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NOTFALL- UND ROUTINEANALYTIK

Telefonnummer für Rückfragen:  040-7410-52998

Analyten nach alphabetischer Reihenfolge:

A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z

A:

Kenngröße ALANIN-AMINO-TRANSFERASE (ALAT,GPT)
Probenmaterial Plasma
Referenzbereich
Frauen: 10 bis 35 U/l
Männer: 10 bis 50 U/l
Störfaktoren falsch hohe Werte durch Hämolyse (Hb > 2,5 g/l), in vitro-Störungen durch Medikamente nicht bekannt
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Leber-spezifisches zytoplasmatisches Enzym. Serumhalbwertzeit: 47 Std.
Probenannahme täglich rund um die Uhr
Resultatmitteilung je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich
Personal- und Sachmittelaufwand +

 

Kenngröße ALBUMIN
Probenmaterial Plasma, Urin (siehe  "Einzelproteine im Urin")
Patientenvorbereitung s. Eiweiß
Referenzbereich Plasma: 35 - 50 g/l

Literaturangaben für verschiedene Altersgruppen**:

> 60 Lj: 34 - 48 g/l
> 80 Lj: 31 - 45 g/l
Neugeborene: 35 - 49 g/l
Säuglinge: 36 - 50 g/l
Kinder: 37 - 51 g/l

 

Störfaktoren um 5-10% erhöhte Werte, wenn die Blutentnahme nicht im Liegen oder Sitzen erfolgt ; zusätzliche Informationen s. Eiweiß
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Albuminerhöhung: nie absolut, immer relativ durch Hämokonzentration.

Albuminverminderung: verminderte Synthese (z.B. gestörte Leberfunktion, Proteinmangel-Ernährung), Entzündung, Schwangerschaft, poly- und monoklonale Gammopathien, durch Umverteilung oder Verluste (z.B. bei Ödemen, Aszites, Verbrennungen, nephrotischen Syndrom, exsudative Enteropathie, angeborene Störung der Albuminsynthese), bei Hypoalbuniämie Erhöhung des freien pharmakologisch aktiven Anteils von Medikamenten, die häufig an Albumin gebunden sind

familiäre dysalbuminämische Hyperthyroxinämie (hohes Gesamt-T4 bei normalen fT4) bei genetischen Strukturvarianten des Albumins

Probenannahme täglich rund um die Uhr
Resultatmitteilung je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich
Personal- und Sachmittelaufwand +

 

Kenngröße ALKALISCHE PHOSPHATASE (GESAMT-AP)
Probenmaterial Plasma
Patientenvorbereitung  
Referenzbereich
Frauen: 35 - 104 U/l
Männer: 40 - 129 U/l
Kinder:
bis 1. Tag: - 249 U/l
1.- 5. Tag: - 230 U/l

6. Tag
bis 6. Monat:

- 448 U/l
7. - 12. Monat: - 461 U/l
13. - 36. Monat: - 280 U/l
3. - 6. Jahr: - 268 U/l
7. - 12. Jahr: - 299 U/l
13. - 17. Jahr
männlich:
- 389 U/l
13. - 17. Jahr
weiblich:
- 186 U/l
Störfaktoren Falsch niedrige Werte bei Abnahme in EDTA- oder Citratröhrchen, durch Hämolyse oder Lipämie; Störung der Messung durch Bilirubinkonzentrationen > 15 mg/dl, unterschiedliche Medikamente führen zur Erhöhung (z.B. Allopurinol, Carbamazepin, Cotrimoxazol, Erythromycin, Isoniazid, Methyldopa, Ranitidin, Trimethoprim / Sulfamethoxazol, Sulfasalazin, Verapamil) bzw. zur Erniedrigung (z.B. Clofibrat, orale Kontrazeptiva)
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Membran-gebundenes Enzym vornehmlich aus Leber, Gallenwegen und Knochen; Serumerhöhungen durch gesteigerte Enzymsynthese oder Gewebeschädigung. Durch Cholestase oder hepatische Tumoren Induktion der Gallengangs-AP. Im dritten Trimenon der Schwangerschaft (einschl. 2 Wochen nach Entbindung) erhöhte Werte bis 400 U/l (Plazenta-AP).
Serumhalbwertzeit (je nach Isoenzymmuster): 3-7 Tage.
Zur Isoenzymdiagnostik: s. Knochenspezifische- / Plazentaspezifische -AP.
Probenannahme täglich rund um die Uhr
Resultatmitteilung je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich
Personal- und Sachmittelaufwand +

 

Kenngröße AMMONIAK
Probenmaterial EDTA-Vollblut
Patientenvorbereitung und Probenentnahme Kühlung der Probe nach Entnahme sowie Transport zum Labor im Eisbad.
Referenzbereich Erwachsene (ab 14 Jahre)
männl.: 14,7 - 55,3 µmol/l
weibl.: 11,3 - 48,2 µmol/l
Störfaktoren Die Ammoniakbildung steigt nach der Blutentnahme mit der Erythrozyten- und Thrombozytenzahl sowie in Abhängigkeit mit der gamma-GT an. Erhöhte Werte bei Hämolyse durch hohe Konzentrationen in Erythrozyten.
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Diagnose und Verlaufsbeurteilung des Leberkomas; Differentialdiagnose komatöser Zustände; Enzephalopathien im Säuglings- und Kleinkindalter. Blutentnahme nach Muskelarbeit führt zu erhöhten Werten im venösen Plasma.
Probenannahme täglich rund um die Uhr.
Resultatmitteilung Am gleichen Tag.
Personal- und Sachmittelaufwand +++

 

Kenngröße AMYLASE (Gesamt- Amylase)
PANKREASSPEZIFISCHE AMYLASE
Probenmaterial Plasma, Urin, sonstige Materialien (z.B. Drainage)
Patientenvorbereitung und Probenentnahme  
Referenzbereich Gesamt-Amylase:
Plasma: 28 - 100 U/l
Spontanurin: bis 600 U/l
Sammelurin: bis 450 U/24 h

Gesamt-a-Amylase / Kreatinin-Quotient: bis 400 U/g

pankreasspezifische Amylase:

Plasma: 13 - 53 U/l
Urin: bis 350 U/l

( 2. Morgenurin)

Pankreas-a-Amylase/Kreatinin-Quotient: bis 270 U/g

Störfaktoren Falsch niedrige Werte bei Abnahme in EDTA-Röhrchen.
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Messung von Pankreas- und / oder Speicheldrüsenamylase.
Die Bestimmung der pankreasspezifischen Amylase erfolgt nach Hemmung der Speichel-a-Amylase mit monoklonalen Antikörpern. Durch Hydroxyethylstärke-Infusion verminderte glomeruläre Filtration der Amylase. Erhöhte Serum-aktivitäten auch bei glomerulärer Niereninsuffizienz und beim Vorliegen zirkulierender Ig-Amylasekomplexe (Makro-amylasen: erhöhte Plasma - bei niedrigen Urinwerten).

Halbwertzeit: 9-18 Std. (Gesamt-Amylase)

Probenannahme täglich rund um die Uhr.
Resultatmitteilung Plasma: je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich.
Urin: Bei Probeneingang bis 13.00 Uhr am gleichen, sonst am
nächsten Werktag.
Personal- und Sachmittelaufwand +

 

Kenngröße APOLIPOPROTEIN A
Probenmaterial Serum
Referenzbereich
Frauen: 108 bis 225 mg/dll
Männer: 104 bis 202 mg/dll
Störfaktoren selten durch monoklonale Gammopathie vom Typ IgM
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Apolipoprotein A stellt ein Hauptlipoprotein von HDL dar, in verschiedenen Studien konnte gezeigt werden, dass verminderte Apolipoprotein A-Werte mit einem erhöhten KHK-Risiko assoziiert sind
Probenannahme Mo - Fr.8 - 13 Uhr
Resultatmitteilung Dienstag und Freitag
Personal- und Sachmittelaufwand ++

 

Kenngröße APOLIPOPROTEIN B
Probenmaterial Serum
Referenzbereich
Frauen: 60 - 117 mg/dll
Männer: 66 - 133 mg/dll
 
Störfaktoren selten durch monoklonale Gammopathie vom Typ IgM
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Apolipoprotein B stellt das Hauptlipoprotein von LDL. Eine Vielzahl von Studien konnte eine enge Beziehung zwischen Apolipoprotein B-Konzentrationen und KHK zeigen. Die Riskoeinschätzung für eine KHK ist mindestens ebenso gut wie aufgrund des LDL-Cholesterinwertes. Bei small-dense LDL bei z.B. Statintherapie ist die LDL-Partikelzahl höher als das gemessene LDL, so dass die Apolipoproteinbestimmung aussagekräftigere Werte liefert. Ferner liefert die Bestimmung von Apolipoprotein B im Gegensatz zur LDL-Bestimmung postprandial korrekte Daten.
Probenannahme Mo - Fr.8 - 13 Uhr
Resultatmitteilung Dienstag und Freitag
Personal- und Sachmittelaufwand  ++

