|
A:
| Kenngröße |
AMIKACIN |
| Probenmaterial |
Serum |
| Patientenvorbereitung |
Maximale Serumkonzentration (max): 1 Std. nach einer i.m. Dosis bzw. 0,5 Std. nach einer i.v. Infusion. Minimale Serumkonzentration (min): unmittelbar vor einer Dosis. |
| Therapeutischer Bereich |
min. 5 - 10 mg/l max. 20 - 25 mg/l |
| Störfaktoren |
Wegen einer möglichen in-vitro-Inaktivierung von Aminoglykosiden durch Penizilline und Cephalosporine, Blut von Patienten mit entsprechender Kombinationstherapie sofort untersuchen lassen bzw. einfrieren (bitte auf dem Anforderungsschein vermerken). |
| Hinweise zu Indikation und Beurteilung |
Eliminationshalbwertzeit: individuell sehr verschieden (ca. 2 Std.). Die Gewebehalbwertzeit liegt weit über der Serumhalbwertzeit und beträgt bis zu 109 Std. Serumproteinbindung: <10% Ausscheidung zu 90% unverändert renal. |
| Resultatmitteilung |
Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft, sonst am nächsten Tag. Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache |
| Personal- und Sachmittelaufwand |
++ |
B:
C:
| Kenngröße |
CARBAMAZEPIN |
| Probenmaterial |
Serum |
| Patientenvorbereitung |
Blutentnahme vor einer Dosis |
| Therapeutischer Bereich |
Monotherapie: 8 - 12 mg/l
Kombinationstherapie: 4 - 8 mg/l |
| Störfaktoren |
Ca. 10% Kreuzreaktivität zu trizyklischen Antideppressiva (Nortriptylin, Amitriptylin) |
| Hinweise zu Indikation und Beurteilung |
Eliminationshalbwertzeit: 10-25 Std. Das steady-state wird nach 2-6 Tagen oraler Langzeitbehandlung erreicht. Serumproteinbindung: ca. 70 - 80% Überwiegend hepatische Metabolisierung, welche durch Carbamazepin, Phenobarbital und Phenytoin induzierbar ist. |
| Resultatmitteilung |
Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft, sonst am nächsten Tag. Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache. |
| Personal- und Sachmittelaufwand |
++ |
| Kenngröße |
CYCLOSPORIN A (CsA) |
| Probenmaterial |
EDTA-Vollblut |
| Patientenvorbereitung |
Blutentnahme vor einer Dosis oder 2 Stunden nach Gabe oder Tagesprofil
|
| Therapeutischer Bereich |
Abhängig von der Indikation und von der Untersuchungsmethode: -Monoklonal, bzw. Massenspektrometrie (erfasst die Ausgangssubstanz) im Haus wird Mit Massenspektrometer gemessen (LC/MSMS) -Polyklonal (erfasst die Ausgangssubstanz und die Metabolite) |
| Störfaktoren |
Störfaktoren nicht bekannt |
| Hinweise zu Indikation und Beurteilung |
Die Bioverfügbarkeit oral verabreichten Cyclosporins steigt in der Regel im Laufe der Behandlung an. Dermassenspektrometrische Analyse erfasst ausschließlich die Muttersubstanz Cyclosporin A. Der polyklonale Assay hingegen erfasst neben Cyclosporin A multiple, teils aktive Metabolite mit hoher Kreuzreaktivität. Aufgrund der potentiellen immunsuppressiven und toxischen Wirkung von CsA-Metaboliten kann es bei Störungen der Leber- und Nierenfunktion sinnvoll sein, die mit dem Massenspaktrometer und kreuzreagierenden polyklonalen Test ermittelten Werte zu vergleichen, um Hinweise auf Störungen des Metabolismus und der Ausscheidung zu erhalten. Eliminationshalbwertzeit: ca. 6 Std., bei Kindern meist kürzer, nach Nierentransplantation ca. 11 Std., bei Leberzirrhose ca. 20 Std. Multiple pharmakokinetische Interaktionen zwischen Cyclosporin A und anderen Pharmaka (z.B. Phenytoin, Phenobarbital, Steroide). |
Probenannahme
|
Bei Medikamentgabe in Form von Kurz- oder Dauerinfusionen soll die Probengewinnung aus einem anderen Zugang gewonnen werden, da CsA stark an Plastik haftet und ggf. zu falsch höhen Werten führt |
| Resultatmitteilung |
Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft, sonst am nächsten Tag. Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache.
