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Sonstige Tests

SONSTIGE TESTS

Anforderungsschein Gerinnungsdiagnostik für UKE-externe Einsender.pdf

Ansprechpartner für Rückfragen:  Dr. Marx   Tel: 040-42803-6111 oder -3435

Kenngröße

Präkallikrein (PK, Fletcher-Faktor)

Methode

Koagulometrische Einstufenmethode mit PK-Mangelplasma und Bestimmung der Gerinnungszeit im aPTT-Testsystem. Gleiches Testprinzip wie bei der Bestimmung von VIII (s.dort).

Probenmaterial

Citratblut (1:10)

Messbereich

1 bis 200 % d.N.

Referenzbereich

50 - 150 % d.N.

Störfaktoren

Lupus-AK. Heparin, Hirudin, ikterische, lipämische und hämolytische Plasmen; wegen der Vorverdünnung des Probenmaterials nur bei sehr starker Ausprägung.

Hinweise zu Indikation und Beurteilung

Klärung einer verlängerten aPTT, wenn kein Mangel eines anderen Gerinnungsfaktors, kein Lupus-AK und keine Medikamenteneffekte nachweisbar sind. Ein PK-Mangel ist symptomlos und hat für den Patienten keine klinischen Folgen. Eine vollständige Klärung einer verlängerten PTT ist jedoch zu empfehlen, z.B. um zukünftige Verzögerungen bei operativen Eingriffen zu vermieden.

Probenannahme

werktags 8:00 bis 15:00.

Resultatmitteilung

Der Test wird in der Regel in größeren Zeitabständen aus eingefrorenen Plasmaproben durchgeführt.

Personal- und Sachmittelaufwand

++/++

 

 

Kenngröße

Hochmolekulares Kininogen (HMWK, Fitzgerald-Faktor)

Methode

Koagulometrische Einstufenmethode mit HMWK-Mangelplasma und Bestimmung der Gerinnungszeit im aPTT-Testsystem. Gleiches Testprinzip wie bei der Bestimmung von VIII (s.dort).

Probenmaterial

Citratblut (1:10)

Messbereich

1 bis 200 % d.N.

Referenzbereich

70 - 150 % d.N.

Störfaktoren

Wie bei Präkallikrein.

Hinweise zu Indikation und Beurteilung

Analog zum Präkallikrein: auch ein HMWK-Mangel ist symptomlos.

Probenannahme

werktags 8:00 bis 15:00.

Resultatmitteilung

Der Test wird in der Regel in größeren Zeitabständen aus eingefrorenen Plasmaproben durchgeführt.

Personal- und Sachmittelaufwand

++/++

 

 

Kenngröße

C1-Esterase-Inhibitor (C1-INH, C1-Inhibitor)

Methode

C1-Inhibitor der Probe hemmt vorgelegte C1-Esterase. Die restliche Aktivität der C1-Esterase wird photometrisch bestimmt und ist umgekehrt proportional zum C1-INH-Gehalt der Probe.

Probenmaterial

Citratblut (1:10)

Messbereich

1 bis 140 % d.N.

Referenzbereich

70 - 130 % d.N.

Störfaktoren

Stark ikterische, lipämische und hämolytische Plasmen

Hinweise zu Indikation und Beurteilung

V.a. hereditäres angioneurotisches Ödem; V.a. erworbenen C1-INH-Mangel bei Capillary-Leak-Syndrome.  Pathologische C1-INH-Werte gehen nicht mit einer Blutungs- oder Thromboseneigung einher.

Probenannahme

werktags 8:00 bis 15:00.

Resultatmitteilung

In der Regel am gleichen Tag.

Personal- und Sachmittelaufwand

++/++

 

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Letzte Änderung: Dr. Thomas Streichert, 23.02.2005