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D R U G M O N I T O R I N G

Telefonnummer für Rückfragen:  040-7410-53952

Allgemeine Hinweise

Analyten nach alphabetischer Reihenfolge


Allgemeine Hinweise

Zur Interpretation der Serumkonzentration eines Pharmakons wird der sog. therapeutische Bereich herangezogen. Bei Serumkonzentrationen innerhalb dieses Bereiches sind in der Mehrzahl therapeutische Effekte zu erwarten, während oberhalb des therapeutischen Bereiches gehäuft toxische Nebenwirkungen auftreten.

In der Literatur finden sich für diese Bereiche z.T. unterschiedliche Angaben. Daher stellen therapeutische Bereiche nur eine grobe Rahmenempfehlung dar. Die Grenzen des therapeutischen Bereiches können sich bei zusätzlicher Einnahme von Pharmaka mit synergistischen oder antagonistischen Wirkungen, bei Entwicklung einer Toleranz oder bei Induktion von abbauenden Enzymen durch andere Pharmaka verschieben. Auch muß die Akkumulation aktiver Metabolite (z.B. bei Primidon) bei der Interpretation berücksichtigt werden. Ebenso muß beachtet werden, daß sich die Proteinbindung von Pharmaka bei gleichzeitiger Gabe von Substanzen mit ebenfalls hoher Proteinbindung sowie bei Hypalbuminämie, Urämie und Lebererkrankungen ändern kann, so daß die Konzentration des freien Pharmakons erheblich ansteigt und selbst im therapeutischen Bereich toxische Wirkungen auftreten.
Darüber hinaus ist der richtige Zeitpunkt der Entnahme der Blutprobe für die Interpretation besonders wichtig. Bei Langzeitbehandlung sollten die Blutproben im Steady state (nach Behandlung mit konstanter Dosis über 4 - 5 Halbwertzeiten) entnommen werden. Bei Pharmaka mit enger therapeutischer Breite, kurzer Halbwertzeit und Gefahr der Gewebeakkumulation (z.B. Aminoglykoside) sollten die Blutproben zum Zeitpunkt der Minimal- (unmittelbar vor einer Dosis) und Maximal- (0,5 - 1 Std. nach einer Dosis) Konzentration entnommen werden. Hierbei liefert die Minimalkonzentration Hinweise auf die Gewebeakkumulation. Bei intravenöser Applikation muss bis zum Zeitpunkt der Blutentnahme die initiale Verteilungsphase abgewartet werden, die, wenn nicht anders angegeben, ca. 1 - 2 Std. beträgt.

Analyten nach alphabetischer Reihenfolge:

 

A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z

 

A:

Kenngröße AMIKACIN
Probenmaterial Serum
Patientenvorbereitung Maximale Serumkonzentration (max): 1 Std. nach einer i.m. Dosis bzw. 0,5 Std. nach einer i.v. Infusion.
Minimale Serumkonzentration (min): unmittelbar vor einer Dosis.
Therapeutischer Bereich min.    5 - 10 mg/l
max. 20 - 25 mg/l
Störfaktoren Wegen einer möglichen in-vitro-Inaktivierung von Aminoglykosiden durch Penizilline und Cephalosporine, Blut von Patienten mit entsprechender Kombinationstherapie sofort untersuchen lassen bzw. einfrieren (bitte auf dem Anforderungsschein vermerken).
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Eliminationshalbwertzeit: individuell sehr verschieden (ca. 2 Std.).
Die Gewebehalbwertzeit liegt weit über der Serumhalbwertzeit und beträgt bis zu 109 Std.
Serumproteinbindung: <10%
Ausscheidung zu 90% unverändert renal.
Resultatmitteilung Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft,
sonst am nächsten Tag.
Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache
Personal- und Sachmittelaufwand ++

B:

C:

Kenngröße CARBAMAZEPIN
Probenmaterial Serum
Patientenvorbereitung Blutentnahme vor einer Dosis
Therapeutischer Bereich Monotherapie: 8 - 12 mg/l

Kombinationstherapie: 4 - 8 mg/l

Störfaktoren Ca. 10% Kreuzreaktivität zu trizyklischen Antideppressiva (Nortriptylin, Amitriptylin)
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Eliminationshalbwertzeit: 10-25 Std.
Das steady-state wird nach 2-6 Tagen oraler Langzeitbehandlung erreicht.
Serumproteinbindung: ca. 70 - 80%
Überwiegend hepatische Metabolisierung, welche durch Carbamazepin, Phenobarbital und Phenytoin induzierbar ist.
Resultatmitteilung Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft,
sonst am nächsten Tag.
Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache.
Personal- und Sachmittelaufwand ++

