| Home > Zentren > Zentrum für Innere Medizin > Abteilung für Andrologie > Spermatogenese
Die Entwicklung der Spermien verläuft beim Menschen nicht in allen Schritten genauso wie im Tiermodell. Beim Akrosom handelt es sich um diejenige Struktur des Spermienkopfes, die von zentraler Bedeutung für die Bindung an die Eizelle und den Befruchtungsvorgang ist. Nur die männlichen Keimzellen, die ein Akrosom ausbilden, werden zu befruchtungsfähigen Spermien, die in der Lage sind, eine Eizelle in vivo zu befruchten. In bestimmten Fällen männlicher Infertilität fehlt diese Struktur, z.B. bei der sog. "Rundköpfigkeit" oder Globozoospermie, oder sie ist nicht funktionell. Das Akrosom sowie das damit in Verbindung stehende Zytoskelett des Spermienkopfes sind spezies-spezifisch unterschiedlich aufgebaut. Dieser Tatsache muss bei der Auswahl von Marker-Genen Rechnung getragen werden.
Uns gelang bereits die molekulare Klonierung und Charakterisierung zweier neuartiger humaner Marker-Gene, die eine funktionelle Bedeutung für die Spermatogenese, vor allem für die Entstehung des Akrosoms während der Spermiogenese des Mannes haben. Dabei handelt es sich um Vertreter einer ganzen Familie von neuartigen Testis-exprimierten Profilinen, die mit dem Spermien-Zytoskelett interagieren.