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Das Fach Pathologie (Die „Lehre von den Leiden/Krankheiten“) spielt naturgemäß in der Aus- und Weiterbildung von Ärzten eine große Rolle. Auch heute, 150 Jahre nach Rudolf Virchow´s erster Veröffentlichung zur „Cellularpathologie“, beruht die Klassifikation der Krankheiten noch im Wesentlichen auf der Morphologie (Lehre der Gestalt, der charakteristischen Merkmale einer Struktur, die sich erkennen- aber kaum messen lassen).
Unter dem Oberbegriff Lehre sind heutzutage folgende Teilgebiete zu verstehen:
Ausbildung (Studentenunterricht)
Pro Jahr werden im Fach Pathologie 360 Studentinnen und Studenten ausgebildet. Das Fach Pathologie wird in einem Trimester des klinischen Studienabschnitts gelehrt, genauer gesagt im Unterrichtsblock 3, der neben der Pathologie auch die Fächer Pharmakologie, Innere Medizin und Dermatologie enthält. Nach den Richtlinien der neuen Approbationsordnung besteht eine enge Verzahnung der Lehrinhalte der theoretischen Fächer mit der Klinik. Die Themen im Pathologie-Unterricht orientieren sich deshalb an den Inhalten der klinischen Leitsymptomvorlesung, die den gesamten Block 3 wie ein „roter Faden“ durchzieht. In den ersten 5 Wochen des Blocks werden vor allem Prinzipien der Krankheitsentstehung und deren Klassifikation abgehandelt (entsprechend der sog. „Allgemeinen Pathologie“). Danach liegt der thematische Schwerpunkt auf der Pathologie der Organsysteme (entsprechend der sog. „Speziellen Pathologie“). Nach vier einstündigen Vorlesungen zur Einführung in der ersten Trimesterwoche wird der Unterricht in den folgenden Wochen in Kleingruppen von je 20 Studierenden abgehalten. Dabei wechseln sich praktische Übungen am Mikroskop und Demonstrationen makroskopischer Befunde im Sektionssaal mit theoretischen und systematischen Lerninhalten ab. In der letzten Woche des Trimesters finden eine Klausur mit Multiple-Choice-Fragen und eine praktische Prüfung (zumeist am Mikroskop) statt.
Einzelheiten zum Stundenplan sowie zur Raum- und Dozentenverteilung finden sie HIER
oder am „Schwarzen Brett“ des Instituts
Studentinnen, die den Block 3 und damit den Pathologie-Unterricht absolviert haben, können nach Voranmeldung beim Prosektor des Instituts auf Wunsch an Autopsien und/oder an der täglichen Autopsiekonferenz um 11 Uhr (Gebäude N30, Demonstrationsraum) teilnehmen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Teilnahme an Klinisch-Pathologischen Konferenzen im Rahmen der Fortbildungsveranstaltungen (s.u.).
StudentInnen, die sich besonders für das Fach Pathologie interessieren, wird eine Famulatur in den Semesterferien (Anmeldung beim Prosektor) angeboten. Weiterhin besteht die Möglichkeit, ein Trimester des Praktischen Jahres (PJ) am Institut für Pathologie zu belegen.
Hier können sie sich die Pathologie Einführungsvorlesung (PowerPoint Präsentation) Downloaden. Diese sind ebenfalls in Moodle zu finden
Präsentation 1 (ca. 20 MB)
Präsentation 2 (ca. 18 MB)
Präsentation 3 (ca. 26 MB)
Präsentation 4 (ca. 14 MB)
Im Internet finden sich Angebote zur Ausbildung im Fach Pathologie unter:
http://www.pathologie-online.de/ (Pathologie-Kurs in Wort und Bild, teilweise mit Hamburger Präparaten)
http://www.unibas.ch/patho/ („Patho-Pic“-Eine Bilddatenbank der Pathologie)
Das Institut betreibt aktive Forschung in verschiedenen Gebieten, insbesondere Tumorpathologie und Molekularpathologie. Aus diesen Aktivitäten ergeben sich laufend Themen für interessante Doktorarbeiten. Interessenten melden sich bei Prof. Sauter für einen Besprechungstermin.
Die Weiterbildung zum Facharzt für Pathologie beträgt zurzeit sechs Jahre. Der Institutsdirektor besitzt die volle Weiterbildungsberechtigung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur Weiterbildung auf dem Gebiet der Molekularpathologie.
Im Rahmen der obligaten, lebenslangen Fortbildung werden von FachpathologInnen des Instituts in den verschiedenen Fortbildungszirkeln Vorträge gehalten. Weiterhin werden regelmäßige, Klinisch-Pathologische Konferenzen mit den einzelnen Kliniken des UKE und dem Albertinen-Krankenhaus abgehalten. Vorankündigungen hierzu sind im Hamburger Ärzteblatt oder im Vorlesungsverzeichnis der Universität Hamburg abgedruckt, oder werden am „Schwarzen Brett“ des Instituts für Pathologie ausgehängt.