 

Kenngröße ASPARTAT- AMINO- TRANSFERASE (ASAT,GOT)
Probenmaterial Plasma
Referenzbereich
Frauen: 10 - 35 U/l
Männer: 10 - 50 U/l
 
Störfaktoren falsch hohe Werte durch Hämolyse (Hb > 1,5 g/l)
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Zytoplasmatisch/mitochondriales Enzym aus Leber, Herz-, Skelettmuskel und Erythrozyten; durch Muskelarbeit Anstieg der ASAT bis auf ca. 40 U/l möglich.
Persistierende ASAT-Aktivitäten durch Makro-ASAT möglich.
Serumhalbwertzeit: 17-37 Std.
Probenannahme täglich rund um die Uhr
Resultatmitteilung je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich.
Personal- und Sachmittelaufwand  +

 

B:

Kenngröße BILIRUBIN gesamt
BILIRUBIN direkt
Probenmaterial Plasma
Referenzbereich Bilirubin gesamt: 0,2 - 1,0 mg/dl

Literaturangaben für Neugeborene**:

24 h: bis 8,7 mg /dl
2. Tag: 1,3 - 11,3 mg/dl
3. Tag: 0,7 - 12,7 mg/dl
4. - 6. Tag: 0,1 - 12,6 mg/dl
ab 1 Monat: 0,2 - 1,0 mg/dl

Bilirubin direkt:
Erwachsene und Kinder:
bis 0,2 mg/dl

Störfaktoren Falsch hohe Werte durch interferierende Medikamente wie:

Methyldopa, p-Aminosalicylsäure, Chloramphenicol, Tetracycline und Propranolol.

Falsch niedrige Werte in hämolytischen Proben.
Aufgrund schlechter Präzision bei niedrigen Werten wird das direkte Bilirubin nur bestimmt, wenn Gesamt-Bilirubin >1 mg/dl.
 

Anmerkung:
Lichtexposition einer Blutprobe führt zum Bilirubinzerfall (bei starker Sonneneinstrahlung bis zu 30% pro Stunde).

Hinweise zu Indikation und Beurteilung Diagnose, Differentialdiagnose und Verlaufsbeurteilung des Ikterus
Die Messung des Gesamt-Bilirubins erfasst:
- unkonjugiertes Bilirubin
- Bilirubinmonoglucuronid
- Bilirubindiglucuronid
- d-Bilirubin (wasserlösliches, an Albumin kovalent gebundenes Bilirubin)
Die Messung des direkten Bilirubins erfasst:
- Bilirubinmonoglucuronid
- Bilirubindiglucuronid
- d-Bilirubin
Da d-Bilirubin eine lange Halbwertzeit (ca. 18 Tage) aufweist, kann der Anteil des glucuronierten am Gesamtbilirubin überschätzt werden. Bei Erkrankungen mit konjugierter Hyperbilirubinämie (z.B. parenchymatöser- oder Verschluß-Ikterus) kann d-Bilirubin einen Anteil von bis zu 50% des Gesamtbilirubins einnehmen, daher ist bei einer Besserung des Krankheitsbildes eine deutliche Latenz bis zum Abfall des Serumbilirubins möglich.
Probenannahme täglich rund um die Uhr
Resultatmitteilung je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich
Personal- und Sachmittelaufwand  +

 

Kenngröße BLUTGASE
Probenmaterial Lithium-Heparin-Vollblut
Patientenvorbereitung und Probenentnahme Nach der Entnahme ist
die Spritze sofort zu entlüften und zu verschließen.
Die Analyse muss innerhalb von 15 min. erfolgen
Referenzbereich Bezieht sich nur auf ARTERIELLES Vollblut:

pH: 7,36 - 7,44
pCO2: 34 - 45 mmHg
pO2: 75 - 100 mmHg
akt. Bicarbonat: 20 - 26 mmol/l
Basen-abweichung: -3 bis +3
Standard-
bicarbonat
22,5 - 26, 5 mmol/l
Sauerstoff-
sättigung
95 - 98 %
Shunt 5 - 10 %
AV-O2-
Differenz
4,5 - 6,1 Vol.%
Hb (spektral) 13 -18 g/dl

Beziehung zwischen art. pO2 und Lebensalter:
pO2 (mmHg) = 102 - 0,33 x Lebensjahre (95 %-Bereich: ± 10 mmHg)

Literaturangaben für Kinder**:

A. umbilicalis:

pH-Wert: 7,09 - 7,40
pCO2: 35 - 80 mmHg
pO2: 0 -22 mmHg

V. umbilicalis:
pH-Wert: 7,15 - 7,45
pCO2: 30 - 57 mmHg
pO2: 16 - 35 mmHg
Standard-
bicarbonat:
11,8 - 21,4 mmol/l

Neugeb. (1. Tag):
pH-Wert: 7,20 - 7,41
pCO2: 29,4- 60,6 mmHg
Standard-
bicarbonat:
18,6 - 22,6 mmol/l

10. - 90. Tag:
pH-Wert: 7,34 - 7,45
pCO2: 26,5- 42,5 mmHg
pO2: 70 - 85 mmHg
Standard-
bicarbonat:
18,5 - 24,5 mmol/l

4. - 12. Monat:
pH-Wert: 7,38 - 7,45
pCO2: 27 - 39,8 mmHg
Standard-
bicarbonat:
19,8 - 24,2 mmol/l
Störfaktoren Luftkontakt, Spritzen aus Kunststoff sind höchstens
für 15 min. als ausreichend gasdicht zu betrachten.
Probenannahme täglich rund um die Uhr
Resultatmitteilung je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich.
Personal- und Sachmittelaufwand  +

Kenngröße BLUTSENKUNGSGESCHWINDIGKEIT
Probenmaterial Citrat
Referenzbereich Frauen bis 50 Jahre: bis 15 mm/h
Frauen ab 50 Jahre: bis 20 mm/h
Männer bis 50 Jahre: bis 20 mm/h
Männer ab 50 Jahre: bis 30 mm/h
Störfaktoren

Die BSG wird beschleunigt bei  

  • Anämie
  • Makrozytose
  • keine senkrechte Stellung des Röhrchens 
  • Temperaturen >24 Grad Celsius
  • Dextrane

Die BSG wird verzögert bei:

  • Polyglobulie
  • Sichelzellanämie
  • Temperaturen > 18 Grad Celsius
  • Medikamente: Cortison, Acetylsalicylsäure, Indomethazin, Phenylbutazon
Hinweise zu
Indikation und
Beurteilung
Die Sedimentationsgeschwindigkeit der Erythrozyten hängt ab von der Fibrinogen- und Immunglobulinkonzentration. Die BSG reagiert sensitiv auf akute und chronische Infektionen. Da die BSG noch auf andere Proteine reagiert und damit nicht spezifisch ist, wirkt eine erhöhte BSG nur unterstützend, bezugnehmend auf anamnestische Daten, klinische Befunde und weiterführende Untersuchungsergebnisse. Da 5-8% aller BSG-Erhöhungen primär nicht abklärbar sind, sollten mäßig erhöhte BSG-Werte abgeklärt werden, wenn ein Krankheitsbezug herstellbar ist. Da die BSG auch durch einen Anstieg der Immunglobuline bei chronischen Entzündungen beschleunigt wird, ist die BSG bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie SLE oder Polymyalgia rheumatica ein besserer Verlaufsparameter als CRP.
Probenannahme Täglich rund um die Uhr
Resultatmitteilung Je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag oder innerhalb von 2 Stunden
Personal- und Sachmittelaufwand +

C:

Kenngröße CALCIUM
IONISIERTES CALCIUM
Probenmaterial Plasma, Urin (Gesamt-Calcium)
Lithium-Heparin-Vollblut (ionisiertes Calcium)
Referenzbereich

Gesamt - Calcium:

> 20 Jahre: 2,13 - 2,63 mmol/l
< 20 Jahre: 2,14 - 2,65 mmol/l
bis 1 Jahr: 2,01 - 2,70 mmol/l
bis 28 Tage: 1,75 - 2,70 mmol/l

Sammelurin:

3 -5 mmol/24h

Ionisiertes Calcium:

Erwachsene: 1,15 - 1,30 mmol/l
1. Lebenstag: 1,06 - 1,36 mmol/l
2. Lebenstag: 1,10 - 1,40 mmol/l
3. Lebenstag: 1,19 - 1,47 mmol/l
bis 6 Jahre: 1,15 - 1,45 mmol/l
Störfaktoren Bei Abnahme in EDTA- oder Citratröhrchen falsch
niedrige Werte durch Komplexbildung.
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Plasma: Wegen starker Proteinbindung, insbesondere an Albumin, ist die Bestimmung des Gesamt-Calcium dem ionisierten Calcium gleichwertig, wenn keine Veränderung des Gesamtproteins und keine Dysproteinämie vorliegt. Die Beurteilung des ionisierten Calciums setzt einen physiologischen pH-Wert oder die Korrektur der Ca-Konzentration auf den physiologischen pH-Wert (7.4) voraus.
 

