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Die Nierentransplantation stellt die einzige kurative Therapieoption bei terminaler Niereninsuffizienz dar. Häufige Ursachen für die terminale Niereninsuffzienz sind Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Hypertonus (Bluthochdruck), Glomerulonephritis, interstitielle Nephritis aber auch polyzystische Nierendegeneration.
Eine Nierentransplantation muss bei Dialysepflichtigkeit immer erwogen werden, denn sie führt verglichen mit der Dialyse nicht nur zu einem besseren Überleben, sondern auch zu einer deutlich besseren Lebensqualität des Patienten.
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Am UKE ist die Nierentransplantation chirurgisch ein Routineeingriff auf hohem Niveau. Eine Nierentransplantation stellt einen mittelgroßen chirurgischen Eingriff dar, den wir jährlich über 100mal durchführen. Neben der Transplantation erwachsener Patienten, werden auch Kinder-Nierentransplantationen von unserer Klinik regelmäßig durchgeführt. Fast alle schwer nierenkranken oder dialysepflichtigen Patienten können von einer Transplantation profitieren. Es gibt z.B. keine absolute Altersgrenze für eine Transplantation. Wichtig ist, dass bei der ausführlichen Voruntersuchung Erkrankungen ausgeschlossen werden, welche den Patienten während oder nach der Transplantation gefährden könnten. |
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Bei der Nierenlebendspende steht die Sicherheit, aber auch das Wohlbefinden des Nieren-Spenders an erster Stelle. Daher ist uns eine sichere und schonende OP Technik besonders wichtig. Seit 2007 sind am UKE knapp 100 Nierenlebendspenden in minimal invasiver retroperitonealer Technik über einen ca. 10 cm messenden Längsschnitt an der Bauchdecke unter dem Rippenbogen (sog. Pararektalschnitt) durchgeführt worden (Abb1, Neipp et al Transplantation 2004). |
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| Bild 1: Schnitt an der Bauchdecke (Pararektalschnitt) durch den die Nierenlebendspende erfolgen kann. |
Diese Methode ist sehr sicher, hinterläßt aber einen etwa 10 cm langen Schnitt auf der Bauchdecke.
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Jetzt können wir unseren Patienten eine noch schonendere Methode der Nierenentnahme anbieten. In einer sog. "Schlüssellochoperation" werden drei kleine Instrumente in das sog. Retroperitoneum, in dem die Niere liegt, eingeführt (Abb. 2). Bei dieser retroperitoneoskopischen Entnahme wird wie auch bei der o.g. Technik der Bauchraum selbst nicht eröffnet. Die Niere wird über einen kleinen Schnitt im Unterbauch (Wechselschnitt, wie z.B. bei einer Blinddarm-Operation) entnommen. |
| Bild 2: Einbringen von drei Trokaren in das Retroperitoneum bei der retroperitoneos-kopischen Nierenentnahme. |
| Diese Technik bietet eine optimale Übersicht für den Operateur (Bild 3) und sehr kleine Schnitte, verbunden mit geringeren Schmerzen und einer sehr kurzen Erholungsphase für den Spender. |
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| Bild 3: Sicht mit der Kamera auf die Nierenarterie. Mit dem silbernen Instrument wird gerade eine Vene geklippt. |
Unsere bisherigen Erfahrungen mit dieser in anderen europäischen Zentren bereits lange etablierten Technik (Waldström et al Transplantation 2011, Bachmann et al WorldJUrol. 2008) sind sehr gut.
Die durchschnittlichen OP-Zeiten lagen bei unter 2 h. Die Patienten konnten nach unter 1 Woche das Krankenhaus verlassen.
Die kosmetischen Ergebnisse dieser Operation sind sehr gut (Abb. 4)
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| Abb 4: Nierenspenderin eine Woche nach der Operation: links: Bergeschnitt im linken Unterbauch von vorne gesehen |
Abb 5: rechts: Bergeschnitt und drei kleine Narben im Bereich der Flanke. |
- Stellungnahme der DTG zum Fatigue-Syndrom nach Nierenlebendspende
- Hinweise zur versicherungsrechtlichen Absicherung des Lebendspenders aus NZS 15/11
- Aufklärung zur Lebendnieren Spende (nur UKE-intern)