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Die Mitarbeiter der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf führen jährlich mehr als 24.000 Anästhesien durch, wobei alle geläufigen Anästhesieverfahren und deren Kombinationen zum Einsatz kommen.
Täglich versorgt werden das operative Zentrum mit den Kliniken für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Orthopädie und Urologie, das Zentrum für Frauen-, Kinder- und Jugendmedizin mit den Kliniken für Gynäkologie, Geburtshilfe- und Pränatalmedizin, Kinder- und Jugendmedizin, Kinderchirurgie sowie Kinderkardiologie, das Herzzentrum mit den Kliniken für Herz- und Gefäßchirurgie, Kinderherzchirurgie und Kardiologie, das Kopf- und Hautzentrum mit den Kliniken für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Zahn-, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und Augenheilkunde, das Neurozentrum mit der Klinik für Neurochirurgie sowie das Transplantationszentrum mit der Klinik für Hepatobiliäre Chirurgie und Viszerale Transplantation (mit etwa 100 Lebertransplantationen pro Jahr).
Der Anteil der Anästhesien bei Kindern beträgt insgesamt ca. 12%. Darüber hinaus werden regelmäßig Anästhesien bei diagnostischen oder therapeutischen Maßnahmen durchgeführt, z.B. bei Diagnostiken mit bildgebenden Verfahren, in der Hepatogastroenterologie, in der Strahlentherapie und - schwerpunktmäßig - im Kinderherzkatheterlabor. Ebenfalls anästhesiologisch betreut werden die interventionellen Maßnahmen in den Kliniken für Neuroradiologie sowie Diagnostische und Interventionelle Radiologie.
Die anästhesiologische Betreuung der Patienten beginnt bereits vor dem Operationstermin in der Prämedikationsambulanz der Klinik. In enger Zusammenarbeit mit den operativen und internistischen Kollegen erfolgen für jeden Patienten die individuelle präoperative Risikostratifizierung, die Optimierung der präoperativen Therapie sowie anschließend die Auswahl eines geeigneten Narkoseverfahrens.
Zur Verfügung stehen alle heute gebräuchlichen Verfahren der Allgemein- und Regionalanästhesie, wie die Analgosedierung, balanzierte Anästhesieverfahren, rein intravenöse Anästhesietechniken (TIVA, TCI), die Kombination aus Allgemein- und Regionalanästhesie, insbesondere bei thorax- und abdominalchirurgischen Eingriffen, rückenmarknahe Regionalanästhesien (Spinal-, Periduralanästhesie) sowie periphere Nervenblockaden und Plexusanästhesien.
Die Durchführung und Steuerung der Anästhesie erfolgt unter Einbeziehung moderner Verfahren zur Überwachung der Funktion von Herz, Kreislauf, Atmung und Nervensystem. Die Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie verfügt an allen Arbeitsplätzen über modernste Narkosegeräte mit umfangreichem invasivem und non-invasivem Monitoring zur Überwachung der Vitalparameter. Besondere Schwerpunkte sind hierbei das hämodynamische Monitoring mittels invasiver Katheterverfahren (Thermodilutionskatheter, Pulskontouranalyse) und die transösophageale Echokardiographie (TEE), sowie das Neuromonitoring zur Messung hirnelektrischer Aktivitäten (BiS und Narcotrend) und des cerebralen Blutflussverhaltens (transcranielle Dopplersonographie).
Jede Arbeitseinheit der Klinik ist mit einem eigenen Aufwachraum für die postoperative Versorgung der Patienten inklusive der Möglichkeit zur Nachbeatmung ausgestattet. Der Aufwachraum des Operativen Zentrums ist 24 Stunden pro Tag besetzt und kann bei Bedarf intensivmedizinische Aufgaben wahrnehmen.
Die postoperative Schmerztherapie über rückenmarknahe Katheter oder die Patienten-kontrollierte-Analgesie wird bereits im Aufwachraum begonnen. Nach Verlegung der Patienten auf die peripheren Pflegestationen wird die Schmerztherapie durch unseren Akut-Schmerz-Dienst bis zu mehreren Tagen weitergeführt.