Bei Abweichungen erlauben folgende Formeln eine Korrektur der Gesamtcalcium-Konzentration:
1. Korrektur über Albuminkonzentration:
Gesamtcalcium korrigiert =
Ca gemessen - 0,025 x Albumin (g/l) + 1,0
2. Korrektur über die Gesamtproteinkonzentration:
Ca korrigiert=Ca gemessen/[0,6+[Prot(g/l)/194]]
(Calciumwerte jeweils in mmol/l)
 

Urin: starke Nahrungsabh

Probenannahme täglich rund um die Uhr
Resultatmitteilung Plasma, Lithium-Heparin-Vollblut :

je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich.

Urin:

Bei Probeneingang bis 13.00 Uhr am gleichen, sonst am nächsten Werktag.

Personal- und Sachmittelaufwand  +

 

Kenngröße CHLORID
Probenmaterial Plasma, Lithium-Heparin-Vollblut, Urin
Referenzbereich Plasma/Vollblut: 99 - 111 mmol/l


Urin: 120 - 240 mmol/24 h

Literaturangaben für Kinder**: 1,0 - 4,2 mmol/kg/24h

Störfaktoren Bromide und Jodide stören die Messung.
falsch niedrige Werte bei Hyperlipidämie oder Hyperproteinämie.
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Urin: Beurteilung nur im Zusammenhang mit Natrium und Kalium i.U., Elektrolyten und aktuellem Säure-Basen-Status möglich.
Probenannahme täglich rund um die Uhr.
Resultatmitteilung Plasma, Lithium-Heparin-Vollblut : je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich.
Urin: Bei Probeneingang bis 13.00 Uhr am gleichen, sonst am nächsten Werktag.
Personal- und Sachmittelaufwand  +

 

Kenngröße CHOLESTERIN gesamt
Probenmaterial Plasma / Serum
Referenzbereich 150-240 mg/dl, optimaler Bereich <200
Störfaktoren Bei Hämolyse (Hb >2 g/l) falsch niedrige Werte.
Längere Venenstauung (ab 3 min) kann 10% höhere Werte vortäuschen
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Ursachen sekundärer Hyperlipidämien: Nephrot. Syndrom, Leber- und Gallenwegserkrankungen, Pharmaka (Corticoide, orale Kontrazeptiva, Diuretika, ß-Blocker), Schwangerschaft.
Probenannahme täglich rund um die Uhr.
Resultatmitteilung je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden. 
Personal- und Sachmittelaufwand  +

 

Kenngröße CHOLINESTERASE (CHE)
Probenmaterial Plasma
Referenzbereich

> 40 Jahre 5,32 - 12,92 kU/l
17 - 40 Jahre (w) 4,26 - 11,25 kU/l
17 - 40 Jahre (m) 5,32 - 12,92 kU/l
< 17 Jahre 5,32 - 12,92 kU/l

In der Schwangerschaft bzw. unter Therapie mit hormonellen Kontrazeptiva erniedrigte Werte

Störfaktoren Gerinnungshemmende Substanzen hemmen die CHE - Aktivität.
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Die im Plasma messbare CHE-Aktivität besteht nahezu ausschließlich aus Pseudocholinesterase, die mit der Albumin-Synthese korreliert und der Leber entstammt.
CHE-Aktivitäts-Veränderungen, die nicht leberbedingt sind (z.B. Aktivitätsverminderung bei Prostigmin-, Streptokinase- und Cyclophosphamid-Therapie sowie bei Vergiftung mit organischen Phosphorsäureestern (hier Parameter zur Risikoeinschätzung) zeigen kein gleichartiges Verhalten zum Albuminwert.
Das Vorliegen hereditärer CHE-Varianten kann mit einer verminderten Aktivität einhergehen.
Häufig gibt bereits die intraindividuelle Verlaufsbeobachtung innerhalb der physiologischen Grenzen Auskunft über die Krankheitsaktivität. Allerdings bewirkt die Halbwertzeit von ca. 10 Tagen eine deutliche Latenz bis zur Aktivitätsveränderung.
Probenannahme rund um die Uhr
Resultatmitteilung je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden. 
Personal- und Sachmittelaufwand  +

 

Kenngröße C-reaktives Protein (CRP)
Probenmaterial Plasma
Referenzbereich < 5 mg/l
Störfaktoren Falsch hohe Werte bei Lipämie und hoher Rheuma-
faktorkonzentration.
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Klassischer Vertreter der Akut-Phase-Reaktion.
Beginnende Entzündungsreaktion: CRP-Anstieg mit einer Latenz von 6-10 Std.
Intraindividuelle Verlaufsbeobachtung einer Entzün-
dungsreaktion: Besserungen oder Verschlechterungen werden mit einer Verzögerung von 24-48 Std.
durch veränderte CRP-Konzentrationen angezeigt.
Normale Werte schließen eine Entzündungsreaktion nicht aus.
Probenannahme täglich rund um die Uhr
Resultatmitteilung je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, inner-
halb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich.
Personal- und Sachmittelaufwand ++

 

Kenngröße CREATINKINASE, CK gesamt
Probenmaterial Plasma
Referenzbereich

Frauen : - 139 U/l
Männer : - 173 U/l
Kinder:
bis 1. Tag - 711 U/I
1.- 5. Tag - 651 U/l
6 Tage bis 6. Monat - 294 U/l
7. bis 12. Monat - 202 U/l
13. bis 36. Monat - 227 U/l
3.   bis 6. Jahr - 148 U/l
7.   bis 12. Jahr - 246 U/l (m)
- 153 U/l (w)
13. bis 17. Jahr - 269 U/l (m)
- 122 U/l (w)
Störfaktoren Bei Hämolyse (Hb>2 g/l) falsch hohe Werte.
 
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Durch Muskelarbeit Anstieg der CK bis auf 400 U/l möglich, ebenfalls mögliche Erhöhung nach i.m.-Injektion.

Bei Skelettmuskeltrauma oder Infarkt erreicht die CK im Mittel nach 4-5h pathologische Werte.
Serumhalbwertszeit der CK-MM: 16-20 Std., andere Isoenzyme kürzer.
Die maximale Aktivität überschreitet beim Myokardinfarkt selten 7500 U/l, höhere Aktivitäten machen eine Skelettmuskelerkrankung wahrscheinlich.

Probenannahme täglich rund um die Uhr
Resultatmitteilung je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich.
Personal- und Sachmittelaufwand  +

 

Kenngröße CREATIN-KINASE MB (CK-MB)
Probenmaterial Plasma
Referenzbereich < 6% der Gesamt-CK
Störfaktoren Bei Vorliegen anderer Isoenzymvarianten als CK-MM und CK-MB (CK-BB, CK-MiMi, Makro-CK) werden erhöhte Werte vorgetäuscht.
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Die Analytik ist nur bei einer Gesamt-CK > 167 U/l (bei Frauen) bzw. Gesamt-CK > 197 (bei Männern) aussagekräftig.

Ein CK-MB-Anteil von mehr als 6%  an der Gesamt-CK bei einer absoluten CKMB-Aktivität >24 U/l deutet auf eine kardiale Ursache der Enzymerhöhung hin, andere Ursachen können jedoch nicht ausgeschlossen werden.
Bei einem CK-MB-Anteil über 30% ist eine Interferenz durch andere Isoenzyme sehr wahrscheinlich; eine genauere Differenzierung kann nur durch Isoenzymanalyse erfolgen Serumhalbwertzeit der CK-MB: 10-14 Std.

Probenannahme täglich rund um die Uhr
Resultatmitteilung je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich
Personal- und Sachmittelaufwand ++

 

Kenngröße CKMB-MASSE
Probenmaterial Plasma
Referenzbereich bis 5 ng/ml

bis 13 ng/ml (bei vorbestehenden Herzerkrankungen)**

Störfaktoren keine Störungen durch Hämoglobin ( < 7,5 g/l), Bilirubin ( < 50 mg/dl) und Triglyceride ( < 13,5 g/l)
Hinweise zu
Indikation und
Beurteilung
CKMB-Konzentrationsbestimmung, sensitiver als die Bestimmung der CKMB-Enzymaktivität in den ersten 6h nach Einsetzen kardialer Schmerzen.

Frühdiagnostik des Herzinfarkts bei Patienten ohne begleitende Muskelschäden, Monitoring der Thrombolysetherapie, Prognoseabschätzung bei instabiler Angina pectoris.

Eine Umrechnung von mg/l in U/l ist nicht möglich, da das Verhältniss zwischen Masse und Aktivität während des Infarktverlaufs in einem Bereich zwischen 1-4 schwankt.

