Kooperationsprojekt zwischen dem Institut für molekulare Zellbiologie des UKE und dem Institut für Diabetologische Versorgungsforschung in der Asklepios Kliniken Hamburg GmbH und I. Medizinische Abteilung des AK St. Georg zum Thema:Molekulare Zusammenhänge zwischen postprandialem Fettstoffwechsel, Insulinresistenz und Diabetes: Verwertung krankheitsbezogener Forschung zur Früherkennung, Prävention und neuen TherapienProjektleitung: Prof. Ulrike Beisiegel, UKE und Prof. Dirk Müller-Wieland, Asklepios Klinik St. Georg
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Der Diabetes mellitus Typ 2 ist eines der wichtigsten gesundheitsökonomischen und -politischen Themen der heutigen Zeit. Viele Patienten mit Diabetes Typ 2 versterben frühzeitig an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall als Folge des erhöhten Blutzuckers, aber vor allem auch der erhöhten Blutfettwerte. Diabetes Typ 2 ist zusätzlich die häufigste Ursache für den Verlust des Augenlichtes oder einer Beinamputation. Durch den weltweiten Anstieg des Übergewichts als einem entscheidenden Risikofaktor für die Diabetesentwicklung ist in naher Zukunft mit einer Diabetesepidemie zu rechnen. Die Absicht unseres Forschungsprojektes ist es, diese Entwicklung zu verhindern.
Das Ziel des Forschungsvorhabens ist die Erkennung sehr früher pathophysiologischer Veränderungen insbesondere im Bereich des Lipidstoffwechsels. Durch die Erkennung früher Pathomechanismen können neue Biomarker (messbare Veränderungen im Körper, die als Indikatoren für Krankheiten gelten können) und Drug Targets (potentielle Wirkorte für Medikamente) gefunden werden. Daraus lassen sich Therapieansätze ableiten, aus denen diagnostische Tests und präventive Strategien entwickelt werden können.
Das Projekt soll zur Gründung eines Norddeutschen Stoffwechselzentrums führen, das sich langfristig interdisziplinär mit der Erforschung des Energiestoffwechsels und der Behandlung von Stoffwechselerkrankungen beschäftigt.
Die Koordination des Gesamtprojektes liegt bei Frau Dr. S. Schmid, die auch federführend die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit betreut sowie die Wissenschaftler bei der Drittmitteleinwerbung und forschungsbegleitenden Tätigkeiten unterstützt.
Das Projekt ist inhaltlich in drei Arbeitsbereiche klinisch orientierter Forschung gegliedert, die alle als Kooperation zwischen den beiden Partnereinrichtungen erfolgen:
- Medizinische Grundlagenforschung mit Zellkulturmodellen (Leitung im UKE: T. Achenbach)
- Einsatz von Tiermodellen für Studien zur Insulinresistenz (Leitung im UKE: L. Scheja)
- Klinische Studien und Präventionsstudien (Leitung im UKE: C. Altenburg)