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Dienstleistungen des Instituts für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie

Spezialambulanz für sexuelle Gesundheit und Transgender Versorgung

Das therapeutische Angebot besteht für die folgenden Themen:

Das Versorgungsangebot der Spezialambulanz umfasst die Diagnostik und Behandlung im Rahmen einer von den Krankenkassen zugelassenen Institutsambulanz. Die Behandlungen werden von ÄrztInnen und PsychotherapeutInnen durchgeführt. Für eine Behandlung ist eine fachärztliche Überweisung nötig, möglichst aus den Fachgebieten Allgemeinmedizin, Gynäkologie, Urologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychotherapeutische Medizin. Die Überweisung richtet sich an die Psychiatrische Institutsambulanz des UKE, kurz: PIA UKE.

Angeboten werden diagnostische Abklärungen sowie nach Indikation und Kapazität Versorgung und Behandlung in Einzel-, Paar- und Gruppentherapien. Bei Bedarf erfolgt eine medikamentöse Behandlung.

Zur Anmeldung wenden Sie sich bitte an das Sekretariat des Instituts für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie, Frau Portugall: 040 74105 2225.

Sie erreichen das Sekretariat telefonisch zu folgenden Zeiten:
Dienstags von 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Mittwochs von 08.30 Uhr bis 11.30 Uhr
Donnerstags von 08.30 Uhr bis 11.30 Uhr und 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte an den Leiter der Spezialambulanz, Dr. Timo Nieder.

Interdisziplinäres Transgender Versorgungscentrum Hamburg

Menschen, die sich nicht eindeutig einem Geschlecht zuordnen oder deren Erleben von dem bei Geburt zugewiesenem Geschlecht abweicht, können mit dem Oberbegriff Transgender beschrieben werden. Leidet eine Person krankheitswertig unter der fehlenden oder beeinträchtigten Übereinstimmung zwischen ihren primären und sekundären Geschlechtsmerkmalen und dem eigenen Geschlechtserleben, kann von Geschlechtsdysphorie gesprochen werden. Eine überdauernde ausgeprägte Geschlechtsdysphorie sollte in einem multiprofessionellen Team behandelt, indem verschiedene Fachkräfte interdisziplinär zusammenarbeiten. Das Ziel der Behandlung liegt in der Linderung der Geschlechtsdysphorie und der Erhöhung der Lebensqualität. Neben der diagnostischen Einschätzung und der psychotherapeutischen Behandlung stehen Maßnahmen zur Veränderung der geschlechtsspezifischen Erscheinung im Vordergrund.

Das Interdisziplinäre Transgender Versorgungscentrum Hamburg (Interdisciplinary Transgender Health Care Center Hamburg, ITHCCH) ist in Deutschland die erste Einrichtung, in der die interdisziplinäre Behandlung der Geschlechtsdysphorie ebenso wie die allgemeine Gesundheitsversorgung von Transgender-Personen zentralisiert angeboten wird. Durch die Koordination  verschiedener Fächer sind seit der Gründung des ITHCCH im Oktober 2013 erstmals die Voraussetzungen geschaffen, eine ganzheitliche Gesundheitsversorgung für Transgender-Personen am UKE anzubieten. Neben dem Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie sind folgende Kliniken beteiligt: die Klinik und Poliklinik für Gynäkologie mit dem Brustzentrum und der Hormonsprechstunde, die Klinik und Poliklinik für Urologie, das Institut für Humangenetik, das Institut für Osteologie, die Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie mit der Lasersprechstunde, die Klinik und Poliklinik für Hör-, Stimm- und Sprachheilkunde bzw. die Deutsche Stimmklinik, sowie die Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde und für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Mit dem Zusammenschluss der verschiedenen Disziplinen sollen die Zugangswege zu den verschiedenen Behandlungen erleichtert, die Behandlungsqualität insgesamt verbessert und die Behandlungszufriedenheit von Transgender-Personen erhöht werden.

Der Erstkontakt zum Interdisziplinären Transgender Versorgungscentrum Hamburg erfolgt über das Sekretariat des Instituts für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie: Frau Portugall: 040 74105 2225

Gutachtertätigkeit

Es werden Gerichtsgutachten zu zivil- und sozialrechtlichen Fragen und Gutachten für Vornamens-  zu Personenstandsänderungen nach dem Transsexuellengesetz erstellt. Im Rahmen des Forensisch-Psychiatrischen Gutachterdienstes (FPG) werden Sexual- und andere Straftaten begutachtet. Das Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie ist die koordinierende Leitstelle des FPG am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.  
Kontakt über Frau Kieckbusch: Tel 040-7410-57914, Fax: 040-7410-7921

Präventionsambulanz

Das Aufgabenspektrum der Präventionsambulanz umfasst neben Diagnostik und Risikoeinschätzung vor allem die Behandlung von Personen mit Störungen der Sexualpräferenz oder Sexualdelinquenz in differenzierten Einzel- und Gruppenangeboten. Darüber hinaus bieten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig Schulungen und Vorträge zu verschiedenen sexualforensischen Themen an (mehr Informationen dazu finden Sie unter Fortbildung). Das interdisziplinäre Team der Präventionsambulanz setzt sich aus Psychologen und Medizinern mit unterschiedlichen Zusatzqualifikationen (verschiedene Psychotherapieschulen, Forensische Psychiatrie und Rechtspsychologie, Sexualtherapie, -medizin und -psychologie) zusammen.

Die ambulante Behandlung von Personen mit sexuellen Auffälligkeiten hat am Institut eine lang zurückreichende Tradition, die in der Vergangenheit maßgeblich durch die zwei der ehemaligen Direktoren des Instituts Eberhard Schorsch (1935-1991) und Wolfgang Berner initiiert und weiter entwickelt wurden.

Mittlerweile existieren in der Präventionsambulanz feste Behandlungsplätze für Menschen, deren sexuelle Interessen oder persönliche Eigenschaften zu starkem Leidensdruck oder sexuell auffälligem Verhalten führen. Es lassen sich dabei zwei Personenkreise unterscheiden:

Insgesamt orientiert sich die Behandlung sowohl an den Bedürfnissen unserer Klienten als auch am jeweiligen Risiko. Eine psychiatrische Versorgung sowie die bei einzelnen Klienten notwendige medikamentöse Unterstützung während der Behandlung sind zusätzlich gewährleistet. Regelmäßig wird die Qualität unserer Arbeit wissenschaftlich überprüft, kontinuierlich fließen die Ergebnisse internationaler Studien und Forschungsprojekte in unsere Arbeit mit ein.

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Letzte Änderung: Urszula Martyniuk, 23.04.2015