Probenannahme täglich rund um die Uhr.
Resultatmitteilung je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb
von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich.
Personal- und
Sachmittelaufwand
+++

 

D:

 

E:

Kenngröße EISEN
Probenmaterial Plasma
Referenzbereich 11 - 31 µmol/l

differenziertere Literaturangaben**:

Frauen:

25 Jahre: 6,6 - 29,5 µmol/l
40 Jahre: 4,1 - 24,0 µmol/l
60 Jahre: 7,0 - 26,7 µmol/l

Schwangere:

12. SSW: 7,6 - 31,6 µmol/l
am Termin: 4,5 - 24,5 µmol/l
6 Wo. pp: 2,9 - 26,9 µmol/l

Männer:

25 Jahre: 7,2 - 27,7 µmol/l
40 Jahre: 6,3 - 30,1 µmol/l
60 Jahre: 7,2 - 21,5 µmol/l

Kinder:

2 Wochen: 11 - 36 µmol/l
6 Monate: 5 - 24 µmol/l
12 Monate: 6 - 28 µmol/l
2-12 Jahre: 4 - 24 µmol/l

Störfaktoren Bei Abnahme in EDTA-Röhrchen falsch niedrige Werte durch Komplexbildung. Bei übermäßiger Venenstauung sowie Hämolyse falsch hohe Werte.
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Ausgeprägte Tagesschwankungen. Zur Diagnostik einer Eisenmangelanämie ist Ferritin wegen der höheren Spezifität ein besserer Indikator.
Probenannahme täglich rund um die Uhr.
Resultatmitteilung Bei Probeneingang bis 13 Uhr am gleichen, sonst am nächsten Werktag.
Personal- und Sachmittelaufwand  +

 

Kenngröße EIWEISS
Probenmaterial Plasma
Patientenvorbereitung und Probenentnahme Blutentnahme im Liegen, da in aufrechter Haltung bis zu 10% höhere Werte gemessen werden; ähnliche Erhöhung nach körperlicher Aktivität und Nahrungsaufnahme.
Referenzbereich Gesamt Eiweiss:
bis 6 Monate:
44 - 76 g/l
bis 2 Jahre: 56 - 75 g/l
bis 18 Jahre: 60 - 80 g/l
über 18 Jahre: 64 - 83 g/l

Störfaktoren Infusionen, die Glukose, Mannit, Sorbit, Fruktose oder Dextran enthalten, Hämolyse, Lipämie sowie Röntgenkontrastmittel können zu falsch hohen Werten führen.
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Veränderte Gesamtproteinkonzentration bei Dysproteinämien oder Störungen des Wasser/Elektrolythaushalts. Zur Differenzierung eignen sich Hämatokrit und Eiweiß-Elektrophorese.
Probenannahme täglich rund um die Uhr
Resultatmitteilung je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich.
Personal- und Sachmittelaufwand  +

F:

G:

Kenngröße GAMMA-GLUTAMYL-TRANSFERASE (g-GT)
Probenmaterial Plasma
Referenzbereich
Frauen : - 38 U/l
Männer: - 65 U/l
Kinder
bis 1. Tag: - 170 U/I
1.- 5. Tag  - 209 U/l
6. Tag bis 6. Monat - 230 U/l
7. bis 12. Monat - 38 U/l
1.   bis 6. Jahr - 25 U/l
7.   bis 12. Jahr - 18 U/l
13. bis 17. Jahr - 51 U/l (m)
- 37 U/l (w)
Störfaktoren Falsch niedrige Werte in Citrat- und Fluoridröhrchen.
Bei Hämolyse (Hb >2 g/l) falsch niedrige Werte.
Keine Störung in vitro durch Medikamente bekannt.
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Ubiquitäres zellmembranständiges Enzym, dessen Erhöhung im Plasma einer der sensibelsten Indikatoren einer Leber- oder Gallenwegserkrankung ist.
Serumhalbwertzeit: 3-4 Tage.
Probenannahme täglich rund um die Uhr
Resultatmitteilung je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich.
Personal- und Sachmittelaufwand  +

 

Kenngröße GLUCOSE
Probenmaterial Plasma, Kapillarblut, Lithium-Heparin-Vollblut
Referenzbereich (nüchtern):

Erwachsene:

venöses Plasma: 60 - 110 mg/dl
arterielles Vollblut: 55 - 100 mg/dl
kapilläres Vollblut: 70 - 100 mg/dl
Spontanurin: bis 150 mg/l
Sammelurin: bis 250 mg/24 Std.

Literaturangaben für Kinder (Plasma)**:

Nabelschnurblut: 63 - 158 mg/dl
Neugeborene (Plasma): 34 - 99 mg/dl
1. - 6. Lebensjahr: 74 - 127 mg/dl
7. - 19. Lebensjahr: 70 - 106 mg/dl

(Umrechnung in SI-Einheiten: mg/dl x 0,0555 = mmol/l)

Störfaktoren Lagerung des Vollbluts bei Raumtemperatur bewirkt eine stündliche Abnahme der Glucosekonzentration im Plasma um ca. 10%, im Urin um 40% in 24 Std.

In speziellen Kapillargefäßen ist durch NaF-Zusatz eine Stabilität über 24 Std. gegeben.

Hinweise zu Indikation und Beurteilung Glucosewerte aus Kapillarblut und venösem Plasma/Vollblut sind nicht direkt vergleichbar. Die Kapillarglucose liegt in Abhängigkeit von Stoffwechsellage und Hkt 10-20% höher.

Urin: erhöhte Werte bei Diabetes mellitus, renaler Glucosurie und Fanconi-Syndrom.
 

Probenannahme täglich rund um die Uhr
Resultatmitteilung je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich.
Personal- und Sachmittelaufwand  +

 

Kenngröße GLUTAMAT-DEHYDROGENASE (GLDH)
Probenmaterial Plasma
Referenzbereich
Frauen: bis 5 U/l
Männer: bis 6 U/l
Kinder
1. - 30. Tag: bis 10 U/l
1. - 6. Monat: bis 7 U/l
7. - 12. Monat: bis 6 U/l
1. bis 15. Jahr: bis 5 U/l
Störfaktoren falsch niedrige Werte in Anwesenheit von NaF
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Leber-spezifisches mitochondriales Enzym, Erhöhungen sind ein Indikator für Parenchymzellnekrosen besonders im zentrolobulären Bereich der Leber u.a. bei akuter Durchblutungsstörung, toxischer Lebernekrose und Abstoßungskrise nach Lebertransplantation.
Halbwertzeit: 16-18 Std.
Probenannahme täglich rund um die Uhr
Resultatmitteilung je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich.
Personal- und Sachmittelaufwand  +

 

H:

Kenngröße HBA1c (HÄMOGLOBIN A1c)
Probenmaterial EDTA-Vollblut
Referenzbereich
Erwachsene: 4,5 - 6,0 %
< 18 Jahre: 4,5 - 6,4 %
Störfaktoren keine bekannt
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Der HBA1C -Spiegel entspricht dem Glucose- Spiegel während der letzten 1- 2 Monate, erhöhtes HBA1C spricht bei bekanntem Diabetes für ungenügende Einstellung. Kontrolle im Abstand von 4 - 6 Wochen sinnvoll. Die Fruktosamin-Konzentration spiegelt die integrale Blutglucosekonzentration der letzten 1 - 3 Wochen wider und erfasst damit einen aktuelleren Zeitraum als HbA1c (HWZ Hb: 60 Tage, Albumin: 19 Tage).
Probenannahme werktags 8 - 13 Uhr
Resultatmitteilung Bei Probeneingang bis 13 Uhr am gleichen, sonst am nächsten Werktag.
Personal- und Sachmittelaufwand  +

 

Kenngröße HARNSÄURE
Probenmaterial Plasma, Urin
Patientenvorbereitung und Probenentnahme 2 - 3 Tage vor der Blutentnahme sollten Medikamente (außer Antidiabetika, Digitalisglykoside) abgesetzt werden. Muskelarbeit und intensive Sonnenbestrahlung sollten wegen des dadurch bedingten
Harnsäureanstiegs vor der Blutentnahme vermieden
werden.
Referenzbereich Plasma:
Frauen: 2,3 - 6,1 mg/dl
Männer: 3,5 - 7,3 mg/dl

Literaturangaben für Kinder**:

0. -5. Tag: 1,9 - 7,9 mg/dl
1. - 4. Jahr: 1,7 - 5,7 mg/dl
5. - 11. Jahr: 3,0 - 6,4 mg/dl
12. - 14. Jahr: 3,2 - 7,4 mg/dl
15. - 17. Jahr: 3,2 - 8,1 mg/dl

Urin: 250 - 750 mmol/ 24 Std.
bis 800 mg (4,76 mmol) bei normaler Kost
bis 600 mg (3,57 mmol) bei Purin-armer Kost
 

