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 Außenansicht der Transfusionsmedizin; Empfangsbereich für Blutspender; Innenansicht Restaurant für Blutspender

Informationen für Blutspender des UKE

Sehr geehrte Blutspenderin, sehr geehrter Blutspender,

wir danken Ihnen, dass Sie sich als Blutspender am UKE zur Verfügung stellen wollen.

Bevor Sie zu Ihrer ersten Spende kommen, müssen wir durch eine Untersuchung sicherstellen, dass Sie das Blutspenden ohne gesundheitliches Risiko vertragen und mit Ihrem Blut keine Krankheiten auf den Patienten übertragen werden. Erst wenn alle Ergebnisse vorliegen, erhalten Sie eine Einladung zur ersten Spende oder eine Aufforderung zu einer Kontrolluntersuchung. Um zu vermeiden, dass Blutkonserven verfallen, Spender ihren nächsten Termin vergessen, oder aber früher als in den Richtlinien vorgeschrieben zur Spende erscheinen, bestellen wir unsere Spender schriftlich ein. Sie werden also, wenn alle Untersuchungen in Ordnung sind, etwa 2-4 Wochen nach der Voruntersuchung eine Spendeaufforderung von uns erhalten.

Wenn Sie längere Zeit nicht erreichbar sind
oder wenn sich Ihre Adresse oder Telefonnumer ändert, informieren Sie uns bitte (z.B. per Telefon oder Fax oder per Email).

Verhalten vor der Blutspende
Am Abend vor der Blutspende sollten Sie wenig oder keinen Alkohol zu sich nehmen, da dieser die anläßlich jeder Spende durchgeführten Kontrolluntersuchungen beeinflussen kann. Bitte meiden Sie am Tag der Blutspende fettreiche Speisen, kommen Sie aber nicht nüchtern, nehmen Sie lieber etwas mehr Flüssigkeit zu sich als sonst. Kommen Sie auch nicht zur Blutspende, wenn Sie sich nicht vollkommen gesund und leistungsfähig fühlen.

Mögliche Rückstellgründe von der Blutspende
Wenn einer der folgenden Punkte zutrifft, melden Sie sich in jedem Fall vor der Spende telefonisch bei uns, damit wir klären können, ob eine Rückstellung von der Spende erforderlich ist:

Für Blutspenderinnen:

Wichtig: Die o.g. Punkte können nicht alle denkbaren Gründe für eine mögliche Rückstellung von der Spende abdecken. Wenn Sie Zweifel an Ihrer Spendefährigkeit haben, melden Sie sich bitte in jedem Fall bei uns. Zusätzlich können Sie sich an den Fragen unseres Spendefragenbogens (Zwischenanmanese) orientieren.

Beachten Sie bitte, dass AIDS-und Hepatitis-Risikopersonen kein Blut spenden dürfen.

Zum Spendeablauf
Die Blutspender an unserer Klinik kommen in regelmäßigen Abständen zur Spende, Männer in der Regel alle 8 Wochen, Frauen alle 12 Wochen. Damit Sie diese Termine nicht vergessen, schicken wir Ihnen ca. 1 Woche vorher eine schriftliche Aufforderung zu, in der Ihr nächster Spendetermin genannt wird. Sollten Sie zu diesem Termin verhindert sein, so können sie gern - ohne uns vorher zu benachrichtigen - ein paar Tage später kommen. Sollte Sie mehr als 2 Wochen verhindert sein, melden Sie sich bitte telefonisch.

Bringen Sie bitte zur Spende immer Ihrern Personalausweis oder Ihrern Blutspenderausweis mit. Am Tag der Spende ziehen Sie im Warteraum eine Nummernmarke, nehmen einen Augenblick Platz und füllen bitte den dort ausliegenden Fragebogen aus. Wird Ihre Nummer aufgerufen, gehen Sie bitte zur Anmeldung, wo Ihre Personalien geprüft, Ihre Spendeunterlagen gedruckt werden und am Ohr kurz Ihre Temperatur gemessen wird. Entweder hier oder in einem der benachbarten Räume wird Ihr Blutdruck und Puls gemessen und der Entnahmearzt beurteilt Ihre Spendefähigkeit.

