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Neues Klinikum

Geschichte

Außer Transplantationen der Hornhaut des Auges, Haut, Knochenmark, Herz und Niere werden am UKE seit 1984 Lebertransplantationen, seit 1992 Transplantationen der Bauchspeicheldrüse und seit 1997 Dünndarmtransplantationen durchgeführt.

Unter der Leitung von Prof. Dr. hc. mult. Christoph Broelsch (Abteilung für Allgemeinchirurgie der Chirurgischen Klinik) von 1991 bis April 1998 wurde Hamburg zu einem der führenden Lebertransplantationszentren in Deutschland und Europa. Die Zahl der durchgeführten Lebertransplantationen stieg von ca. 7 auf knapp 100 pro Jahr. Es wurde modernste Transplantationschirurgie etabliert mit Aufbau eines sehr erfolgreichen Kinder-Leber-Lebendspende-Programms, welches in Deutschland erstmals ermöglichte, daß Eltern für ihr Kind einen Teil ihrer Leber spenden können. Durch Ausbau der chirurgischen Transplantationstechniken wurde es seit 1993 auch möglich, Organe von Verstorbenen zu teilen, um so zwei Empfänger - meist einen Erwachsenen und ein Kind - mit je einem halben Organ versorgen zu können. Dadurch konnten viele Kinder und auch Erwachsene ein Transplantat erhalten, die sonst aufgrund ihrer fortgeschrittenen Lebererkrankung mit hoher Wahrscheinlichkeit auf der Warteliste verstorben wären.

Von April 1998  bis Ende 2006 wurde die Abteilung für Leber-, Pankreas- und Dünndarmtransplantation von Prof. Dr. Xavier Rogiers geleitet (Abteilung für Hepatobiliäre Chirurgie der Chirurgischen Klinik). Aufgrund des steigenden Organbedarfs und der immer länger werdenden Wartezeiten wurden jetzt erstmals auch erfolgreich Leberlebendspenden zwischen Erwachsenen durchgeführt.

Im Bereich der Transplantationschirurgie wird der Schwerpunkt aufgrund des steigenden Organbedarfs gerade bei Erwachsenen und der ansteigenden Wartezeit immer mehr auf neue innovativen Operationstechniken gelegt.

So konnte im Januar 2001 erfolgreich ein Programm zur Erwachsenenleberlebendspende gestartet werden.

Insgesamt sind so innerhalb der letzten 25 Jahre über 1600 Lebertransplantationen durchgeführt worden. Deutlich zeigt sich der Trend zur maximalen Ausschöpfung aller Ressourcen mittels neuer innovativer Techniken um die reduzierte Spendebereitschaft und die Erhöhte Organnachfrage zu kompensieren. Jährlich werden ca. 600 Operationen (davon ca. 120 Leberresektionen und 100 Lebertransplantationen) bei 500 Patienten durchgeführt.

Die Lebertransplantation bei Kinder und Säuglingen stellt auch weiter einen Schwerpunkt dar, so liegt der Anteil an Kinderlebertransplantationen in den letzten Jahren stetig zwischen 30% und 50%. Die Indikationen für eine Lebertransplantation umfassen in erster Linie Patienten mit dekompensierter Leberzirrhose unterschiedlichster Ursachen, Autoimmunerkrankungen der Leber und Gallengänge, bösartige, nur auf die Leber beschränkte Tumoren und bei Kinder in erster Linie die Nicht- oder Fehlanlage von Gallengängen.

Seit dem Jahr 2002 gehört Klinik und Poliklinik für Hepatobiliäre Chirurgie und Viszerale Transplantation dem Transplantationszentrum des UKE an.

Seit Juli 2007 wird die Klinik von Prof. Dr. med. Björn Nashan geleitet. Seit Februar 2009 ist die Klinik, Ambulanz und die Station im Neuen Klinikum (O10) untergebracht.

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Letzte Änderung: Dr. Peter Pakusa, 01.11.2011