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Patienteninformation
Liebe Patientin,
in Ihrer Brust haben Sie oder Ihr betreuender Arzt eine Veränderung festgestellt, die abgeklärt werden sollte. Sie sind jetzt wahrscheinlich beunruhigt und haben viele Fragen. Nicht jeder Knoten bedeutet jedoch Krebs. Zudem haben sich die Therapiemöglichkeiten bei Brustkrebs in den letzten Jahren erheblich verbessert. Durch spezielle Untersuchungsmethoden ist es möglich herauszufinden, ob ein gut artiger oder bösartiger Befund vorliegt. Das Anliegen des Brustzentrums am UKE ist es, Ihren Befund kompetent zu klären und die Therapie individuell zu planen.
Was Sie über Brustzentren wissen sollten
Das Brustzentrum am UKE - ausgezeichnet!
Bereits im März 2004 erhielt das Brustzentrum am UKE als eines der ersten das Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Senologie. Die erneute Überprüfungen 2005 und 2006 sowie die Re-Zertifizierung 2007 als eines der ersten Brustzentren Deutschlands bestätigten den hohen Behandlungsstandard, den wir unseren Patientinnen bieten.
Der Kampf gegen den Brustkrebs verlangt ein interdisziplinär aufeinander abgestimmtes und medizinisch zeitgemäßes Vorgehen. Brustzentren sind Kompetenzzentren und bieten Leitlinien-orientierte Diagnostik und Therapie bei Brusterkrankungen auf höchstem klinischen und wissenschaftlichen Niveau.
- Ganzheitliche patientenorientierte Behandlung
- Garantie von interner und externer Qualitätskontrolle und Benchmarking
- Teilnahme am DMP (Disease-Management-Programm) der Krankenkassen
- Angebot externer und interner Fortbildungen für Patientinnen, Ärzte und Pflegepersonal
- Unterstützung von klinischen und präklinischen Forschungsprojekten
- Palliativmedizin, Psychoonkologie, Rehabilitation
- Netzwerk mit niedergelassenen Ärzten und Ärztinnen
Wie ein Brustzentrum zertifiziert wird
Für das Überleben der fast 50 000 Frauen, die in Deutschland jährlich die Diagnose Brustkrebs trifft, ist die höchste Qualität in der Erkennung und Behandlung dieser Erkrankung von entscheidender Bedeutung. Ein Brustzentrum sollte diese Qualitäts-Voraussetzungen erfüllen. Aber leider ist die Bezeichnung "Brustzentrum" nicht geschützt und es gibt deshalb mehrere "Güteklassen" von Brustzentren.
Hier die Unterschiede:
- Brustzentren ohne Zertifizierung:
- Güteklasse "DMP":
Krankenkassen haben für Brustkrebspatientinnen
spezielle Behandlungsprogramme (DMP = Disease Management Programme)
entwickelt. Darin werden auch bestimmte Anforderungen an Kliniken
festgelegt, die im Rahmen dieses DMP-Vereinbarungen
Brustkrebspatientinnen behandeln dürfen. ABER: Die Vorgaben können von
Krankenkasse zu Krankenkasse und von Bundesland zu Bundesland sehr
variieren. Außerdem erfolgt in der Regel die Ernennung zum
"DMP-Brustzentrum" auf der Grundlage einer Selbstauskunft der Kliniken,
und nicht durch eine externe Qualitätskontrolle. - Güteklasse "Zertifiziert nach DKG und DGS":
Gegenwärtig bieten in
Deutschland jene Brustzentren die größte Sicherheit in der
Behandlungsqualität, die einer Prüfung der Deutschen Krebsgesellschaft
(DKG) und der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS) Stand halten
konnten und mit einem entsprechenden Zertifikat ausgezeichnet wurden.
Um dieses Gütesiegel zu bekommen, müssen sowohl klare strukturelle,
technische und personelle Voraussetzungen erfüllt sein, als auch
zahlreiche Qualitätsmerkmale hinsichtlich der Behandlungserfolge
nachgewiesen werden. Auch das Zusammenspiel aller beteiligten
Fachrichtungen wird unter die Lupe genommen.
Zertifizierte Brustzentren erfüllen automatisch die DMP-Anforderungen.