
| Institutsdirektor (komm.): | Prof. Dr. Dietmar Kuhl |
| Stellv. des Direktors: | Prof. Dr. med. Christoph Heesen |
| Leitende MTA: | NN |
| Leitende Forschungsschwester: | Andrea Mönch |
| Geschäftsführerin: | Katja Husen |
Das Institut ist Teil des Zentrums für Molekulare Neurobiologie Hamburg. Seine Aufgaben sind die Krankenversorgung von Multiplen Sklerose (MS) Patienten in der MS Ambulanz und der MS Tagesklinik, die eng mit der Neurologischen Universitätsklinik verzahnt ist, sowie die Forschung und die akademische Lehre für Studenten auf den Gebieten der Neuroimmunologie, der MS und zu grundlagenwissenschaftlichen Themen. Das Institut ist besonders an der Entwicklung neuer Therapieverfahren für die MS und der Durchführung eigeninitiierter, klinischer Studien interessiert. Hierbei bestehen enge Kollaborationen mit anderen Abteilungen des UKE, insbesondere den Abteilungen für Knochenmarkstransplantation, Neuroradiologie und der Transfusionsmedizin.
Das Institut verfügt über besondere Erfahrung auf den Gebieten der molekularen Grundlagen komplexer genetischer Erkrankungen, insbesondere der MS. Diese umfassen genetische-, genomische-, tierexperimentelle-, und insbesondere zellulär-immunologische Methoden, sowie die Übersetzung experimenteller Befunde pathogenetischer Mechanismen in die klinische Anwendung. Zu den translationalen Aspekten sind besonders die Untersuchung von Biomarkern, zum Beispiel zum Responder-/Non-Responder Status auf bestimmte Therapien, die molekularen und zellbiologischen Wirkmechanismen bestehender und neuer Behandlungen und die Untersuchung der Krankheitsheterogenität mittels Bildgebungsverfahren (MRT), klinischen und laborexperimentellen Parametern zu erwähnen.
Wissenschaftler und Ärzte des Instituts führen grundlagenorientierte wissenschaftliche Projekte auf den Gebieten der zellulären und molekularen Immunologie durch. Diese beschäftigen sich mit der Erkennung von Autoantigenen, viralen und bakteriellen Antigenen und der Funktion verschiedener T Zellpopulationen und deren Oberflächenmolekülen sowie in Tiermodellen der MS als auch in humanen in vitro Systemen. Im klinischen Bereich stehen Aspekte der Versorgungsforschung (Rehabilitation, Patientenedukation, neue klinische Messparameter der Krankheitsaktivität), die Durchführung eigeninitiierter Phase I/IIa Studien sowie die Untersuchung der Krankheitsheterogenität der MS mittels MRT im Vordergrund. Eine Reihe oben bereits erwähnter Fragen gewährleistet die Übersetzung von Laborunter-suchungen in die Klinik und umgekehrt. Die Forschungsarbeiten des Instituts werden durch die Gemeinnützige Hertie Stiftung, die DFG, das BMBF, die EU, die National MS Society (USA) und projektorientierte Förderungen von Firmen (Merck & Serono, Biogen, Bayer-Schering, Teva) unterstützt.
Die MS stellt innerhalb der Neurologie ein wichtiges Krankheitsbild dar. Die besonderen Erfahrungen zu translationalen- und klinischen Aspekten auf der einen Seite sowie zu immunologischen Grundlagen der MS auf der anderen bilden einen Kernaspekt in der Lehre nicht nur im Rahmen von Vorlesungen für Studenten der Medizin und der Naturwissenschaften, sondern insbesondere der Ausbildung von Ärzten und Naturwissenschaftlern. Im Rahmen der Neuroimmunologie werden die besonderen Aspekte von Immunreaktionen im Nervensystem vermittelt. Darüberhinaus beinhaltet die der MS zugrunde liegende Pathogenese, die sowohl immunologische als auch neurobiologische (Myelin-, axonalen- und neuronalen Schaden, Gliaaktivierung) Aspekte umfasst, einen engen Austausch mit neurobiologischen Arbeitsgruppen am ZMNH. Die Besonderheit, an einem Institut neue Behandlungen zu entwickeln, deren Wirkmechanismen zu studieren und diese auch am Patienten einzusetzen, eröffnen den Studierenden und Mitarbeitern nach Graduierung Erfahrungen, die in den universitären Curricula bisher nicht abgebildet sind.