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Prädiktive Molekular Pathologie

Die Entwicklung von Medikamenten, welche spezifische Gen-Veränderungen in Tumoren attackieren (targeted therapy) wird das Feld der Pathologie in den nächsten Jahren wesentlich verändern. Im Gegensatz zu früheren Krebsmedikamenten, welche aufgrund von konventionell-histologischen oder klinischen Befunden bzw. empirisch ausgewählt wurden, ist es vor dem Einsatz von Gen-spezifischen Krebstherapien nötig, molekulare Untersuchungen am Tumorgewebe durchzuführen. Da die meisten Therapieziele zumindest in Ausnahmefällen bei praktisch allen Tumortypen aktiviert bzw. überexprimiert sein dürften, ist mit einer grossen Menge solcher prädiktiver molekularer Tumoruntersuchungen zu rechnen. Neben der grossen Menge wird eine hohe Qualität der Untersuchungen gefordert. Schliesslich entscheiden die molekularen Untersuchungen über den Einsatz von teueren und potentiell toxischen Medikamenten. Eine Akkreditierung/Zertifizierung der entsprechenden Laboratorien ist somit bedeutsam. Die Palette Gen-spezifischer Therapien für deren Indikationsstellung eine molekulare Tumoruntersuchung nötig macht, umfasst heute Glivec (Kit, PDGFR, andere Kinasen), Herceptin (HER-2) und anti-EGFR-Therapien.

Informationen zu gegenwärtig vorliegenden gezielten Krebstherapien sind nachstehend aufgezeigt:
- http://www.herceptin.de/
- http://www.glivec.ch/
- http://www.lungenkarzinom-info.de/index_ie.asp
- http://www.herceptin.com/herceptin/patient/d_status/status.htm
- http://www.drugdevelopment-technology.com/projects/erbitux/
- http://www.pathosuisse.com/

Zahlreiche in der Abteilung laufende Studien befassen sich mit bereits etablierten oder zukünftigen genspezifischen Tumortherapien.

 

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Letzte Änderung: Kirsten Barra, 01.03.2005