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Fokale dermale Hypoplasie

Das klinische Bild

Bei der fokalen dermalen Hypoplasie (FDH; OMIM #300166), die auch unter dem Namen Goltz-Gorlin-Syndrom bekannt ist, handelt es sich um eine seltene X-chromosomale Erkrankung mit männlicher Letalität in utero. Charakteristisch für diese Erkrankung sind streifenförmige, den Blaschko-Linien folgende Hautareale, in denen die Dermis hypoplastisch ist oder gänzlich fehlt, und das darunter liegende Fettgewebe hernienartig hervorquillen kann. Zu den weiteren klinischen Merkmalen gehören flecken- oder streifenförmige Kahlstellen am Kopf, periorifizielle Papillome, Nageldystrophie, asymmetrische Extremitätenfehlbildungen (z.B. Syndaktylie oder Ektrodaktylie), Mikrophthalmie/Anophthalmie sowie Iris- oder retinale Kolobome. Die Zähne sind oft hypoplastisch und unregelmäßig angeordnet, auch ein verspäteter Zahndurchbruch oder das Fehlen einiger Zahnanlagen wurden bei Patienten mit FDH beobachtet.

Genetik

Die FDH wird durch Mutationen im PORCN-Gen, welches auf dem kurzen Arm des X-Chromosoms liegt (Xp11.23), verursacht. Bei den weiblichen Betroffenen liegen in der Regel heterozygote Funktionsverlustmutationen (z.B. Nonsense- und Missense-Mutationen sowie Deletionen oder Duplikationen weniger Basenpaare) in PORCN vor. Auch mehrere Gene umfassende Mikrodeletionen wurden bei Patientinnen mit FDH beschrieben. Obwohl die meisten betroffenen Personen weiblich sind, tritt diese Erkrankung in 10% der Fälle auch im männlichen Geschlecht auf. Bei den bisher molekulargenetisch untersuchten männlichen Betroffenen wurde das Vorliegen der PORCN-Mutation im Mosaikzustand beschrieben.

Diagnostik

Für eine molekulargenetische Diagnostik werden 3-5 ml EDTA-Blut benötigt. Wird durch die Mutationsanalyse des PORCN-Gens keine Mutation gefunden und besteht weiterhin der dringende Verdacht auf eine FDH, kann sich eine FISH-Diagnostik anschließen, für die 5 ml Heparin-Blut benötigt wird.

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Letzte Änderung: Odonell Roscher, 20.02.2008