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Isolierung, Kultivierung und Charakterisierung humaner kornealer Endothelzellen
Die Hornhaut des menschlichen Auges besteht aus drei unterschiedlichen Zellschichten: außen wird sie begrenzt durch ein mehrschichtiges Epithel und zum Körperinneren durch ein einschichtiges Endothel. Dazwischen befindet sich eine ausgedehnte Matrix in der Keratozyten eingebettet sind. Diese Matrix besteht hauptsächlich aus Kollagen und hat die Tendenz, Wasser aufzunehmen. Eine starke Wassereinlagerung hat jedoch zur Folge, dass die Hornhaut eintrübt. Zur Aufrechterhaltung der Transparenz muss daher ständig Wasser aus dem Stroma entfernt werden. Dies geschieht durch die Aktivität von Ionenpumpen, die sich in der Außenmembran der Endothelzellen befinden. Umgekehrt führen Beeinträchtigungen des kornealen Endothels zu einer Eintrübung der Hornhaut und somit zum Verlust der Sehfähigkeit. Eine Selbstheilung des kornealen Endothels ist beim Menschen, im Gegensatz zur Situation bei vielen anderen Säugetieren, nicht vorhanden.
Zur näheren Untersuchung der Eigenschaften humaner kornealer Endothelzellen wurden in der Hamburger Hornhautbank Methoden entwickelt, mit denen diese Zellen isoliert und in der Zellkultur untersucht werden können. Ein wichtiges Ergebnis dieser Analysen ist die Erkenntnis, dass im Randbereich der Hornhaut teilungsfähige Zellen vorhanden sind. Somit besteht eventuell doch die Möglichkeit, das Endothel im Falle einer Schädigung vom Randbereich her zu regenerieren.