(Umrechnung in Stoffmengenkonzentration: mg x 0,0059 = mmol)

Störfaktoren Falsch niedrige Werte durch Hemmung der Urikase (EDTA, Citrat, Fluorid), a-Methyldopa und Antikoagulantien.
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Pharmaka, die die Serumharnsäure-Konzentration erhöhen:
- Zytostatika
- Saluretika
- Salizylate (<3g/Tag)
- Phenyl- und Oxyphenbutazon in niedriger Dosis
- Ethambutol
- Sorbit
- Fructoseinfusionen
Pharmaka, die die Serumharnsäurekonzentration er-
niedrigen:
- Salicylate (>3g/Tag)
- Cumarine
- Corticoide
- Phenyl- und Oxyphenbutazon in hoher Dosierung
Die Harnsäureausscheidung i.U. ist stark nahrungsabhängig und nur zusammmen mit der Serumkonzen-
tration beurteilbar.
Hilfsmittel zur Gichtklassifizierung:
Harnsäure/Kreatinin-Quotient im 24-Std.-Urin:
- Erwachsene: Quotient < 1:
V.a. renale Eliminationsstörung
Quotient > 1:
V.a. Harnsäure-Überproduktion
- Kinder: Quotient >2 (1.Lj. > 3):
V.a. Lesch-Nyhan-Syndrom
Sehr hohe Harnsäurewerte mit Gefahr der Nierenschädigung können unter Zytostatika- oder Strahlentherapie auftreten.
Probenannahme täglich rund um die Uhr.
Resultatmitteilung Plasma: je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag,
innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich.
Urin: Bei Probeneingang bis 13.00 Uhr am gleichen, sonst am
nächsten Werktag.
Personal- und Sachmittelaufwand  +

 

Kenngröße HARNSTOFF-N
Probenmaterial Plasma, Urin
Referenzbereich
Plasma:

Männer bis 50 Jahre: 9 - 21 mg/dl,
Frauen bis 50 Jahre: 7 - 19 md/dl,
Männer > 50 Jahre: 8 - 26 mg/dl
Frauen > 50 Jahre: 10 - 20 mg/dl

Urin: 3950 - 13840 mg/24h

Literaturangaben für Kinder**:

1. - 3. Jahre: 5 - 17 mg/dl
4. - 13. Jahre:

7,0 - 17 mg/dl

14. - 19. Jahre:
8 - 21,0 mg/dl

Umrechnung in SI-Einheit: mg/dl x 0,356 = mmol/l (Harnstoff-N) x 2,14 = (Harnstoff)

Störfaktoren Dextran-haltige Plasmaexpander können falsch hohe Werte vortäuschen.
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Wegen der Abhängigkeit von extrarenalen Faktoren wie Urin-Zeit-Volumen und Proteinzufuhr ist der Plasmaharnstoffwert nicht zur Diagnostik der Niereninsuffizienz geeignet, wohl aber zur Verlaufsbeurteilung bei stärkerer Einschränkung der GFR.
Probenannahme täglich rund um die Uhr.
Resultatmitteilung Plasma: je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich.
Urin: Bei Probeneingang bis 13.00 Uhr am gleichen, sonst am
nächsten Werktag.
Personal- und Sachmittelaufwand  +

 

Kenngröße HDL-CHOLESTERIN
Probenmaterial Plasma / Serum
Referenzbereich Männer: 35 - 55 mg/dl

Frauen:  45 - 65 mg/dl

Störfaktoren HDL-Cholesterin kann bei längerer Lagerung durch Interaktion mit anderen Lipoproteinen Änderungen unterliegen, daher Material sofort nach Abnahme in das Labor bringen. Bei starker Serumeigenfarbe kann die Bestimmung unmöglich sein.
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Indikation:
  • Früherkennung eines Atherosklerose-Risikos
  • Therapiekontrolle bei Behandlung mit Lipidsenkern

Bewertung:

  • inverse Beziehung zwischen HDL-Chloesterin-Konzentration und der Prävalenz der koronaren Herzkrankheit
  • HDL ist ein von der Gesamtcholesterin-Konzentration unabhängiger Risikofaktor
Probenannahme täglich rund um die Uhr.
Resultatmitteilung je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden. 
Personal- und Sachmittelaufwand  ++

 

Kenngröße HÖSCH-TEST
Probenmaterial Spontanurin
Referenzbereich Qualitativer Nachweis von Porphobilinogen mit einer Nachweisgrenze von 12 mg/l.
Störfaktoren Falsch positive Ergebnisse können durch Indol-3-Essigsäure, Alpha-Methyldopa, Phenazopyridinhydrochlorid und durch Alkoholbedingte Mangelernährung verursacht werden.
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Der Test eignet sich zur Verdachts- und Schnelldiagnose der notfallmedizinisch relevanten akuten hepatischen Porphyrien, insbesondere der akuten intermittierenden Porphyrie, in der klinischen Manifestationsphase, nicht jedoch in Latenzphasen. Spezifische quantitative Analysen der Porphyrinvorläufer und der Porphyrine aus 24-Std.-Urin müssen zur Sicherung der Diagnose folgen (s."Porphyrie-Diagnostik").
Probenannahme Nur nach ärztlicher Rücksprache rund um die Uhr.
Resultatmitteilung so schnell wie möglich.
Personal- und Sachmittelaufwand +++

 

I:

Kenngröße INTERLEUKIN-6 (IL-6)
Probenmaterial Plasma
Referenzbereich

Erwachsene: bis 15 ng/l

Kinder bis 15 Jahre: bis 22,5 ng/l

Kinder 1.-28 Tag: 27-39 ng/l

Störfaktoren Abtrennung von Plasma und Zellen innerhalb von 2 Stunden nach Entnahme erforderlich, falsch positiver Anstieg bei Antikörpertherapien
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Prognoseparameter bei Sepsis, Trauma und Herzinsuffizienz, Früdiagnostik einer neonatalen Sepsis, erhöhte Konzentationen nach chirurgischen Eingriffen ohne offensichtliche klinische Relevanz (2. - 3. postop. Tag)
Probenannahme täglich rund um die Uhr.
Resultatmitteilung Bei Probeneingang zwischen 8 und11 Uhr am gleichen, sonst am nächsten Werktag.
Personal- und Sachmittelaufwand +++

J:

K:

Kenngröße KALIUM
Probenmaterial Plasma, Lithium-Heparin-Vollblut, Urin
Referenzbereich Plasma/Vollblut:

3,5 - 5,0 mmol/l

Literaturangaben für Kinder**:

0. - 7. Tag: 3,2 - 5,5 mmol/l
8. - 31. Tag: 3,4 - 6,0 mmol/l
1. - 6. Monat: 3,5 - 5,6 mmol/l
6. Mo. - 1 Jahr: 3,5 - 6,1 mmol/l
> 1 Jahr: 3,3 - 4,6 mmol/l

Urin:
Erwachsene: 30 - 90 mmol/24h
Kinder**: 1,0 - 4,2 mmol/kg/24h

Störfaktoren Plasma/Vollblut: Falsch erhöhte Werte durch in-vitro-Hämolyse oder Abnahme mit K-EDTA-Röhrchen.
Falsch erniedrigte Werte bei Hyperlipidämie oder Hyperproteinämie
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Urin: starke Nahrungsabhängigkeit; Beurteilung nur gemeinsam mit NaCl-Ausscheidung, Elektrolyten und aktuellem Säure-Basen-Status möglich.
Bei Hypokaliämie mit erhöhter K-Ausscheidung im Urin V.a. auf Hyperaldosteronismus.
Probenannahme täglich rund um die Uhr.
Resultatmitteilung Plasma, Lithium-Heparin-Vollblut : je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich.
Urin: Bei Probeneingang bis 13.00 Uhr am gleichen, sonst am
nächsten Werktag.
Personal- und Sachmittelaufwand  +

 

Kenngröße KREATININ
Probenmaterial Plasma, Urin
Referenzbereich

Plasma:

Frauen:

0,5 - 1,0 mg/dl
Männer < 50J.: 0,6 - 1,2 mg/dl
Männer > 50J.: 0,6 - 1,3 mg/dl

Kinder

Bis 3. Monat: 0,2 - 0,6 mg/dl
4. Monat - 1. Jahr: 0,2 - 0,5 mg/dl
2. - 6. Jahr : 0,2 - 0,65 mg/dl (m)
0,2 - 0,75 mg/dl (w)
6. - 16. Jahr : 0,2 - 0,70 mg/dl (m)
0,2 - 0,79 mg/dl (w)
Urin:
Männer: 1,1 - 2,5 g/24 Std.
Frauen: 0,8 - 1,5 g/24 Std.

