Zu den Inhalten springen

Hauptnavigation:

Kontakt | English | Sitemap

| Home > Zentren > Zentrum für Psychosoziale Medizin > Universitätsprofessur für Arbeitsmedizin > Wissenschaftliche Projekte / Arbeitsgruppen

Arbeitsgruppen

 

Klinische Arbeitsmedizin:

Von der klinischen Arbeitsmedizin werden Patienten mit den verschiedensten Gesundheitsstörungen und -gefährdungen arbeitsmedizinisch-internistisch, ggf. unter Einbeziehung weiterer medizinischer Fächer, untersucht. Im Vordergrund stehen Berufsasthma, Lungenkrankheiten sowie spezielle Gesundheitsstörungen durch Berufs- und Umweltstoffe wie das Sick building Syndrom und Chemikalien-Unverträglichkeit. Überwiegend handelt es sich um poliklinisch durchgeführte neue, sensitive diagnostische Verfahren, z. B. differenzierende kardiopulmonale, spezielle allergologische oder toxikologische Untersuchungen, die Messung des ausgeatmeten Stickstoffmonoxids (NO) einschließlich seiner Änderungen nach verschiedenen beruflichen Tätigkeiten. Außerdem erfolgen allgemeine und spezielle arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen sowie reisemedizinische Beratungen. Eine wichtige Rolle kommt der Verbesserung von Präventionsstrategien in der Arbeitswelt zu.
Eine besondere Herausforderung stellen Sozialgerichtsverfahren dar, in denen grundlegende und umfassende Zusammenhangsfragen unter Berücksichtigung der neuesten wissenschaftlichen Literatur zu beantworten sind.
In Zusammenarbeit mit den anderen Arbeitsgruppen des Instituts und mit Hamburger Betrieben werden am Universitätsklinikum Eppendorf in jedem Semester für ca. 200 Medizinstudenten die arbeitsmedizinischen Vorlesungen, praxisbezogene Kurse und Betriebsbegehungen durchgeführt.
Die Klinische Arbeitsmedizin veranstaltet regelmäßig Fort- und Weiterbildungen, so den Lungenfunktions-Crashkurs, Arbeitsmedizinische Fallbesprechungen, des weiteren Tagungen über aktuelle klinisch-wissenschaftliche Fragestellungen sowie zur Gesundheitsförderung.
Ansprechpartner: Frau Dr. med. Preisser

Arbeitstoxikologie und Immunologie:

 

Arbeitstoxikologische Untersuchungen von schadstoffexponierten Beschäftigten nehmen seit vielen Jahren einen wichtigen Platz im ZfAM ein. Es geht dabei vor allem um die Weiterentwicklung des Biomonitorings, also um eine systematische Messung von Arbeitsstoffen oder ihren pathophysiologischen Stoffwechselprodukten in Körperflüssigkeiten wie Blut oder Urin zur Ermittlung und Bewertung der inneren Belastung und eines möglichen gesundheitlichen Risikos im Vergleich zu Referenzpopulationen und zu arbeits- und umweltmedizinisch relevanten Grenzwerten. Das Biomonitoring basiert auf instrumentellen Analytiken, die hinsichtlich ihrer Spezifität, Nachweisgrenze, Präzision sowie Robustheit im routinemäßigen Einsatz validiert sind. Dabei spielt die laborinterne und die externe Qualitätssicherung eine wichtige Rolle. Wir sind seit vielen Jahren Referenzlabor im Rahmen der Ringversuche der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. Aktuelle Schwerpunkte sind die Analysen von den Tabackrauch-Metaboliten (Passivrauchen), Isocyanate, Schwermetallen, Metalloiden, Insektiziden, aromatischen, chlorierten alkoholischen Lösungsmitteln sowie von chlororganischen Verbindungen.

Neben dem Biomonitoring werden bei uns neue Ambientmonitoring (Luftanalytik am Arbeitsplatz) Verfahren etabliert. Besondere Bedeutung kommt dabei den Container-und Innenraum-Luftmessungen auf Rückstände von flüchtigen Begasungsmittel-  und toxischen Industriechemikalien zu.

 Darüber hinaus beschäftigt sich die AG mit der Ursachenforschung und der speziellen weiter zu entwickelnden Diagnostik arbeits- und umweltbedingter Allergien, die weltweit auf dem Vormarsch sind. Im Vordergrund stehen Atemwegserkrankungen, insbesondere das Asthma bronchiale und die allergische Rhinitis sowie exogen allergische Alveolitis. Im Einzelnen werden IgE- bzw. IgG-Antikörpernachweise sowie Hautteste entwickelt, z.B. für die Diagnostik von Allergien auf Kunststoffbestandteile, exotische Hölzer, grüne Kaffeebohnen, Getreidestäube und Enzymsensibilisierungen. Aktuelle Forschungsschwerpunkt unserer Arbeitsgruppe fokussiert die wichtigste berufsbedingte Astmaerkrankung: die Isocyant-Asthma. Da die routinemäßige Diagnostik dieser Krankheitsbilder bisher unbefriedigend ist und Lücken aufweist optimieren und erweitern wir fortlaufend die Testverfahren.

