiovascular Research Center (CVRC), in dem die kardiovaskuläre Grundlagen-Forschung im UKE gebündelt ist.
 

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Letzte Änderung: Nina Suß, 05.01.2012

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Kardiologische Ambulanz
Tel: (040) 7410-52961, -53990

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Tel: (040) 7410-56800, -53972
Fax: (040) 7410-53622

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