Literaturangaben für Kinder**:

Säuglinge: 8 - 15 mg/kg/24 Std.
Kleinkinder: 13 - 20 mg/kg/24 Std.
6-11 Jahre: 15 - 22 mg/kg/24 Std.
12 -17 Jahre: 20 - 28 mg/kg/24 Std. (m)
12 - 29 mg/kg/24 Std. (w)

(Umrechnung in SI-Einheiten: mg/dl x 88,4 = µmol/l)

Störfaktoren Durch sog. Pseudocreatinine (z.B. Harnsäure, Metamizol, Ketonkörper, Vit.C, a-Methyldopa) und durch Hämolyse können falsch hohe Werte vorgetäuscht werden.
Probenannahme täglich rund um die Uhr.
Resultatmitteilung Plasma: je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich.
Urin: Bei Probeneingang bis 13.00 Uhr am gleichen, sonst am nächsten Werktag.
Personal- und Sachmittelaufwand  +

 

Kenngröße KREATININ-CLEARANCE
Probenmaterial Plasma (während der Sammelperiode entnommen) + 24-Std.-Sammelurin
Referenzbereich
> 16 Jahre: 100 - 155 ml/min.
< 16 Jahre: 100 -140 ml /min.
< 1 Jahr: 40 - 100 ml/min.
Störfaktoren s. Kreatinin
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Die angegebenen Referenzbereiche beziehen sich auf eine Körperoberfläche von 1,73 m2. Die vom Labor errechnete Clearance muss daher vor der Bewertung individuell korrigiert werden:
Clkorr = ClLabor x 1,73/KO, KO=Körperoberfläche
 
Probenannahme täglich rund um die Uhr.
Resultatmitteilung Bei Probeneingang bis 13.00 Uhr am gleichen, sonst am nächsten Werktag
Personal- und Sachmittelaufwand  +

L:

Kenngröße LACTAT
Probenmaterial Lithium-Heparin-Vollblut
Patientenvorbereitung und Probenentnahme Blutentnahme aus ungestauter Vene!
Die Analyse muss sofort nach der Entnahme erfolgen, da sonst der Lactat-Wert in 20 min. um das 3- bis 4-fache zunimmt.
Referenzbereich 0,6 - 2,4 mmol/l
Störfaktoren Bei sachgerechter Blutentnahme (siehe Patientenvorbereitung) nicht bekannt.
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Hyperlactatämie:

Lactat: 2,2 - 5 mmol/l
arterieller pH:  < 7,36
Halbwertzeit:  ca. 40 min
Folge eines Ungleichgewichtes zwischen Bildungs- und Utilisationsrate von Milchsäure (z.B. bei körperlicher Aktivität, Alkali- oder Kohlenhydratinfusionen, hohen Insulingaben, postoperativ und bei der Kompensation einer respiratorischen Alkalose).
Lactatacidose: Lactat: > 5 mmol/l
arterieller pH: < 7,30
Symptom eines Stoffwechselzustandes; häufigste Ursache: Gewebshypoxie.

Probenannahme täglich rund um die Uhr
Resultatmitteilung je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich
Personal- und Sachmittelaufwand  +

 

Kenngröße LACTAT-DEHYDROGENASE (LDH)
Probenmaterial Plasma
Referenzbereich
Frauen:

135 - 214 U/l

Männer: 135 - 225 U/l
Kinder
< 20 Tage: 225 - 600 U/l
< 15 Jahre: 120 - 300 U/l
Störfaktoren Bei in-vitro-Hämolyse falsch hohe Werte durch Austritt von LDH aus Erythrozyten.
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Zytoplasmatisches gewebeunspezifisches Enzym; die Serumhalbwertzeit ist vom vorherrschenden Isoenzym abhängig:
LDH 1 (Herz, Erythrozyten) : ca. 100 Std.
LDH 5 (Leber): 8 - 12 Std.
Eine Begleithepatitis bei M. Pfeiffer kann aufgrund der hohen LDH (Isoenzyme 3/4 aus dem lymphat. System) von anderen Virushepatitiden abgegrenzt werden.
Mögliche Erhöhung der LDH bei körperlicher Belastung.
Probenannahme täglich rund um die Uhr.
Resultatmitteilung je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich. 
Personal- und Sachmittelaufwand  +

 

Kenngröße LDL-CHOLESTERIN
Probenmaterial Plasma / Serum
Referenzbereich Errechneter Wert aus Gesamtcholesterin, Triglyceriden und HDL-Cholesterin nach der Friedewald-Formel.

Die Vermehrung der Blutfette gilt neben dem Zigarettenrauchen, der arteriellen Hypertonie und der Adipositas als wichtiger kardiovaskulärer Risikofaktor. Daher werden hier keine Referenzwerte, sondern Zielwerte mit und ohne Risikofaktor angegeben**.
Idealbereich (EAS-Empfehlung):
ohne weiteren Risikofaktor: < 155 mg/dl
mit weiterem Risikofaktor: < 135 mg/dl
Mäßiges Risiko: 155 - 190 mg/dl
Hohes Risiko: > 190 mg/dl
 

Umrechnung in SI-Einheit: mg/dl x 0,026 = mmol/l

Störfaktoren s. HDL-Cholesterin
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Berechnung nach Friedewald-Formel:
LDL-Chol. = Ges.-Chol. - (Triglyceride/5) - HDL-Chol.
 

Die Berechnung ist nur bei Chylomikronen-freiem Nüchternplasma und Triglyceridkonzentrationen <400 mg/dl möglich. Alle in die Berechnung eingehenden Parameter müssen angefordert werden.

Probenannahme täglich rund um die Uhr.
Resultatmitteilung Bei Probeneingang bis 13 Uhr am gleichen, sonst am nächsten Werktag.
Personal- und Sachmittelaufwand  +

 

Kenngröße LIPASE
Probenmaterial Plasma
Referenzbereich 13 - 60 U/l
Störfaktoren Bei Plasmozytom und Hypertriglyzeridämie falsch hohe, bei Hämolyse (Hb>2 g/l) falsch niedrige Werte.
Bei einigen Patienten ist die Lipaseaktivität aufgrund bisher nicht näher charakterisierter Faktoren nicht messbar.
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Pankreas-spezifisches Enzym, erhöhte Aktivitäten auch bei Niereninsuffizienz, Halbwertzeit: 7 - 14 Std.
Probenannahme täglich rund um die Uhr.
Resultatmitteilung je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich.
Personal- und Sachmittelaufwand +

 

Kenngröße LIPOPROTEIN (a)
Probenmaterial Serum
Referenzbereich

< 30 mg/dl

Störfaktoren selten durch monoklonale Gammopathie vom Typ IgM
Hinweise zu Indikation und Beurteilung

Lp(a) ist ein Dimer, bestehend aus einem LDL-Molekül und einem Apo(a). Lp(a) stellt einen von den anderen Lipidparametern unabhängigen Risikofaktor dar und ist erhöht:

  • genetisch bedingt 
  • bei Hypothyreose
  • bei Urämie
  • bei schlecht eingestelltem D. mellitus

Lp(a) ist erniedrigt bei:

  •  Hyperthyreose
Probenannahme Mo - Fr.8 - 13 Uhr
Resultatmitteilung Dienstag und Freitag
Personal- und Sachmittelaufwand ++

M:

Kenngröße MAGNESIUM
Probenmaterial Plasma, Urin
Referenzbereich
Plasma: 0,75 - 1,15 mmol/l
Urin: 3,0 - 6,0 mmol/l

Literaturangaben**:

Frauen: 0,77 - 1,03 mmol/l
Männer: 0,73- 1,06 mmol/l
Neugeborene: 0,48 - 1,05 mmol/l
Kinder: 0,60 - 0,95 mmol/l
Urin: 3,0 - 5,0 mmol/24 h
Störfaktoren Falsch niedrige Werte bei Abnahme in EDTA-Röhrchen; in hämolytischen Proben falsch hohe Werte.
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Indikationen: Störungen des Ca-Stoffwechsels, Verlaufskontrolle bei Therapie mit potentiell nephrotoxischen Medikamenten, Niereninsuffizienz, parenterale Ernährung sowie Alkoholismus.
Erniedrigte Mg-Ausscheidung im Urin bei normaler Nierenfunktion liefert einen Hinweis auf alimentären Mg-Mangel.
Probenannahme täglich rund um die Uhr.
Resultatmitteilung Plasma: je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich.
Urin: Bei Probeneingang bis 13.00 Uhr am gleichen, sonst am nächsten Werktag.
Personal- und Sachmittelaufwand  +

 

Kenngröße MYOGLOBIN
Probenmaterial Plasma
Referenzbereich
Frauen: 19 - 51 mg/l
Männer: 23 - 72 mg/l
Störfaktoren keine bekannt
Hinweise zu Indikation und Beurteilung nicht herzspezifisch, Anstieg: 2 - 4 h nach kardialem Schmerzbeginn, frühester Marker bei Muskelnekrosen (z.B. Herzinfarkt,Trauma, außergewöhnliche körperliche Belastung), Erhöhung bei Niereninsuffizienz
Probenannahme täglich rund um die Uhr
Resultatmitteilung je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich.
Personal- und Sachmittelaufwand  +++

N:

Kenngröße NATRIUM
Probenmaterial Plasma, Lithium-Heparin-Vollblut, Urin
Referenzbereich
Plasma/Vollblut: 135 -145 mmol/l
Urin: 120 - 220 mmol/24 h

Literaturangaben für Kinder**:

0. - 7. Tag: 133 - 146 mmol/l
8. - 31. Tag: 134 - 144 mmol/l
1. -6. Monat: 134 - 142 mmol/l
6. Mo. - 1 Jahr: 133 - 142 mmol/l
> 1 Jahr: 134 - 143 mmol/l
Urin: 0,5 - 4,9 mmol/kg/24 Std.
Störfaktoren Pseudohyponatriämie bei Hyperlipidämie oder Hyperproteinämie.
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Urin: starke Nahrungsabhängigkeit; Beurteilung nur in Zusammmenhang mit Elektrolytkonzentrationen im Plasma und aktuellem Säure-Basen-Status möglich.
Probenannahme täglich rund um die Uhr.
Resultatmitteilung Plasma, Lithium-Heparin-Vollblut : je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich.

