Aufgaben / Schwerpunkte
Das heutige ZfAM Hamburg, das zu den wissenschaftlich aktivsten arbeitsmedizinischen Einrichtungen zählt (ca. 70 Publikationen pro Jahr) entstand 1972.
Seit seinem Anfang bearbeitet das ZfAM mit wissenschaftlichen Methoden aktuelle Arbeits- und Gesundheitsschutzthemen wie z.B. Krebsrisiken, Atemwegserkrankungen und Allergien durch Arbeitsstoffe. Wissenschaftliche Schwerpunkte der Arbeitsmedizin sind heute:
- die spezielle Pathophysiologie und Diagnostik arbeitsbedingter allergischer Lungen- und Asthmaerkrankungen
- die Arbeitstoxikologie
- die arbeitsmedizinische Allergologie
- die Betriebsepidemiologie
- die psychomentalen Belastungen der modernen Arbeitswelt
Ziel der Forschung im ZfAM ist es, arbeitsbedingte Gesundheitsstörungen poliklinisch zu erfassen und deren Ursachen zu erforschen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dann in die Praxis, also am Arbeitsplatz z.B. der Krankenschwester, des Lackierers, des Seemanns zur Minimierung, wenn möglich zur Beseitigung der Gesundheitsgefährdung umgesetzt werden.
Die Arbeitsgruppe Schifffahrtsmedizin beschäftigt sich in enger Zusammenarbeit mit dem Hafen und Flughafenärztlichen Dienst und den anderen ZfAM-Arbeitsgruppen mit angewandten wissenschaftlichen Untersuchungen. Schwerpunkte sind heute:
- Gesundheitsgefährdung durch begaste Container und Waren
- Optimierung der medizinischen Beratung mit Hilfe der Telemedizin bei Unfällen oder Erkrankungen an Bord
- Unfallsituationen und deren Ursachen sowie Erkrankungshäufungen
- Sicherheit und Arbeitsplatzverbesserungen an Bord
- Wasser, Luft- und Lebensmittelhygiene an Bord
- die Verbesserung von Seenot-Rettungsmitteln, Testung von halbautomatischen Defibrillatoren an Bord.