Zu den Inhalten springen

Hauptnavigation:

Kontakt | English | Sitemap

| Home > Zentren > Zentrum für Experimentelle Medizin > Institut für Medizinische Biometrie und Epidemiologie > IMBE: Institutsvorstellung

Ein Institut stellt sich vor - Institut für Medizinische Biometrie und Epidemiologie

 

Große Erfolge in der Medizin beruhten lange Zeit darauf, dass einfache Zusammenhangsprobleme auch ohne eine ausgefeilte Methodik gut lösbar waren. Viele anstehende, ungelöste Probleme sind jedoch multifaktoriell, d. h. ein bestimmtes Phänomen wird durch eine Vielzahl gleichzeitig wirkender Einflussgrößen bestimmt. Im immer stärkeren Maße sind daher in den Biowissenschaften Problemlösungen mit der mathematischen Modellierung verknüpft.


Das Fach Medizinische Biometrie (Medizinische Statistik) wurde daher auf Betreiben des Wissenschaftsrates seit den sechziger Jahren in praktisch allen deutschen medizinischen Fakultäten eingerichtet. Denn die Medizinische Biometrie eröffnet dem Mediziner ein weites Methodenspektrum zur notwendigen quantitativen Beschreibung (Modellierung) und Analyse empirischer Beobachtungen, der objektiven Bewertung neuer Therapien und diagnostischer Verfahren.


Als selbständiges Fach ist die Biometrie bestrebt, die Methodik auf spezielle Fragestellungen zu adaptieren, weiter zu entwickeln und neue Verfahren zu kreieren. Von der methodischen Unterstützung profitiert im UKE und anderen Kliniken eine Vielzahl von Projekten.
Auch wenn durch den technischen Fortschritt (leistungsfähige PCs, kommerzielle Software für Statistik und medizinische Informationsverarbeitung) die Anwendung der teilweise komplexen Verfahren erleichtert wurde, so ist die technische Anwendung von Verfahren nur ein unwesentlicher Teilaspekt einer sinnvollen Versuchsplanung, adäquaten Methodenauswahl und Interpretation von Ergebnissen.
Eine sachgerechte methodische Beratung ist zeitaufwendig und kann nur in engem Kontakt zwischen Methodikern und Klinikern geleistet werden. Eine wichtige, manchmal sogar die schwierigste Aufgabe besteht häufig darin, in einer gegebenen Situation das biometrische Problem überhaupt zu entdecken und den richtigen Lösungsweg zu finden. Dies erfordert oft mehr Zeit und Überlegung als die eigentliche Rechenarbeit. Die Übertragung von Lösungen aus vermeintlich analogen Situationen kann gefährlich sein, denn jedes medizinische Problem liegt meist etwas anders. Erst nach der gründlichen Auseinandersetzung (zeitintensiv) mit dem Ziel und der speziellen Bedingung eines Projektes lässt sich einschätzen, welche Verfahren in Betracht kommen bzw. entwickelt werden müssen.

Das Institut, damals noch IMDM (Institut für Mathematik und Datenverarbeitung in der Medizin), wurde im Jahre 1978 mit der Berufung von Prof. Dr. Jürgen Berger für die "Mathematik in der Medizin" und Prof. Dr. Karl-Heinz Höhne für die "Medizinische Informatik" ins Leben gerufen.
Mit der Umstrukturierung des UKEs wurde die Abteilung Mathematik in der Medizin Anfang 2003 in das selbständige Institut für Medizinische Biometrie und Epidemiologie innerhalb des neu gegründeten Zentrums für Experimentelle Medizin umgewandelt.


Die Aufnahme der Biometrie in das Studium der Medizin erfolgte, um den Studierenden die fachspezifische Denkweise nahe zu bringen und darzulegen, welche Erkenntnismöglichkeiten in einer systematischen klinischen Dokumentation, einer adäquaten Versuchsplanung und biometrischen Auswertung liegen. Gleichzeitig soll der Studierende durch den Unterricht in die Lage versetzt werden, die in den Publikationen verwandten Verfahren zu verstehen und die gezogenen Schlussfolgerungen kritisch bewerten zu können.


Über laufende Projekte, Publikationen, Lehrveranstaltungen, Kurse und vom Institut angebotenen Unterstützungen bei der Planung, Durchführung, Auswertung von Forschungsvorhaben und der Hilfe bei der Interpretation von Ergebnissen können Sie sich auf dieser Webseite informieren.

Seitenanfang    Seite drucken


© Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Impressum
Letzte Änderung: Internetbeauftragter des IMBEs, 26.05.2010