Urin: Bei Probeneingang bis 13.00 Uhr am gleichen, sonst am nächsten Werktag.

Personal- und Sachmittelaufwand  +

Kenngröße NT-proBNP (N-terminales pro B-Typ natriuretisches Peptid)
Probenmaterial Serum
Referenzbereich Frauen bis 50 Jahre: 155 ng/l
Männer bis 50 Jahre: 84 ng/l
Frauen über 50 Jahre: 248 ng/l
Männer über 50 Jahre: 194 ng/l
Störfaktoren erhöhte Werte bei Niereninsuffizienz
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Der Test erfasst das zirkulierende proBNP im Plasma. BNP ist das wichtigste natriuretische Peptid der Ventrikel und stellt einen Indikator der Ventrikelüberlastung dar. Die Funktion von proBNP im Blut ist unbekannt, eine Aussage  bezüglich Diagnose, Risikostratifizierung und Krankheitsverlaufsmonitoring ist dem BNP vergleichbar. Der Vorteil des proBNP gegenüber dem BNP ist die längere Halbwertszeit, so dass es weniger durch Lagewechsel, Alltagsaktivitäten oder anderen kurzfristigen Schwankungen von Stimuli beinflußt wird.
Indikationen:
1. Diagnostik einer Herzinsuffizienz:
Patienten mit einer Herzinsuffizienz NYHA I haben signifikant höhere NT-proBNP-Ruhewerte als gleichaltrige Gesunde. Es korreliert mit der Ejektionsfraktion und dem Ausmaß der kardialen Schädigung. NT-proBNP-Werte < 125 ng/l schließen eine dekompensierte Herzinsuffizienz als Ursache einer Dyspnoe aus. Folgende Werte sprechen für eine Dyspnoe aufgrund akuter Herzinsuffizienz:
- > 450 ng/l (bis 50 Jahre)
- > 900 ng/l (50 - 75 Jahre)
- > 1800 ng/l (über 75 Jahre)
Werte dazwischen sind nicht sehr aussagekräftig, da sie auch gemessen werden bei akuten pulmonalen Ursachen der Dyspnoe z.B. Pulmonalembolie mit Rechtsherzbelastung, Linksherzüberlastung bei Hypertonie
2. Therapiemonitoring:
Bei Patienten, die auf eine Herzinsuffizienztherapie ansprechen, sinken die NT-proBNP-Werte, ansteigende NT-proBNP-Werte unter Therapie sind als Alarmsignal zu werten.
Probenannahme Täglich rund um die Uhr
Resultatmitteilung Am gleichen Tag, je nach Dringlichkeit innerhalb von 2 Stunden, bei Lebensgefahr so schnell wie möglich
Personal- und Sachmittelaufwand ++

O:

P:

Kenngröße PHOSPHAT (anorganisch)
Probenmaterial Plasma, Urin
Patientenvorbereitung und Probenentnahme Blutabnahme nüchtern
Referenzbereich Plasma:
> 16 Jahre: 0,77 - 1,50 mmol /l
10 - 16 Jahre: 1,05 - 1,64 mmol/l (w)
1,05 - 1,56 mmol/l (m)
6 - 10 Jahre: 1,23 - 1,62 mmol/l (w)
1,32 - 1,68 mmol/l (m)
1 - 6 Jahre: 1,31 - 1,70 mmol/l (w)
1,22 - 1,88 mmol/l (m)
2 Mo. - 1 Jahr: 1,35 - 2,08 mmol/l (w)
1,42 - 1,97 mmol/l (m)
bis 2 Monate: 1,51 - 2,23 mmol/l

Urin:

Erwachsene:

10 - 32 mmol/ 24 Std.
Kinder: 0,4 - 1,0 mmol/kg/Tag
Störfaktoren Serum: Lagerung über 6 h bei Raumtemperatur oder Hämolyse ergeben falsch hohe Werte. Phenothiazine und Antikoagulantien wie Citrat können falsch niedrige Werte vortäuschen.
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Erhöhte Plasma-Werte:

- massiver Zellzerfall
- renale Insuffizienz
- Akromegalie
- Hypoparathyreoidismus (hier bei niedriger Urinausscheidung)
 

Erniedrigte Plasma-Werte:

- Hyperparathyreoidismus
- renal-tubuläre Schäden
Störungen des Calcium-Phosphathaushaltes werden in der Anfangsphase häufig nur durch eine pathologische Konzentration dieser Substanzen im 24-Std.-Sammelurin detektiert. Phosphat sollte im Zusammenhang mit der Calcium-Konzentration und der alk. Phosphatase beurteilt werden.

Die Phosphatausscheidung im Urin ist von der Nahrungszufuhr, dem Knochenstoffwechsel, dem Glomerulumfiltrat und der tubulären Phosphatresorption abhängig, daher sollte zur Beurteilung des Phosphathaushaltes zusätzlich die Phosphat-Clearance bestimmt werden.

Probenannahme täglich rund um die Uhr.
Resultatmitteilung Plasma, Lithium-Heparin-Vollblut : je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich

Urin: Bei Probeneingang bis 13.00 Uhr am gleichen, sonst am nächsten Werktag.

Personal- und Sachmittelaufwand  +

 

Kenngröße PHOSPHAT-CLEARANCE
Probenmaterial Plasma und 2 einstündige Urin-Sammelperioden
Patientenvorbereitung und Probenentnahme Nüchtern 500 ml Tee trinken und nach 1 Std. Blase entleeren und erneut 250 ml Tee trinken lassen.
Nach einer weiteren Std. Blutentnahme f
Referenzbereich 5,4 - 16,2 ml/min
Störfaktoren siehe Phosphat
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Erhöhte Phosphat-Clearance: primärer und sekundärer Hyperparathyreoidismus nicht renaler Ursache, Hypocalcämie, Phosphatdiabetes, renal-tubuläre Acidose, vermehrte alimentäre Zufuhr von Phosphat und NaCl.
Verminderte Phosphat-Clearance: Hypoparathyreoidismus, Akromegalie, akutes und chronisches Nierenversagen, Wachstumsschub, Gravidität, Laktation.
Die Phosphat-Clearance berücksichtigt nicht die Nierenfunktion. Sie ist bei prim. Hyperparathyreoidismus und eingeschränkter Nierenfunktion oft normal. Daher sollte in solchen Fällen die prozentuale tubuläre Phosphatrückresorption (TRP), die den prozentualen Anteil des Phosphates im Primärharn darstellt, der tubulär rückresorbiert wird, berechnet werden:

TRP(%) = [1 - ( CP/CCr)] x 100
(CP = Phosphat-Clearance, CCr = Creatinin-Clearance)

Referenzbereich: 82 - 90%
Erniedrigte TRP:
prim. Hyperparathyreoidismus, Phosphatdiabetes, renal tubuläre Acidose.
Die TRP ist allerdings von der Phosphat-Zufuhr abhängig (Anstieg bei Phosphat-Entzug, Abfall bei reichlicher Phosphat-Zufuhr).
Probenannahme täglich rund um die Uhr
Resultatmitteilung Bei Probeneingang bis 13.00 Uhr am gleichen, sonst am nächsten Werktag.
Personal- und Sachmittelaufwand  ++

 

Kenngröße PROCALCITONIN

Probenmaterial

Serum
Referenzbereich < 0,5 µg/l
Störfaktoren -
Hinweise zu Indikation und Beurteilung Ein Anstieg von Procalcitonin kann verursacht werden durch bakterielle oder invasive Pilzinfektionen, größeren Traumata, großen chirurgischen Eingriffen oder Verbrennungen. Durch Procalcitonin können virale und bakterielle Infektionen bzw. autoimmune Entzündungen und bakterielle Infektionen voneinander unterschieden werden. Procalcitonin findet ferner Anwendung in der Verlaufskontrolle z.B. nach größeren Operationen bzw. beim Therapiemonitoring.
Probenannahme Täglich rund um die Uhr
Resultatmitteilung Am gleichen Tag, je nach Dringlichkeit innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich
Personal- und Sachmittelaufwand +++

