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Viele Menschen leiden unter Allergien. Unter einer Allergie versteht man eine spezifische Abwehrreaktion auf körperfremde, an sich jedoch meist harmlose Stoffe. Solche so genannten Allergene finden sich in der menschlichen Umwelt in großer Zahl. Zu den häufigsten Allergien gehören Gräser-, Pollen-, Hausstaub- und Tierhaarallergien. Die Reaktionen des Körpers können bei Allergikern von leichten und örtlich begrenzten Reaktionen wie Nasenlaufen, Augenbrennen oder Hautrötungen bis hin zu systemischen (den ganzen Körper oder Kreislauf betreffenden) Reaktionen reichen. Solche kreislaufrelevanten Reaktionen können schlimmstenfalls bis zu einem massiven Asthmaanfall mit Luftnot und/oder einem Herz-Kreislaufversagen führen.
Allergien können sich jedoch auch durch leichte, dauerhafte oder saisonal auftretende Beschwerden äußern. Solche Beschwerden können eine Nasenatmungsbehinderung, Naselaufen, Augenbrennen und –tränen beinhalten. Auf dem Boden einer Allergie kann es auch zu chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen kommen (siehe bitte auch Klinischer Schwerpunkt „funktionell endoskopische Nasennebenhöhlenchirurgie“).
Hausstauballergien gehören sogar zu den häufigsten Ursachen immer wieder auftretender Nasennebenhöhlenbeschwerden.
In unserer Klinik führen wir auch Allergiediagnostiken durch und begleiten unsere Patienten in unserer Allergiesprechstunde durch Ihre Behandlung.
Eine Besonderheit in der Hals-Nasen-Ohrenklinik des UKE besteht darin, dass bei uns auch die so genannt ASS-Intoleranz (ASS= Acetylsalicylsäure = Wirkstoff von Aspirin®) diagnostiziert und behandelt werden kann. Beim ASS-Intoleranz-Syndrom, auch Samter Trias genannt, kommt es zum gleichzeitigen Auftreten dreier Symptome: bronchiales Asthma, immer wieder auftretende ausgeprägte Polypenbildung in den Nasennebenhöhlen und allergieähnliche Reaktionen auf Acetylsalicylsäureeinnahme. Salicylate finden sich nämlich nicht nur in Aspirin®, sondern auch in zahlreichen Nahrungsmitteln und Kräutern. Diese Salicylate können das Gleichgewicht bestimmter Entzündungsstoffe im Körper durcheinanderbringen- und das auch in geringen Mengen. Der Körper reagiert dann durch verstärkte Entzündungsreaktionen, die zu der Polypenbildung und Asthmaanfällen führen können.
Zunächst muss die ASS-Intoleranz diagnostiziert werden. Diese Diagnostik muss während eines stationären Aufenthaltes erfolgen.
Die Behandlung des ASS-Intoleranz-Syndromes besteht dann in einer dauerhaften Einnahme von Acetylsalicylsäure, da man festgestellt hat, dass die Entzündungsreaktion im Körper sich dann erschöpft und die Symptome in Schach gehalten werden können.