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Erblindete Patienten sollen mit dem Intelligenten Retina Implantat System (IRIS) einen Teil ihrer Sehfähigkeit wieder erlangen

An der Augenklinik des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) wird unter Leitung von Prof. Dr. Gisbert Richard in Zusammenarbeit mit IMI Intelligent Medical Implants (www.imidevices.com) ein neuartiges Intelligentes Retina Implantat System (IRIS) erprobt. Es soll erblindeten Menschen helfen, einen Teil ihrer Sehfähigkeit wiederzuerlangen und damit ihre Lebensqualität erheblich zu verbessern. Angewendet werden soll dieses Implantat bei degenerativen Erkrankungen der Netzhaut, für die es bisher keine ausreichenden Therapien gibt (z.B. Retinitis Pigmentosa).

Mit dem von der Firma IMI Intelligent Medical Implants GmbH (www.imidevices.com) entwickelten Netzhautimplantat soll eine künstliche Sehwahrnehmung durch elektrische Stimulation der Netzhaut erzielt werden. Dem Betroffenen soll dadurch eine verbesserte Orientierung ermöglichen werden.

Funktionsweise des Intelligenten Retina Implantat Systems

Retina Implantat

Das Implantat besteht aus einer Mikrokontaktfolie, die mit Hilfe eines Stiftes auf der Netzhaut befestigt wird. Auf der Mikrokontaktfolie befinden sich Elektroden, welche die Netzhaut elektrisch stimulieren und so Sehwahrnehmungen erzeugen sollen. Ein weiterer Teil des Netzhautimplantates, der die elektronischen Komponenten enthält wird an der
Augenaußenwand angebracht.

Neben dem eigentlichen Netzhautimplantat besteht das Intelligente Retina Implantat System (IRIS) aus einer speziellen Brille mit einer integrierten Kamera und einem Mini-Computer, derz.B. am Gürtel getragen werden kann.

Die Kamera nimmt Bilder der Umgebung auf und sendet die Bildinformation weiter an den Mini-Computer. Dieser verarbeitet die Daten und leitet sie anschließend zurück zur Brille. Von dort aus werden die Signale drahtlos an das Implantat gesendet, das die Nervenzellen der Netzhaut elektrisch stimuliert und dadurch zu Sehwahrnehmungen führt.

Bisherige klinische Studie

In der klinischen Studie wurde die Wirksamkeit des Implantates untersucht.

Die Implantation fand unter Vollnarkose statt. Dabei wurde das Implantat durch eine Öffnung im Augapfel in das Auge eingeführt und der vordere Teil des Implantates auf der Netzhaut befestigt. Der hintere Teil des Implantates wurde am Augapfel so angebracht, dass er von außen nicht sichtbar ist.

Es wurden in regelmäßigen Abständen augenärztliche Untersuchungen und spezielle Sehtests vor und nach der Implantation durchgeführt, um den Zustand des Auges und eine mögliche Wahrnehmungsverbesserung zu dokumentieren.

Darüber hinaus wurden computergestützte Stimulationstests durchgeführt, um das Implantat optimal an den Studienteilnehmer anzupassen. Begleitend dazu fand ein Trainingsprogramm statt, bei dem der Studienteilnehmer den optimalen Umgang mit dem Implantat System und den Sehwahrnehmungen erlernen sollte.

Patienten mussten bisher folgende Kriterien erfüllen:

Weitere Studien sind in Planung.

Informationen erhalten Sie in der Augenklinik bei:

Frau Schrage / Frau Babbe
Tel.: (040) 7410-52301
augenklinik@uke.de

Wenn Sie weitere Fragen bezüglich des Retina Implantat Systems haben, können Sie sich gerne mit der IMI Intelligent Medical Implants GmbH in Verbindung setzen.

IMI Intelligent Medical Implants GmbH
Niebuhrstr. 1a
53113 Bonn
Tel. 0228 96955-0
Fax 0228 96955-22
Email: info @imidevices.com
www.imidevices.com

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Letzte Änderung: Dr. Reinhard Kusel, 09.02.2010

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