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Männliche Fertilitätsstörungen

Produktion, Transport und funktionelle Spermienreifung beruhen auf der geregelten Abfolge zahlreicher molekularer Vorgänge. Es gibt dementsprechend viele Stellen, an denen dabei etwas "schief gehen" kann, mit der Folge männlicher Infertilität. Die molekularen Ursachen dafür sind vielfältig und weitgehend unbekannt. Vereinfacht kann man Infertilität aufgrund fehlender Spermien (sog. Azoospermie) von Infertilität aufgrund von mangelhafter Spermienfunktion unterscheiden. Keine oder nur wenige Spermien im Ejakulat haben 1% aller Männer und 10-15% der unfruchtbaren Männer. Die Azoospermie kann folgende Ursachen haben:

Die Spermatogenese kann durch verschiedene Einflüsse gestört sein, zum Beispiel durch Hodenhochstand (Kryptorchismus) in der frühen Jugend, sodass es zu einem Fehlen von Spermien im Ejakulat kommt. Die in-vitro Fertilisation (IVF) mit oder ohne intrazytoplasmatischer Spermien-injektion =ICSI (darunter versteht man die Injektion eines Spermiums in die Eizelle) ist im Falle einer gestörten Spermienproduktion bisher häufig die einzige Therapiemöglichkeit. Gemeinsam mit der Abteilung für Andrologie des Universitäts-Krankenhauses Eppendorf sollen verschiedene Verfahren etabliert werden, damit in Zukunft auch solche Paare eine Chance auf Erfüllung ihres Kinderwunsches haben, bei denen auf natürlichem Wege bisher keine Schwangerschaft erreicht wurde.

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Letzte Änderung: Andreas Plate, 22.04.2008