 

Kenngröße CYCLOSPORIN A (CsA)
Probenmaterial EDTA-Vollblut
Patientenvorbereitung Blutentnahme vor einer Dosis oder 2 Stunden nach Gabe oder Tagesprofil
Therapeutischer Bereich Abhängig von der Indikation und von der Untersuchungsmethode:
-Monoklonal, bzw. Massenspektrometrie (erfasst die Ausgangssubstanz) im Haus wird Mit Massenspektrometer gemessen (LC/MSMS)
-Polyklonal (erfasst die Ausgangssubstanz und die Metabolite)
Störfaktoren Störfaktoren nicht bekannt
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Die Bioverfügbarkeit oral verabreichten Cyclosporins steigt in der Regel im Laufe der Behandlung an. Dermassenspektrometrische Analyse erfasst ausschließlich die Muttersubstanz Cyclosporin A.
Der polyklonale Assay hingegen erfasst neben Cyclosporin A multiple, teils aktive Metabolite mit hoher Kreuzreaktivität. Aufgrund der potentiellen immunsuppressiven und toxischen Wirkung von CsA-Metaboliten kann es bei Störungen der Leber- und Nierenfunktion sinnvoll sein, die mit dem Massenspaktrometer und kreuzreagierenden polyklonalen Test ermittelten Werte zu vergleichen, um Hinweise auf Störungen des Metabolismus und der Ausscheidung zu erhalten.
Eliminationshalbwertzeit: ca. 6 Std., bei Kindern meist kürzer, nach Nierentransplantation ca. 11 Std., bei Leberzirrhose ca. 20 Std.
Multiple pharmakokinetische Interaktionen zwischen Cyclosporin A und anderen Pharmaka (z.B. Phenytoin, Phenobarbital, Steroide).
Probenannahme
Bei Medikamentgabe in Form von Kurz- oder Dauerinfusionen soll die Probengewinnung aus einem anderen Zugang gewonnen werden, da CsA stark an Plastik haftet und ggf. zu falsch höhen Werten führt
Resultatmitteilung Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft,
sonst am nächsten Tag.
Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache.
Personal- und Sachmittelaufwand +++

D:

Kenngröße DIGITOXIN
Probenmaterial Serum
Patientenvorbereitung Blutentnahme mindestens 8-24 Std. nach letzter oraler bzw. 6-8 Std. nach letzter i.v. Medikation (initiale Verteilungsphase).
Therapeutischer Bereich 13 - 25 µg/l
Störfaktoren Ca. 10% Kreuzreaktivität zu Digoxin
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Eliminationshalbwertzeit: 6-8 Tage
Serumproteinbindung: ca. 95%
Vorwiegend hepatische Metabolisierung, zu 30% renale Elimination.
Im oberen therapeutischen Bereich können bei entsprechender Disposition bereits Überdosierungserscheinungen auftreten.
Resultatmitteilung Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft,
sonst am nächsten Tag.
Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache.
Personal- und Sachmittelaufwand ++

 

Kenngröße DIGOXIN
Probenmaterial Serum
Patientenvorbereitung Blutentnahme mindestens 8-24 Std. nach letzter oraler bzw. 6-8 Std. nach letzter i.v. Medikation (initiale Verteilungsphase).
Therapeutischer Bereich 0,9 - 2,2 µg/l
Störfaktoren Ca. 10% Kreuzreaktivität zu Digitoxin; subtherapeutische Digitoxinspiegel führen bereits zu einer deutlichen Interferenz (z.B. Umstellung einer Digoxin- auf Digitoxintherapie).
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Eliminationshalbwertzeit: ca. 40 Std.
Serumproteinbindung: ca. 24%
Elimination vorwiegend renal; im oberen therapeutischen Bereich können bei entsprechender Disposition bereits Überdosierungserscheinungen auftreten.
Resultatmitteilung Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft,
sonst am nächsten Tag.
Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache.
Personal- und Sachmittelaufwand ++

E:

Kenngröße ETHOSUXIMID
Probenmaterial Serum
Patientenvorbereitung Blutentnahme im Dosierungsintervall
Therapeutischer Bereich 40 - 100 mg/l
Störfaktoren Triglyceride > 650 mg/dl
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Eliminationshalbwertzeit:
Erwachsene: ca. 60 Std.
Kinder: ca. 30 Std.
Erreichen des Steady-State bei oraler Langzeitbehandlung nach 1-2 Wochen
Peak-Konzentration: ca. 3 Std. nach oraler Dosis
Serumproteinbindung: nicht relevant
Überwiegend hepatische Metabolisierung
Resultatmitteilung Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft,
sonst am nächsten Tag.
Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache.
Personal- und Sachmittelaufwand ++

