Zu den Inhalten springen

Hauptnavigation:

Kontakt | English | Sitemap

| Home > Zentren > Kopf- und Neurozentrum > Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde > Forschung

Forschungsschwerpunkte

Translationale Forschung

An unserer Klinik wird eine translationale Forschung praktiziert. Sie besitzt die Aufgabe, grundlagenwissenschaftliche Erkenntnisse weiterzuentwickeln um sie für den Menschen/Patienten direkt nutzbar zu machen. Hierbei handelt es sich um einen zielgerichteten Prozess, der die Expertise und Zusammenarbeit vieler unterschiedlicher Spezialisten benötigt und der von einem engen Wissenstransfer zwischen Labor und Krankenbett lebt. Unser Zentrum ist an nationalen und internationalen klinischen Studien beteiligt, mit dem Ziel der frühestmöglichen Umsetzung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse in die tägliche Praxis. Durch eine enge Verzahnung von Forschung und klinischer Tätigkeit sind wir bestrebt, unsere Patienten nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu behandeln.

Klinische Studien:

kurative Behandlung:

- ICRAT Studie ( Induction Chemotherapy Radio-Antibody Treatment)

- EORTC 24071 (in Vorbereitung)

palliative Situation:

- Sym-004 Studie (Anwendung einer Kombination zweier Antikörper gegen Domäne III auf dem EGF-Rezeptor mit nicht überlappenden Epitopen)

- LUX-Head and Neck 1 ( Anwendung des neuartigen dualen Tyrosinkinaseinhibitors Afatinib)

Untersucht werden zusätzlich die PET-CT und die Perfusions-CT (Volumen) in Bezug auf das Ansprechen von Kopf-Hals-Tumoren auf Radio- Chemotherapie.

Forschungsbereich Molekulares Targeting:

In diesem Rahmen werden molekular zielgerichtete Substanzen in präklinischen Modellen mit translationalem Ansatz evaluiert. Es besteht eine enge Kooperation mit dem Labor für Strahlenbiologie und experimentelle Radioonkologie am UKE. In gemeinsamen Forschungsprojekten wird die biologisch-grundlagen-basierte Expertise der Kollegen dort mit unserem primär auf die klinische Anwendung fokussierten Blick kombiniert und dadurch eine wirkliche Translationalität gewährleistet. Im Zentrum des Interesses steht die zielgerichtete Inhibition des epidermalen Wachstumsfaktorrezeptors (EGFR) und der folgenden Signaltransduktion sowie anderen Signalwegen. Insbesondere beschäftigen wir uns mit der Untersuchung der von Möglichkeiten eine Strahlensensitivierung von Tumorzellen durch bestimmte Substanzen zu erreichen und optimale Voraussetzungen für eine klinische Anwendung der Substanzen in Kombination mit Strahlentherapie oder traditionellen Chemotherapeutika zu schaffen.

 

Forschungsbereich Humanes Papillomavirus (HPV):

Das humane Papillomavirus kann an der Krebsentstehung im Kopf-Hals-Bereich beteiligt sein. In den letzten Jahren konnte eine steigende Inzidenz von HPV-assoziierten Tumoren weltweit registriert werden. Diese Tumoren unterscheiden sich in ihrer Biologie erheblich von primär noxeninduzierten Kopf-Hals-Karzinomen. Viele Fragen bezüglich dieser besonderen Tumorentität sind bislang ungeklärt. Wir beschäftigen uns in gemeinsamen Projekten mit der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, dem Labor für Strahlenbiologie und experimentelle Radioonkologie und dem Institut für Pathologie mit diesen Fragen. Im Zentrum des Interessses steht einerseits die Inzidenz HPV-assoziierter CUP-Syndrome (carcinoma of unknown primary) in Deutschland und mögliche Erklärungen für diesen bisher kaum untersuchten Zusammenhang. Andererseits beschäftigen wir uns mit Untersuchungen der spezifischen Biologie HPV-assoziierter Tumoren, um besser verstehen zu können, warum diese Tumoren eine besonders gute Prognose haben und sich anders verhalten als "herkömmliche" Kopf-Hals-Tumoren. Ziel ist es HPV-spezifische Therapien zu ermöglichen, die die gute Prognose noch weiter verbessern oder zumindest erhalten und gleichzeitig schonender für die Patienten sind.

 

Forschungsbereich Prognostische Faktoren bei Kopf-Hals-Tumoren

Die Behandlungsmöglichkeiten im Bereich von Kopf-Hals-Tumoren wird immer vielfältiger und differenzierter. Gleichzeitig fehlen bis jetzt Parameter, die  vor Therapiebeginn voraussagen können, welcher Patient von welcher Therapie optimal profitiert. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Pathologie und dem Labor für Strahlenbiologie und experimentelle Radioonkologie arbeiten wir an der Entdeckung und Evaluation prognostischer Faktoren bei Kopf-Hals-Tumoren, die die individuelle Sensitivität für Strahlen- oder Chemotherapien voraussagen lassen. Ziel dieser Forschung ist die Etablierung prognostischer Marker, die translational angewendet in der klinischen Situation eine individuelle und Effektive, gleichzeitig aber für den Patienten schonende Therapie ermöglichen. Dieses Ziel verfolgen wir durch die Untersuchung von tissue-micro-arrays, auf denen gleichzeitig hunderte von Tumoren untersucht und mit den klinischen Verläufen der Patienten und der erfolgten Therapie in Verbindung gesetzt werden können. Außerdem wird gemeinsam ein Zelllinienarray erstellt, an dem neue Therapien in vitro evaluiert werden sollen.
 


Forschungsbereich endoskopische Diagnostik/Operationen

Ziel: Prävention und Früherkennung von Risikobefunden und Schleimhautveränderungen im Kehlkopf und Rachen. Mit Hilfe neuer diagnostischer bildgebender Verfahren wird im klinischen Bereich die Möglichkeit einer besseren und gezielteren Früherkennung und Behandlung von Rachen und Kehlkopferkrankungen untersucht. Zusätzlich arbeiten wir an minimalinvasiven Operationsmethoden zur Verbesserung der Behandlungsqualität und Reduktion der operationsassoziierten Morbidität. Dazu wird auch ein roboterassistierte Operationsmethoden ("DaVinci Robot") angewendet, die in bestimmten Situationen einen besseren Überblick über den Operationssitus und sehr präzise Chirurgie gewährleisten. Auch neue Laserchirurgische Verfahren werden bei uns evaluiert.

 

Forschungsbereich Speicheldrüsen

Untersucht werden Speicheldrüsenerkrankungen (wie z.B. Tumoren oder rheumatologische Erkrankungen) mittels Speicheldrüsen-MRT, MR-Sialographie mit diffusionsgewichteter Sequenz / ADC Imaging zur Differenzierung primärer Speicheldrüsenneoplasien oder sonstiger Krankheitszustände der Speicheldrüsen.

 

Seitenanfang    Seite drucken


© Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Impressum
Letzte Änderung: Dr. Simon Laban, 20.09.2011

Kontaktaufnahme

Zur Kontaktaufnahme bezüglich unserer Forschung wenden Sie sich entweder direkt an unseren Direktor Prof. Rainald Knecht (e.lommatzsch@uke.de) oder an unsere Forschungskoordinatoren Oberarzt Dr. Adrian Münscher (amuenscher@uke.de) und Assistenzarzt Dr. Simon Laban (s.laban@uke.de).