|
| Personal- und Sachmittelaufwand |
+++ |
D:
| Kenngröße |
DIGITOXIN |
| Probenmaterial |
Serum |
| Patientenvorbereitung |
Blutentnahme mindestens 8-24 Std. nach letzter oraler bzw. 6-8 Std. nach letzter i.v. Medikation (initiale Verteilungsphase). |
| Therapeutischer Bereich |
13 - 25 µg/l |
| Störfaktoren |
Ca. 10% Kreuzreaktivität zu Digoxin |
| Hinweise zu Indikation und Beurteilung |
Eliminationshalbwertzeit: 6-8 Tage Serumproteinbindung: ca. 95% Vorwiegend hepatische Metabolisierung, zu 30% renale Elimination. Im oberen therapeutischen Bereich können bei entsprechender Disposition bereits Überdosierungserscheinungen auftreten. |
| Resultatmitteilung |
Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft, sonst am nächsten Tag. Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache. |
| Personal- und Sachmittelaufwand |
++ |
| Kenngröße |
DIGOXIN |
| Probenmaterial |
Serum |
| Patientenvorbereitung |
Blutentnahme mindestens 8-24 Std. nach letzter oraler bzw. 6-8 Std. nach letzter i.v. Medikation (initiale Verteilungsphase). |
| Therapeutischer Bereich |
0,9 - 2,2 µg/l |
| Störfaktoren |
Ca. 10% Kreuzreaktivität zu Digitoxin; subtherapeutische Digitoxinspiegel führen bereits zu einer deutlichen Interferenz (z.B. Umstellung einer Digoxin- auf Digitoxintherapie). |
| Hinweise zu Indikation und Beurteilung |
Eliminationshalbwertzeit: ca. 40 Std. Serumproteinbindung: ca. 24% Elimination vorwiegend renal; im oberen therapeutischen Bereich können bei entsprechender Disposition bereits Überdosierungserscheinungen auftreten. |
| Resultatmitteilung |
Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft, sonst am nächsten Tag. Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache. |
| Personal- und Sachmittelaufwand |
++ |
E:
| Kenngröße |
ETHOSUXIMID |
| Probenmaterial |
Serum |
| Patientenvorbereitung |
Blutentnahme im Dosierungsintervall |
| Therapeutischer Bereich |
40 - 100 mg/l |
| Störfaktoren |
Triglyceride > 650 mg/dl |
| Hinweise zu Indikation und Beurteilung |
Eliminationshalbwertzeit: Erwachsene: ca. 60 Std. Kinder: ca. 30 Std. Erreichen des Steady-State bei oraler Langzeitbehandlung nach 1-2 Wochen Peak-Konzentration: ca. 3 Std. nach oraler Dosis Serumproteinbindung: nicht relevant Überwiegend hepatische Metabolisierung |
| Resultatmitteilung |
Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft, sonst am nächsten Tag. Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache. |
| Personal- und Sachmittelaufwand |
++ |
| Kenngröße |
EVEROLIMUS (Certican)
|
| Probenmaterial |
EDTA-Vollblut |
| Patientenvorbereitung |
Blutentnahme vor einer Dosis
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| Therapeutischer Bereich |
Abhängig von der Indikation und von der Untersuchungsmethode. (Im Haus LC/MSMS) Der behandelnde Arzt muss aufgrund seiner klinischen Beurteilung eigene Normalbereiche für seine Patienten erstellen. |
| Störfaktoren |
Störfaktoren nicht bekannt |
| Resultatmitteilung |
Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft, sonst am nächsten Tag. Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache. |
| Personal- und Sachmittelaufwand |
+++ |
F:
| Kenngröße |
FK 506 (TACROLIMUS) |
| Probenmaterial |
EDTA-Vollblut |
| Patientenvorbereitung |
Blutentnahme vor einer Dosis |
| Therapeutischer Bereich |
