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Im Jahre 1981 wurde in der Augenklinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf die erste Deutsche Hornhautbank eingerichtet. Seither wurden hier weit über 9 000 Spenderhornhäute präpariert. Ein besonderes Augenmerk wurde von Beginn an auf die Qualität der für die Patienten bereitgestellten Hornhauttransplantate gelegt. Aus diesem Grunde wurde im Jahre 1985 die Kurzzeitkultivierung bei 4°C aufgegeben. Die seitdem ausschließlich angewandte Langzeitkultivierung ist heute in fast allen europäischen Hornhautbanken zur Standardmethode geworden.
Seit Ende 2008 ist die Hornhaut- und Amnionbank in das Institut für Rechtsmedizin übergegangen und bildet nun den Kern der neu aufzubauenden Transplantatgewebebank des UKE. Es besteht weiterhin eine enge Zusammenarbeit mit der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde des UKE.
Ursprünglich diente die Hamburger Hornhautbank ausschließlich der Versorgung der Patienten des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Hierin besteht auch weiterhin der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit. Daneben wurden jedoch auch Transplantate an 54 andere medizinische Zentren in 7 verschiedenen europäischen Staaten abgegeben. Für Patienten der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde des UKE beträgt die Wartezeit auf ein Hornhauttransplantat abhängig von der OP-Technik nur noch einige Monate bis wenige Wochen. Dies ist nicht zuletzt auf die hier erarbeitete Optimierung der Hornhautkultivierung, aber auch auf die Bereitschaft der Hamburger zur Hornhautspende zurückzuführen.
Bei oberflächlichen Hornhautdefekten kann eine Besserung oder gar Heilung durch Transplantation von Amnionmembran (innerer Eihaut) erzielt werden. Die menschliche Amnionmembran umgibt den wachsenden Embryo und enthält das Fruchtwasser. In Zusammenarbeit mit der Frauenklinik werden werdende Mütter um die Bereitschaft zur Spende des Mutterkuchens (Plazenta) nach erfolgter Geburt ihres Kindes gebeten. Die Amniomembranen werden dann in der Hornhautbank präpariert und bis zur Transplantation tiefgefroren gelagert.
Weitere Informationen zum Thema Organspende und Hornhauttransplantation erhalten sie vom Arbeitskreis Organspende und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft.