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Bei den L1CAM-Spektrum-Erkrankungen handelt es sich um eine Gruppe X-chromosomal rezessiv vererbter Krankheiten. Daher sind fast ausschließlich männliche Personen betroffen während Konduktorinnen in der Regel klinisch unauffällig sind. Die inter- und intrafamiliäre phänotypische Variabilität des L1CAM-Syndroms ist sehr ausgeprägt, so werden klinisch folgende Krankheitsbilder unterschieden:
Mutationen des L1CAM-Gens (Xq28) sind mit den o.a. Krankheitsbildern assoziiert. Das Gen besteht aus 28 codierenden Exons. Bei den Betroffenen wurden Missense-, Nonsense-, Splicesite- und Frameshift-Mutationen, die im gesamten kodierenden Bereich des Gens lokalisiert sein können, nachgewiesen. Abhängig von der Lage und vom Typ der Mutation konnte bereits eine gewisse Genotyp-Phänotyp-Korrelation aufgezeigt werden. So führen Missense-Mutationen zu einem eher milden Phänotyp während Mutationen, die ein trunkiertes oder ein fehlendes Protein zur Folge haben, mit einem eher schweren Krankheitsphänotyp assoziiert sind.
DiagnostikFür die durch unser Labor angebotene molekulargenetische Diagnostik werden 3-5 ml EDTA-Blut benötigt. Unsere Untersuchung beinhaltet eine Mutationsanalyse der kodierenden Exons des L1CAM-Gens mittels SSCP-Analyse bzw. direkter Sequenzierung.