 

Kenngröße EVEROLIMUS (Certican)
Probenmaterial EDTA-Vollblut
Patientenvorbereitung Blutentnahme vor einer Dosis
Therapeutischer Bereich Abhängig von der Indikation und von der Untersuchungsmethode. (Im Haus LC/MSMS)
Der behandelnde Arzt muss aufgrund seiner klinischen Beurteilung eigene Normalbereiche für seine Patienten erstellen.
Störfaktoren Störfaktoren nicht bekannt
Resultatmitteilung Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft,
sonst am nächsten Tag.
Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache.
Personal- und Sachmittelaufwand +++

 

F:

Kenngröße FK 506 (TACROLIMUS)
Probenmaterial EDTA-Vollblut
Patientenvorbereitung Blutentnahme vor einer Dosis
Therapeutischer Bereich Abhängig von der Indikation und von der Untersuchungsmethode. (Im Haus LC/MSMS)
Der behandelnde Arzt muss aufgrund seiner klinischen Beurteilung eigene Normalbereiche für seine Patienten erstellen.
Störfaktoren Störfaktoren nicht bekannt
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Einzelne FK 506-Werte im Vollblut können nicht als einziges Kriterium verwendet werden, um eine Änderung der Behandlung vorzunehmen. Es besteht keine eindeutige Beziehung zwischen der FK 506-Dosierung, der FK 506-Konzentration im Vollblut und den Nebenwirkungen (z.B. Abstoßung, Nephrotoxizität) oder der Abstoßungsreaktion. Dies ist während der ersten drei Wochen nach der Transplantation am deutlichsten, wenn unerwünschte Nebenwirkungen am häufigsten auftreten und das pharmakologische Profil von FK 506 sich am meisten ändert.
Probenannahme
Bei Medikamentgabe in Form von Kurz- oder Dauerinfusionen soll die Probengewinnung aus einem anderen Zugang gewonnen werden, da FK506 stark an Plastik haftet und ggf. zu falsch höhen Werten führt.
Resultatmitteilung Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft,
sonst am nächsten Tag.
Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache.
Personal- und Sachmittelaufwand +++

G:

Kenngröße GENTAMYCIN
Probenmaterial Serum
Patientenvorbereitung Maximale Serumkonzentration (max): 1 Std. nach einer i.m. Dosis bzw. 0,5 Std. nach einer i.v. Infusion.
Minimale Serumkonzentration (min): unmittelbar vor einer Dosis.
Therapeutischer Bereich min. 0,5 - 2,0 mg/l
max. 6,0 - 10,0 mg/l
Störfaktoren Wegen einer möglichen in-vitro-Inaktivierung von Aminoglykosiden durch Penizilline und Cephalosporine, Blut von Patienten mit entsprechender Kombinationstherapie sofort untersuchen lassen bzw. einfrieren (bitte auf dem Anforderungsschein vermerken).
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Eliminationshalbwertzeit: individuell sehr verschieden (ca. 3 Std.).
Die Gewebehalbwertzeit liegt weit über der Serumhalbwertzeit und beträgt bis zu 109 Std.
Hinweise auf Gewebeakkumulation liefert die minimale Serumkonzentration.
Serumproteinbindung: <10%
Ausscheidung zu 90% unverändert renal
Resultatmitteilung Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft,
sonst am nächsten Tag.
Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache.
Personal- und Sachmittelaufwand ++

H:

I:

J:

K:

L:

M:

Kenngröße METHOTREXAT
Probenmaterial Serum
Therapeutischer Bereich Der therapeutische Bereich ist abhängig vom Therapieprotokoll. Konzentrationsbestimmungen dienen in erster Linie der Überwachung der Ausscheidungskinetik zur individuellen Anpassung der Antidotgabe (Leucovorin).
Bei Überschreiten folgender Schwellenwerte ist - in Abwesenheit von Leucovorin - mit toxischen Nebenwirkungen zu rechnen:
> 5.0 µMol/l 24 Std. nach Infusionsbeginn
> 0.5 µMol/l 48 Std.
> 0.05 µMol/l 72 Std.
Störfaktoren nicht bekannt
Hinweise zu Indikation und Beurteilung  
Resultatmitteilung Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft,
sonst am nächsten Tag.
Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache.
Personal- und Sachmittelaufwand ++

N:

O:

P:

Kenngröße PHENOBARBITAL
Probenmaterial Serum
Patientenvorbereitung Blutentnahme während des Dosierungsintervalls
Therapeutischer Bereich 15 - 40 mg/l
Störfaktoren nicht bekannt
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Eliminationshalbwertzeit:
Erwachsene: 50 -120 Std.
Kinder: 40 - 70 Std.
Peak-Konzentration: 6 - 18 Std. nach oraler Dosis
Erreichen des steady-state bei Langzeitbehandlung:
- Säuglinge/Kinder: nach 8 - 15 Tagen
- Jugendliche/Erwachsene: nach 10 - 25 Tagen
Serumproteinbindung: ca. 50%
Ca. 80% hepatische Metabolisierung und 20% renale Elimination.
Aufgrund der Induktion mikrosomaler hepatischer Enzyme kann Phenobarbital den Metabolismus anderer Pharmaka (z.B. Phenytoin) beeinflussen. Bei gleichzeitiger Gabe von Valproinsäure Verdrängung von Phenobarbital aus der Serumeiweißbindung.
Resultatmitteilung Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft,
sonst am nächsten Tag.
Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache.
Personal- und Sachmittelaufwand ++

 

Kenngröße PHENYTOIN
Probenmaterial Serum
Patientenvorbereitung Blutentnahme während des Dosierungsintervalls
Therapeutischer Bereich 10 - 20 mg/l
Störfaktoren nicht bekannt
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Eliminationshalbwertzeit: überproportionaler Anstieg bei steigender Dosierung
(ca. 6 - 24 Std.)
Peak-Konzentration: ca. 3 - 12 Std. nach oraler Gabe
Erreichen des Steady-State bei Langzeitbehandlung nach 8 - 50 Tagen
Serumproteinbindung: ca. 90%
Bei gleichzeitiger Gabe von Valproinsäure Verdrängung von Phenytoin aus der Serumeiweißbindung.
Überwiegend hepatische Elimination
Erhöhung der Metabolisierungsrate durch Carbamazepin und Phenobarbital.
Resultatmitteilung Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft,
sonst am nächsten Tag.
Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache.
Personal- und Sachmittelaufwand ++

 

Kenngröße PRIMIDON
Probenmaterial Serum
Patientenvorbereitung Blutentnahme für Minimalspiegel vor, für Maximalspiegel 1 - 4 Std. nach einer oralen Dosis.
Therapeutischer Bereich 5 - 15 mg/l
Störfaktoren nicht bekannt
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Eliminationshalbwertzeit: 6 - 12 Std.
Peak-Konzentration: 3 Std. nach oraler Dosis
Steady State bei oraler Langzeitmedikation: Primidon
nach ca. 2 Tagen, Phenobarbital nach 10 - 25 Tagen
Primidon wird zum Teil zu Phenobarbital metabolisiert, welches wegen seiner langen Halbwertzeit akkumuliert und toxische Konzentrationen erreichen kann. Daher ist die zusätzliche Überwachung des Phenobarbitalspiegels empfehlenswert. Beschleunigte
Metabolisierung bei gleichzeitiger Gabe von Phenytoin und verminderte Metabolisierung bei Gabe von Isoniazid.
Resultatmitteilung Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft,
sonst am nächsten Tag.
Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache.
Personal- und Sachmittelaufwand ++

 

Kenngröße THEOPHYLLIN
Probenmaterial Serum
Patientenvorbereitung Blutentnahme vor nächster Dosis
Therapeutischer Bereich als Bronchospasmolytikum: 10 - 20 mg/l
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Eliminationshalbwertzeit: 3 - 12 Std.
Serumproteinbindung: ca. 50%
Elimination hepatisch und renal
Bei gleichzeitiger Gabe von Cimetidin, Erythromycin oder Allopurinol herabgesetzte Theophyllin-Clearance.
Resultatmitteilung Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft,
sonst am nächsten Tag.
Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache.
Personal- und Sachmittelaufwand ++

 

Q:

R:

S:

Kenngröße SIROLIMUS (RAPAMYCIN)
Probenmaterial EDTA-Vollblut
Patientenvorbereitung Blutentnahme vor einer Dosis
Therapeutischer Bereich Abhängig von der Indikation und von der Untersuchungsmethode. (Im Haus LC/MSMS)
Der behandelnde Arzt muss aufgrund seiner klinischen Beurteilung eigene Normalbereiche für seine Patienten erstellen.
Störfaktoren Störfaktoren nicht bekannt
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Die Bioverfügbarkeit oral verabreichten Cyclosporins steigt in der Regel im Laufe der Behandlung an. Dermassenspektrometrische Analyse erfasst ausschließlich die Muttersubstanz Cyclosporin A.
Der polyklonale Assay hingegen erfasst neben Cyclosporin A multiple, teils aktive Metabolite mit hoher Kreuzreaktivität. Aufgrund der potentiellen immunsuppressiven und toxischen Wirkung von CsA-Metaboliten kann es bei Störungen der Leber- und Nierenfunktion sinnvoll sein, die mit dem Massenspaktrometer und kreuzreagierenden polyklonalen Test ermittelten Werte zu vergleichen, um Hinweise auf Störungen des Metabolismus und der Ausscheidung zu erhalten.
Eliminationshalbwertzeit: ca. 6 Std., bei Kindern meist kürzer, nach Nierentransplantation ca. 11 Std., bei Leberzirrhose ca. 20 Std.
Multiple pharmakokinetische Interaktionen zwischen Cyclosporin A und anderen Pharmaka (z.B. Phenytoin, Phenobarbital, Steroide).
Resultatmitteilung Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft,
sonst am nächsten Tag.
Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache.
Personal- und Sachmittelaufwand +++

T:

Kenngröße TOBRAMYCIN
Probenmaterial Serum
Patientenvorbereitung Maximale Serumkonzentration (max): 1 Std. nach einer i.m. Dosis bzw. 0,5 Std. nach einer i.v. Infusion.
Minimale Serumkonzentration (min): unmittelbar vor einer Dosis.
Therapeutischer Bereich min. < 1 mg/l
max. 6 - 10 mg/l
Störfaktoren Wegen einer möglichen in-vitro-Inaktivierung von Aminoglykosiden durch Penizilline und Cephalosporine, Blut von Patienten mit entsprechender Kombinationstherapie sofort untersuchen lassen bzw. einfrieren (bitte auf dem Anforderungsschein vermerken).
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Eliminationshalbwertzeit: individuell sehr verschieden (ca. 2 -3 Std.).
Serumproteinbindung: <10%
Ausscheidung zu 90% unverändert renal
Resultatmitteilung Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft,
sonst am nächsten Tag.
Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache.
Personal- und Sachmittelaufwand ++

 

U:

V:

Kenngröße VALPROINSÄURE
Probenmaterial Serum
Patientenvorbereitung Blutentnahme für Minimalspiegel vor, für Maximalspiegel 1 - 4 Std. nach einer oralen Dosis.
Therapeutischer Bereich 50 - 100 mg/l
Störfaktoren Kreuzreaktivität zu Metaboliten: ca. 30% zu 2-Propyl-4-Pentenoinsäure,
ca. 20% zu 5-Hydroxyvalproinsäure.
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Eliminationshalbwertzeit: 10 - 16 Std.
Peak-Konzentration: 1 - 4 Std. nach oraler Dosis
Erreichen des Steady state bei Langzeitbehandlung nach ca. 2 - 3 Tagen
Serumproteinbindung: ca. 90%
Verdrängung aus der Proteinbindung durch Salizylate, umgekehrt verdrängt Valproinsäure Phenytoin und Phenobarbital aus der Serumeiweißbindung,
dadurch Konzentrationsanstieg dieser Substanzen um bis zu 40%.
Fast ausschließlich hepatische Metabolisierung.
Erhöhung der Valproinsäure-Clearance durch Phenytoin, Carbamazepin und Phenobarbital.
Resultatmitteilung Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft,
sonst am nächsten Tag.
Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache.
Personal- und Sachmittelaufwand ++

 

Kenngröße VANCOMYCIN
Probenmaterial Serum
Patientenvorbereitung Minimale Serumkonzentration (min): vor einer Dosis
Maximale Serumkonz. (max): 30 Min. nach einer Dosis
Therapeutischer Bereich min: 5 - 10 mg/l
max: 20 - 40 mg/l
Störfaktoren nicht bekannt
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Eliminationshalbwertzeit:
Erwachsene: 4 - 10 Std.
Kinder: 2 - 3 Std.
Neugeborene: 6 - 10 Std.
Erreichen des Steady state nach 20 - 30 Std.
Ausscheidung zu 90% unverändert renal
Resultatmitteilung Am selben Tag, wenn die Probe bis 13 Uhr (Sa, So 11 Uhr) eintrifft,
sonst am nächsten Tag.
Bestimmung außerhalb dieser Zeiten nur nach ärztlicher Absprache.
Personal- und Sachmittelaufwand ++

W:

X:

Y:

Z:

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© Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Impressum
Letzte Änderung: Dr. Thomas Streichert, 09.08.2011