Ansprechpartner: Frau Priv. Doz. Dr. L.T. Budnik

Psychomentale Belastung:

Die Arbeitsgruppe befasst sich mit arbeitsphysiologischen und arbeitspsychologischen Fragestellungen. Forschungsschwerpunkte sind derzeit Untersuchungen zur Beanspruchung bei Berufstätigen mit psychomentalen Belastungen unter Berücksichtigung von Arbeitszeitaspekten, Lebensalter, Geschlecht und Doppelbelastung durch Kindererziehung. Zu den durch Erhebungen erfassten Berufsgruppen zählen derzeit Lehrkräfte, Ärzte, Richter/innen und Architekten/innen. Ein besonderes Augenmerk gilt neuen Arbeitsweisen im Bereich der Informationstechnologie wie der Telearbeit und den Belastungen in Call Centern. Eingesetzt werden u.a. das Maslach-Burnout-Inventar zur Erfassung einer vorzeitigen emotionalen Erschöpfung wie sie im Lehrerberuf diskutiert wird. Solche Untersuchungen werden ergänzt durch biochemische, physiologische und psychologische Methoden, u.a. Hormonbestimmungen, Bestimmungen von Zellen der Immunabwehr, Langzeitelektrokardiographie oder ambulante Psychometrie.
Ansprechpartner: Herr Dr. med. R. Wegner

Betriebliche Epidemiologie:

Analytische betriebsepidemiologische Studien bekommen eine immer größere Bedeutung für die Beurteilung von Gefährdungen am Arbeitsplatz und die Umsetzung von Präventionsmaßnahmen, da hierbei Beschäftigte unter den real vorliegenden Arbeitsbedingungen im Hinblick auf Erkrankungen und deren Verhinderung untersucht werden. In industrialisierten Gesellschaften stehen heute chronische Erkrankungen wie Krebs, Allergien, Verschleißerkrankungen und Stress-assoziierte Erkrankungen im Vordergrund.
Die Forschungsschwerpunkte der betrieblichen Epidemiologie liegen derzeit auf berufsbedingten Verschleißerkrankungen (z.B. Rückenschmerzen im Baugewerbe), arbeitsbedingten Erkrankungen der Atemwege und / oder der Haut durch Endotoxine, Isocyanate, Latex sowie Krebserkrankungen durch Dioxine. In aktuellen Forschungsprojekten kooperiert die betriebliche Epidemiologie mit anderen Arbeitsgruppen des ZfA und externen Partnern.
Ansprechpartner: Herr Manuwald

Schifffahrtsmedizin:

Die Arbeitsgruppe Schifffahrtsmedizin beschäftigt sich mit angewandten wissenschaftlichen Untersuchungen zu den Themen Sicherheit, Rettungsmittel, Ergonomie, Arbeitsplatzverbesserung, psychosoziale- und Umweltbelastungen sowie Wasser-, Luft- und Lebensmittelhygiene an Bord. Ebenfalls werden Unfallsituationen und deren Ursachen sowie Erkrankungshäufungen erforscht. Hinzu kommen wissenschaftliche Untersuchungen zur Optimierung der medizinischen Beratung mit Hilfe der Telemedizin bei Unfällen oder Erkrankungen an Bord.
Die für deutsche Reedereien neu gebauten Schiffe werden bereits in der Planungsphase kontinuierlich auf die Einhaltung der Hygienerichtlinien für Wasserversorgungsanlagen kontrolliert.
Das HPHC arbeitet in verschiedenen Normungsgremien wie DIN, EN und ISO mit. Ebenso erfolgt eine Mitwirkung in gesetzgebenden Institutionen.
Die medizinische Ausbildung der fahrenden Schiffsoffiziere, die der Sicherstellung der medizinischen Betreuung an Bord dient, gehört mit den 4-wöchigen Grundkursen und den Wiederholungslehrgängen zu den weiteren Aufgaben. Im Ausbildungszentrum für nautische Schiffsoffiziere werden eigene Kräfte sowie externe Dozenten eingesetzt.
Die Dokumentation "Schifffahrtsmedizin" enthält eine ständig wachsende Literatursammlung zur Schifffahrtsmedizin und ihren Grenzgebieten. Sie verfügt über eine Präsenzbibliothek von mehr als 28000 Veröffentlichungen, die von jedem Interessierten benutzt werden kann.
Ansprechpartner: Herr Dr. med. M. Oldenburg

Hafen- und Flughafen-ärztlicher Dienst:

Der Hafen- und Flughafenärztliche Dienst betreut Besatzungen von See- , Binnenschiffen und Luftfahrzeugen in allen Fragen der Gesunderhaltung. Eine wichtige Aufgabe ist die seuchenhygienische Überwachung der Schiffe, Flugzeuge sowie des Hafens und Flughafens. Sie dient dazu, Gesundheitsgefahren durch ansteckende Krankheiten, wie z.B. SARS, abzuwehren und so die Besatzungen, die Beschäftigten im Hafen und Flughafen aber auch die Bevölkerung zu schützen.
Eine zunehmende Gesundheitsgefährdung der Beschäftigten im Hafen geht von ungenügend gekennzeichneten Containern aus, die Reste eines Begasungsmittels enthalten. Auch die Überwachung dieser Gefahrgüter gehört zu den Aufgaben des Hafenärztlichen Dienstes (siehe auch Merkblätter M 58/M 59 des Amtes für Arbeitsschutz).
Diese vornehmlich hoheitlichen Pflichten werden von see- und hafenerfahrenen Inspektoren, Ärzten und Verwaltungsangestellten wahrgenommen. Für die schifffahrtsmedizinische Ambulanz, die reisemedizinische Beratung und Impfungen stehen die Ärzte und der Institutsdirektor zur Verfügung.
Ansprechpartner: Frau Dr. med. Schlaich

Seitenanfang    Seite drucken


© Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Impressum
Letzte Änderung: Bernd Poschadel, 04.03.2010