Abhängig von der Indikation und von der Untersuchungsmethode. (Im Haus LC/MSMS) Der behandelnde Arzt muss aufgrund seiner klinischen Beurteilung eigene Normalbereiche für seine Patienten erstellen. |
| Störfaktoren |
Störfaktoren nicht bekannt |
| Hinweise zu Indikation und Beurteilung |
Einzelne FK 506-Werte im Vollblut können nicht als einziges Kriterium verwendet werden, um eine Änderung der Behandlung vorzunehmen. Es besteht keine eindeutige Beziehung zwischen der FK 506-Dosierung, der FK 506-Konzentration im Vollblut und den Nebenwirkungen (z.B. Abstoßung, Nephrotoxizität) oder der Abstoßungsreaktion. Dies ist während der ersten drei Wochen nach der Transplantation am deutlichsten, wenn unerwünschte Nebenwirkungen am häufigsten auftreten und das pharmakologische Profil von FK 506 sich am meisten ändert. |
Probenannahme
|
Bei Medikamentgabe in Form von Kurz- oder Dauerinfusionen soll die Probengewinnung aus einem anderen Zugang gewonnen werden, da FK506 stark an Plastik haftet und ggf. zu falsch höhen Werten führt. |
| Resultatmitteilung |
Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft, sonst am nächsten Tag. Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache. |
| Personal- und Sachmittelaufwand |
+++ |
G:
| Kenngröße |
GENTAMYCIN |
| Probenmaterial |
Serum |
| Patientenvorbereitung |
Maximale Serumkonzentration (max): 1 Std. nach einer i.m. Dosis bzw. 0,5 Std. nach einer i.v. Infusion. Minimale Serumkonzentration (min): unmittelbar vor einer Dosis. |
| Therapeutischer Bereich |
min. 0,5 - 2,0 mg/l max. 6,0 - 10,0 mg/l |
| Störfaktoren |
Wegen einer möglichen in-vitro-Inaktivierung von Aminoglykosiden durch Penizilline und Cephalosporine, Blut von Patienten mit entsprechender Kombinationstherapie sofort untersuchen lassen bzw. einfrieren (bitte auf dem Anforderungsschein vermerken). |
| Hinweise zu Indikation und Beurteilung |
Eliminationshalbwertzeit: individuell sehr verschieden (ca. 3 Std.). Die Gewebehalbwertzeit liegt weit über der Serumhalbwertzeit und beträgt bis zu 109 Std. Hinweise auf Gewebeakkumulation liefert die minimale Serumkonzentration. Serumproteinbindung: <10% Ausscheidung zu 90% unverändert renal |
| Resultatmitteilung |
Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft, sonst am nächsten Tag. Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache. |
| Personal- und Sachmittelaufwand |
++ |
H:
I:
J:
K:
L:
M:
| Kenngröße |
METHOTREXAT |
| Probenmaterial |
Serum |
| Therapeutischer Bereich |
Der therapeutische Bereich ist abhängig vom Therapieprotokoll. Konzentrationsbestimmungen dienen in erster Linie der Überwachung der Ausscheidungskinetik zur individuellen Anpassung der Antidotgabe (Leucovorin). Bei Überschreiten folgender Schwellenwerte ist - in Abwesenheit von Leucovorin - mit toxischen Nebenwirkungen zu rechnen: > 5.0 µMol/l 24 Std. nach Infusionsbeginn > 0.5 µMol/l 48 Std. > 0.05 µMol/l 72 Std. |
| Störfaktoren |
nicht bekannt |
| Hinweise zu Indikation und Beurteilung |
|
| Resultatmitteilung |
Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft, sonst am nächsten Tag. Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache. |
| Personal- und Sachmittelaufwand |
++ |
N:
O:
P:
| Kenngröße |
PHENOBARBITAL |
| Probenmaterial |
Serum |
| Patientenvorbereitung |
Blutentnahme während des Dosierungsintervalls |
| Therapeutischer Bereich |
15 - 40 mg/l |
| Störfaktoren |
nicht bekannt |
| Hinweise zu Indikation und Beurteilung |
