
Klinikdirektor: Prof. Dr. Stephan Willems
Pflegeleiterin: Birgit Vogt (komm.)
Geschäftsführerin: Dr. Karin Overlack
Unsere Klinik betreut Patienten mit allen Formen von Herzrhythmusstörungen. Ein Schwerpunkt liegt in der Diagnostik und Katheterablation von Vorhofflimmern.
Herzrhythmusstörungen sind für alle klinisch tätigen Ärzte ein häufiges und alltägliches Problem. Die Behandlung ist jedoch nach wie vor ein schwieriges Thema, insbesondere da viele der früher eingesetzten Medikamente sich als wenig nützlich oder sogar gefährlich erwiesen haben. Aufgrund der Tatsache, dass sich die Möglichkeiten in der Diagnostik und Therapie in den letzten Jahren sehr stark gewandelt haben und viele Herzrhythmusstörungen einer interventionellen Therapie zugänglich sind, bieten wir im Universitären Herzzentrum eine Rhythmussprechstunde an. Hier kann sich der Rhythmuspatient ambulant mit den Unterlagen der behandelnden Ärzte vorstellen, ggf. wird die Diagnostik während der ersten Vorstellung ergänzt. Sehr viel Wert legen wir auf eine detaillierte Anamnese und eine genaue Aufklärung des Patienten über seine Rhythmusstörung und die Möglichkeiten der Therapie.
In der Klinik für Kardiologie mit Schwerpunkt Elektrophysiologie sind mehrere Forschungsbereiche etabliert. Ein Schwerpunkt der aktuellen Forschung liegt im Bereich Vorhofflimmern. Diese häufige und komplexe Rhythmusstörung wird in mehreren Teilprojekten untersucht. Weitere Schwerpunkte sind die Katheterablation ventrikulärer Tachykardien, die robotische Navigation, die Bildgebung und interventionelle Verfahren in der Kernspintomographie (MRT).
Eine weltweit neue Technik ermöglicht es, Patienten mit Vorhofrhythmusstörungen noch schonender, präziser und sicherer zu therapieren. In einem eigens dafür errichteten Herzkatheterlabor fand bei uns, als eines der ersten Zentren weltweit, der erste Einsatz eines Katheterroboters statt. Auch schwerzugängliche Regionen des Herzens lassen sich mit dieser Methode erreichen, um dort gezielt Gewebe zu veröden, das für die Entstehung der Rhythmusstörungen verantwortlich ist.