Heparin-induzierte Thrombotytopenie > Aktivierungsmarker der Gerinnung und Fibrinolyse
Aktivierungsmarker der Gerinnung und der Fibrinolyse
Allgemeine Angaben:
Methoden: Aktivierungsmarker sind Reaktionsprodukte der Gerinnung bzw. der Fibrinolyse. Sie werden zur Erfassung einer gesteigerten Gerinnungs- oder Fibrinolyseaktivierung durchgeführt. In unserem Labor bestimmen wir die D-Dimere, den Thrombin-Antithrombin-Komplex und den Plasmin-Plasmininhibitor-Komplex.
Störfaktoren: Eine traumatische Blutentnahme kann zu einer in-vitro-Aktivierung der Gerinnung und der Fibrinolyse führen und dadurch eine pathologische Situation vortäuschen. Dieses Risiko besteht besonders bei Neugeborenen und Säuglingen.
Hinweise zu Indikation und Beurteilung: Diese Tests werden zur Diagnose einer disseminierten intravasalen Gerinnung sowie zur Erfassung einer latenten Aktivierung der Gerinnung und der Fibrinolyse durchgeführt. Leichte bis mäßige Erhöhungen der Werte deuten im Allgemeinen auf eine unspezifische Aktivierung von Gerinnung bzw. Fibrinolyse hin, stärker erhöhte auf eine manifeste DIC oder Hyperfibrinolyse. Da es jedoch keine festen Grenzwerte für deren positiven Nachweis gibt, können auch diese Tests nur im Zusammenhang mit dem gesamtem Gerinnungsbefund und der Klinik beurteilt werden. Zu beachten ist, dass auch große Wundflächen zu einer z.T. deutlichen Erhöhung von Aktivierungsparametern führen können. Die Bestimmung von TAT und PPI dient vor allem der Dokumentation einer DIC oder Hyperfibrinolyse, insbesondere dann, wenn die in der Routine- und Notfalldiagnostik verfügbaren Tests noch keine eindeutige Diagnose ergeben.
Wir empfehlen, TAT und PPI immer gemeinsam zu bestimmen, um zwischen einer hyperfibrinolytischen und einer hypofibrinolytischen DIC sowie zwischen einer sekundären und einer, nach unserer Erfahrung sehr seltenen primären Hyperfibrinolyse unterscheiden zu können. Für eine vollständige Beurteilung sollten aus der gleichen Probe mindestens auch ein Gerinnungsstatus und die D-Dimere bestimmt werden. Auch das Thrombelastogramm ist bei dieser Fragestellung sehr nützlich.
Für die Beurteilung der Ergebnisse ist die Berücksichtigung der Halbwertszeiten (HWZ) der einzelnen Reaktionsprodukte bedeutsam (siehe einzelne Tests).
Kenngröße: D-Dimere
Die D-Dimere werden im Absatz über das erweiterte Screening-Programm beschrieben. HWZ der D-Dimere: ca. 8 Stunden.
Die D-Dimere sind der einzige Test dieser Gruppe, der als Notfallparameter rund um die Uhr verfügbar ist.
| Kenngröße |
Thrombin-Antithrombin-Komplexe (TAT) |
| Methode |
ELISA |
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Probenmaterial |
Citratblut (1:10) |
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Messbereich |
1 - 600 µg/l |
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Referenzbereich |
1,0 - 4,1 µg/l |
| Störfaktoren |
siehe unter 'allgemeine Angaben'. |
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Hinweise zu Indikation und Beurteilung |
Diagnose einer Hyperkoagulabilität bzw. DIC. HWZ der TAT-Komplexe: ca. 10 Minuten. |
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Probenannahme |
Werktags 8:00 - 15:00; außerhalb dieser Zeit eintreffende Proben können ggf. für eine spätere Bestimmung eingefroren werden; als ELISA nicht für die Notfall-Diagnostik geeignet. |
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Resultatmitteilung |
Der Test wird derzeit nur in größeren Zeitabständen aus eingefrorenen Proben durchgeführt, in Abhängigkeit von der Anzahl der Anforderungen. |
| Personal- und Sachmittelaufwand |
+++/+++ |
| Kenngröße |
Plasmin-Plasmininhibitor-Komplexe (PPI; Synonym: Plasmin-Antiplasmin bzw. PAP) |
| Methode |
ELISA |
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Probenmaterial |
Citratblut (1:10) |
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Messbereich |
50 - 50000 µg/l |
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Referenzbereich |
120 - 700 µg/l |
| Störfaktoren |
siehe unter 'allgemeine Angaben'. |
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Hinweise zu Indikation und Beurteilung |
Nachweis einer intravasalen Plasminbildung. Diagnose einer Hyperfibrinolyse. HWZ der PPI-Komplexe: ca. 12 Stunden. |
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Probenannahme |
Werktags 8:00 - 15:00; außerhalb dieser Zeit eintreffende Proben können ggf. für eine spätere Bestimmung eingefroren werden; als ELISA nicht für die Notfall-Diagnostik geeignet. |
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Resultatmitteilung |
Der Test wird derzeit nur in größeren Zeitabständen aus eingefrorenen Proben durchgeführt, in Abhängigkeit von der Anzahl der Anforderungen. |
| Personal- und Sachmittelaufwand |
+++/+++ |