Im Entnahmeraum legen Sie sich auf eine bequeme Liege und es werden Ihnen aus einer Vene in der Ellenbeuge 450 ml Blut abgenommen. Weitere 30-50 ml benötigen wir, um die Laboruntersuchungen auf Infektionskrankheiten und das Blutbild durchzuführen. Die Entnahme dauert ungefähr 5 bis 10 Minuten.

Danach sollten Sie sich 10 Minuten auf einem Liegesessel ausruhen, um dann in den Imbiss zu gehen, wo Sie eine kleine Mahlzeit erwartet. Lassen Sie sich gut 20 Minuten Zeit dafür. Sie dürfen nämlich frühestens nach Ablauf einer halben Stunde wieder am Straßenverkehr teilnehmen.

Die Gesamtdauer Ihrer Blutspende beträgt etwa eine Stunde, in Ausnahmefällen auch ein wenig länger. In jedem Fall bemühen wir uns nach Kräften, etwaige Wartezeiten für Sie so kurz wie möglich zu halten.

Die nächste Aufforderung zum Blutspenden erhalten Sie dann in 8 bzw. 12 Wochen.

Mitteilung von Befunden
Die Ergebnisse der Blutuntersuchungen werden innerhalb von 2 Werktagen ärztlich beurteilt. Sollten sich irgendwelche Auffälligkeiten zeigen, die auf eine Beeinträchtigung Ihrer Gesundheit hindeuten, so werden Sie selbstverständlich umgehend von uns benachrichtigt. Wir bitten Sie dann entweder zu einer Kontrolluntersuchung bei uns oder aber empfehlen Ihnen, mit unseren Untersuchungsergebnissen Ihren Hausarzt aufzusuchen. Unauffällige Blutwerte werden Ihnen nicht gesondert mitgeteilt.

Eisenmangel
Eisen ist als Spurenelement ein unverzichtbarer Bestandteil des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin). Mit dem Blutspenden wird dem Körper also auch eine entsprechende Menge Eisen entzogen, die der Darm aus der Nahrung wieder aufnehmen muß. Das geht bei sehr vielen Menschen leider nur langsam, besonders Vegetarier und junge Frauen tun sich hier etwas schwer (bei letzteren kommt noch der Verlust durch die Regelblutung hinzu). Die Folge ist, dass der Körper auf seine Eisenreserven zurückgreifen muß, um nach der Blutspende die verlorene Blutmenge neu zu bilden. Wenn dann nach einigen Monaten oder Jahren diese Reserve erschöpft ist, kann der rote Blutfarbstoff nicht mehr in genügender Menge produziert werden und der Blutfarbstoffwert sinkt. In schweren Fällen nennt man dies Blutarmut.

Keine Sorge, soweit kommt es beim Blutspenden nicht! Denn vor der ersten und bei jeder weiteren Spende wird der Gehalt an rotem Blutfarbstoff geprüft. Bei niedrigen Werten erhalten Sie von uns Eisentabletten, mit denen Sie ihren Eisenverlust besser ausgleichen können als nur mit eisenreicher Nahrung allein. Diese Tabletten werden im allgemeinen sehr gut vertragen, außer eine Schwarzfärbung des Stuhls treten in der Regel keine Nebenwirkungen auf. Besonders empfindliche Menschen spüren auch mal ein Kneifen in der Magengegend. Aber sie können sich bei der bestimmungsgemäßer Einnahme keinen Schaden zuführen, da der Körper nur die benötigte Menge aufnimmt und der Rest einfach wieder ausgeschieden wird.

 

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Letzte Änderung: Andreas Plate, 15.08.2008