Q:

R:

S:

T:

Kenngröße TRIGLYCERIDE
Probenmaterial Plasma / Serum
Referenzbereich

70-180 mg/dl

Umrechnung in SI-Einheit: mg/dl x 0,0114 = mmol/l

Störfaktoren Falsch erhöht bei gesteigerter Lipolyse (z.B. Fasten), Heparintherapie oder Hämolyse (Hb> 2g/l);
falsch erniedrigt durch Bilirubin >10 mg/dl und Ascorbinsäure > 30 mg/l.
Hinweise zu Indikation und Beurteilung s. Cholesterin, Erhöhung auch bei Alkoholismus.
Probenannahme täglich rund um die Uhr
Resultatmitteilung je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden.
Personal- und Sachmittelaufwand  +

 

Kenngröße TROPONIN T (TNT)
Probenmaterial Serum
Referenzbereich bis 0,1 µg/l
Störfaktoren keine Störungen durch Hämoglobin ( < 3,9 g/l), Bilirubin ( < 40 mg/dl und Triglyceride ( < 15 g/l)
Hinweise zu Indikation und Beurteilung herzspezifischer Marker, keine Erhöhung bei Skelettmuskelschäden oder Nierenerkrankungen, Anstieg: 3 - 4h nach kardialem Schmerzbeginn, Konzentrationsgipfel nach 12 - 24 h
Probenannahme täglich rund um die Uhr.
Resultatmitteilung je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich.
Personal- und Sachmittelaufwand  +++

 

Kenngröße TROPONIN T hochsensitiv  (TNThs)
Probenmaterial Serum
Referenzbereich bis 14 pg/ml
Störfaktoren keine Störungen durch Hämoglobin ( < 3,9 g/l), Bilirubin ( < 40 mg/dl und Triglyceride ( < 15 g/l)
Hinweise zu Indikation und Beurteilung

herzspezifischer Marker
Anstieg: 3 - 4h nach kardialem Schmerzbeginn, Konzentrationsgipfel nach 12 - 24 h
In der zweiten Septemberwoche wird der TNT-Test auf einen hoch-sensitiven Test zur Bestimmung des kardialen TroponinT umgestellt.

Die Umstellung vom bisherigen TroponinT Test auf den hoch sensitiven TroponinT (TNT hs) Test bedingt folgende Änderungen:

1. Zum besseren Umgang mit niedrigen Analyt-Konzentrationen wird die neue Einheit "pg/ml" statt bisher "ng/ml" verwendet (0,001 ng/ml = 1 pg/ml).

2. Durch die verbesserte Testperformance im unteren Messbereich ergeben sich die folgenden Testspezifikationen.

  TNT hs
Messbereich 2 - 10 000 pg/ml
(0,002 - 10 ng/ml) 
Untere Nachweisgrenze 5 pg/ml (0,005 ng/ml)

3. Den Empfehlungen der internationalen Fachgesellschaften folgend, wird der Cut-Off zur Diagnose des Akuten Koronarsyndroms angepasst:

  TNT hs
 Definitionskriterium 99. Perzentil der Referenzgruppe
 Cut-Off Wert 14 pg/ml (0,014 ng/ml)

Hinweise zur Diagnostik des AMI
Die Sensitivität des TNT hs zur Diagnose des AMI ist im Vergleich zum bisherigen Assay wesentlich höher, insbesondere bei Patienten, die in den ersten Stunden nach Einsetzen der Symptome untersucht werden (4). Allerdings geht die gesteigerte klinische Sensitivität mit einer reduzierten Spezifität und einem geringeren positiven prädiktiven Wert in Bezug auf die Diagnose des AMI einher (4).

Es werden nun in einem Messbereich, der vormals nicht detektierbar war, Troponin-Konzentrationen gemessen, die nicht zwingend durch eine akute Ischämie des Herzmuskels verursacht wurden, sondern auch durch andere Ursachen einer myokardialen Schädigung hervorgerufen worden sein können.

Daher ist es bei Verwendung des neuen Cut Off (99.Perzentil) von größter Bedeutung, alle Kriterien zur Definition eines akuten Myokardinfarktes einzubeziehen (nach 1,2):

  • Klinischer Kontext
  • Pathologische kardiale Troponin-Konzentration: cTn > 99. Perzentil
  • Dynamik der kardialen Troponin-Konzentration: Anstieg oder Abfall innerhalb von Stunden

Bei Vorliegen pathologischen Konzentrationen kardialer Troponine und unklarer klinischer Symptomatik kommt zukünftig der Differenzialdiagnostik eine gesteigerte Bedeutung zu. Es ist bei Betrachtung der zu Grunde liegenden Pathophysiologie nicht möglich, durch Anheben des Cut-Offs eine ischämische von einer nicht-ischämischen Genese zu unterscheiden. Folglich müssen andere Ursachen einer Myokard-Schädigung in Betracht gezogen werden.

Differenzialdiagnosen der Troponinerhöhung, ohne dass ein ACS vorliegt (6).

  • Schwere akute und chronische Herzinsuffienz
  • Aortendissektion, Aortenklappenerkrankung, hypertrophe Kardiomyopathie
  • Trauma, Ablation, Stimulation, Kardioversion, Endomyokardbiopsie
  • Inflammatorische Erkrankungen, z.B. Myokarditis, myokardiale Begleitreaktion bei Endo-/perikarditis
  • Hypertensive Krise
  • Tachy- oder Bradyarrhythmien
  • Lungenembolie, schwerer pulmonaler Hochdruck
  • Hypothyreose
  • "Apical ballooning syndrome" (Tako-Tsubo-Kardiomyopathie)
  • Chronische oder akute Niereninsuffienz
  • Akute neurologische Erkrankungen, z.B. Schlaganfall, Subarachnoidalblutung
  • Infiltrative Erkrankungen, z.B. Amyloidose, Hämochromatose, Sarkoidose, Sklerodermie
  • Toxisch, z.B. Adriamycin, 5-Fluorouracil, Herceptin, Schlangengifte
  • Verbrennungen, wenn > 30% der Körperoberfläche betroffen
  • Rhabdomyolyse
  • Kritisch kranke Patienten, besonders bei Lungenversagen, Sepsis

Literatur

  1. Alpert JS, Thygesen K, Antman E, Bassand JP. Myocardial infarction redefined - a consensus document of The Joint European Society of Cardiology/American College of Cardiology Committee for the redefinition of myocardial infarction. J Am Coll Cardiol 2000;36:959-69. [Erratum, J Am Coll Cardiol 2001; 37:973.]
  2. Thygesen K, Alpert JS, White HD. Universal definition of myocardial infarction. Eur Heart J 2007;28:2525-38.
  3. Panteghini et al Evaluation of Imprecision for Cardiac Troponin Assays at Low-Range Concentrations. Clin Chem 2004;50:327-32
  4. Reichlin T, Hochholzer W, Bassetti S, et al. Early diagnosis of myocardial infarction with sensitive cardiac
  5. Keller T, Zeller T, Peetz D, et al. Sensitive troponin I assay in early diagnosis of acute myocardial infarction. N Engl J Med 2009;361:868-77.
  6. C.W. Hamm  Kommentar zu den Leitlinien der European Society of Cardiology (ESC) zur Diagnose und Therapie des akuten Koronarsyndroms ohne ST-Strecken-Hebung (NSTE-ACS). Kardiologie 2009.
  7. Morrow DA, Cannon CP, Jesse RL, et al. National Academy of Clinical Biochemistry Laboratory Medicine Practice Guidelines: clinical characteristics and utilization of biochemical markers in acute coronary syndromes. Clin Chem 2007;53:552-74.
  8. World Health Organization. Report of the Joint International Society and Federation of Cardiology/World Health Organization Task Force on Standardization of Clinical Nomenclature. Nomenclature and criteria for diagnosis of ischemic heart disease. Circulation 1979;59:607-609.
Probenannahme täglich rund um die Uhr.
Resultatmitteilung je nach gewünschter Dringlichkeit am gleichen Tag, innerhalb von 2 Stunden oder bei Lebensgefahr so schnell wie möglich.
Personal- und Sachmittelaufwand  +++

U:

V:

W:

X:

Y:

Z:

** Referenzbereiche aus Literaturangaben werden vom Zentrallabor nicht zur medizinischen Validation herangezogen und erscheinen nicht auf den Befunden. Für die Richtigkeit dieser Angaben wird keine Haftung übernommen.
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Letzte Änderung: Dr. Thomas Streichert, 09.08.2011