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Unsere Forschung ist in 5 Arbeitsbereichen organisiert; diesen Arbeitsbereichen sind derzeit 15 Arbeitsgruppen zugeordnet. Die Koordination der Forschung liegt bei Holger Schulz und Martin Härter.
Leitung: Prof. Dr. Holger Schulz und Prof. Dr. Dr. Martin Härter
Im Arbeitsbereich "Versorgung bei psychischen Erkrankungen" untersuchen wir, inwieweit die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit psychischen Störungen durch wissenschaftliche Evidenz verbessert werden kann.
In Primärstudien ebenso wie in Analysen von Sekundärdaten und Metaanalysen fokussieren die Arbeitsgruppen Fragestellungen zu Bedarf und Inanspruchnahme fachspezifischer Angebote, zu Behandlungsprozessen in stationären und ambulanten Settings sowie zu Behandlungsergebnissen. Methodisch sollen geeignete Messinstrumente für den Einsatz in der klinischen Routine, adäquate statistische Modelle zur Modellierung vielfältiger Wechselwirkungen in der Versorgungspraxis sowie Designs entwickelt werden, die gleichermaßen kausale Aussagen zulassen und auf die Versorgung verallgemeinerbar sind.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Migrationshintergrund und der interkulturellen Öffnung im Gesundheitswesen.
Leitung: Prof. Dr. Dr. Karl-Heinz Schulz
Im Arbeitsbereich "Somatopsychische Wechselwirkungen" untersuchen wir psychologische Faktoren im Zusammenhang mit körperlichen Erkrankungen. In der Arbeitsgruppe "Transplantationspsychologie" geht es schwerpunktmäßig um den Einfluss terminaler Leber-, Nieren- und Herzerkrankungen auf psychisches Befinden und Lebensqualität von Patienten, in der Arbeitsgruppe "Psychoneuroimmunologie" um die Auswirkungen psychischer Belastungen auf Ätiologie und Verlauf von z.B. Autoimmunerkrankungen. Der Begriff "Wechselwirkungen" impliziert, dass auch die jeweils entgegengesetzte Wirkrichtung berücksichtigt wird: der Einfluss von Verhalten und Erleben auf den Verlauf somatischer Erkrankungen sowie Auswirkungen neuroimmunologischer Prozesse auf psychische Veränderungen.
Leitung: Prof. Dr. Monika Bullinger und Prof. Dr. Dr. Martin Härter
Forschungsprojekte im Arbeitsbereich Patientenorientierung fokussieren die Entwicklung und Evaluation von neuen Konzepten zur Verbesserung von Patientenbeteiligungen (Partizipative Entscheidungsfindung bzw. Shared Decision-Making). Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und Prüfung von Messinstrumenten zur krankheitsübergreifenden Erfassung der Lebensqualität von Erwachsenen und Kindern. Auch Themen der Entwicklung von Instrumenten und Methoden zur Bestimmung von Zufriedenheit mit der gesundheitlichen Versorgung bzw. der Arbeit in Einrichtungen der Gesundheitsversorgung werden behandelt.
Leitung: Pof. Dr. Dr. Martin Härter
Zielsetzung der Forschungsvorhaben im Bereich Prävention ist es, meist komplexe Interventionen auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen, erfolgversprechende Präventionsmaßnahmen und die jeweilige Forschungsmethodik weiter zu entwickeln, Methoden zur Qualitätssicherung zu erarbeiten oder Zugangswege zu bestimmten Zielgruppen zu bestimmen.
Zielsetzung der Projekte in Sucht- und Rehabilitationsforschung sind psychodiagnostische Fragestellungen sowie darauf aufbauend die Ermittlung des potentiellen Behandlungsbedarfs bei Patienten mit substanzbezogenen Störungen. Ein weiterer Fokus liegt auf der Umsetzung der International Classification of Functioning (ICF) im Bereich der Rehabilitation.
Leitung: Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus
Psychoonkologie beschäftigt sich mit allen psychosozialen Faktoren, die in Zusammenhang mit einer Krebserkrankung eine Rolle spielen können, sowohl bei der Entstehung als auch bei der Krankheitsverarbeitung sowie im Verlauf der Erkrankung (während und nach Behandlung). Psychoonkologische Forschung ist dementsprechend vielfältig und untersucht psychosoziale Faktoren in Zusammenhang mit ätiologischen Fragestellungen ebenso wie in Bezug auf Prävention, Früherkennung, Diagnostik, Behandlung, Rehabilitation und Palliation.