Eliminationshalbwertzeit: Erwachsene: 50 -120 Std. Kinder: 40 - 70 Std. Peak-Konzentration: 6 - 18 Std. nach oraler Dosis Erreichen des steady-state bei Langzeitbehandlung: - Säuglinge/Kinder: nach 8 - 15 Tagen - Jugendliche/Erwachsene: nach 10 - 25 Tagen Serumproteinbindung: ca. 50% Ca. 80% hepatische Metabolisierung und 20% renale Elimination. Aufgrund der Induktion mikrosomaler hepatischer Enzyme kann Phenobarbital den Metabolismus anderer Pharmaka (z.B. Phenytoin) beeinflussen. Bei gleichzeitiger Gabe von Valproinsäure Verdrängung von Phenobarbital aus der Serumeiweißbindung. |
| Resultatmitteilung |
Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft, sonst am nächsten Tag. Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache. |
| Personal- und Sachmittelaufwand |
++ |
| Kenngröße |
PHENYTOIN |
| Probenmaterial |
Serum |
| Patientenvorbereitung |
Blutentnahme während des Dosierungsintervalls |
| Therapeutischer Bereich |
10 - 20 mg/l |
| Störfaktoren |
nicht bekannt |
| Hinweise zu Indikation und Beurteilung |
Eliminationshalbwertzeit: überproportionaler Anstieg bei steigender Dosierung (ca. 6 - 24 Std.) Peak-Konzentration: ca. 3 - 12 Std. nach oraler Gabe Erreichen des Steady-State bei Langzeitbehandlung nach 8 - 50 Tagen Serumproteinbindung: ca. 90% Bei gleichzeitiger Gabe von Valproinsäure Verdrängung von Phenytoin aus der Serumeiweißbindung. Überwiegend hepatische Elimination Erhöhung der Metabolisierungsrate durch Carbamazepin und Phenobarbital. |
| Resultatmitteilung |
Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft, sonst am nächsten Tag. Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache. |
| Personal- und Sachmittelaufwand |
++ |
| Kenngröße |
PRIMIDON |
| Probenmaterial |
Serum |
| Patientenvorbereitung |
Blutentnahme für Minimalspiegel vor, für Maximalspiegel 1 - 4 Std. nach einer oralen Dosis. |
| Therapeutischer Bereich |
5 - 15 mg/l |
| Störfaktoren |
nicht bekannt |
| Hinweise zu Indikation und Beurteilung |
Eliminationshalbwertzeit: 6 - 12 Std. Peak-Konzentration: 3 Std. nach oraler Dosis Steady State bei oraler Langzeitmedikation: Primidon nach ca. 2 Tagen, Phenobarbital nach 10 - 25 Tagen Primidon wird zum Teil zu Phenobarbital metabolisiert, welches wegen seiner langen Halbwertzeit akkumuliert und toxische Konzentrationen erreichen kann. Daher ist die zusätzliche Überwachung des Phenobarbitalspiegels empfehlenswert. Beschleunigte Metabolisierung bei gleichzeitiger Gabe von Phenytoin und verminderte Metabolisierung bei Gabe von Isoniazid. |
| Resultatmitteilung |
Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft, sonst am nächsten Tag. Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache. |
| Personal- und Sachmittelaufwand |
++ |
| Kenngröße |
THEOPHYLLIN |
| Probenmaterial |
Serum |
| Patientenvorbereitung |
Blutentnahme vor nächster Dosis |
| Therapeutischer Bereich |
als Bronchospasmolytikum: 10 - 20 mg/l |
| Hinweise zu Indikation und Beurteilung |
Eliminationshalbwertzeit: 3 - 12 Std. Serumproteinbindung: ca. 50% Elimination hepatisch und renal Bei gleichzeitiger Gabe von Cimetidin, Erythromycin oder Allopurinol herabgesetzte Theophyllin-Clearance. |
| Resultatmitteilung |
Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft, sonst am nächsten Tag. Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache. |
| Personal- und Sachmittelaufwand |
++ |
Q:
R:
S: |