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Forschung

Das ZfAM forscht als Collaborating Centre der WHO auf dem Gebiet der Diagnostik und Prävention ar­beitsbedingter Gesundheitsstörungen. Dabei stehen die "klassischen" chemisch-irritativen, toxischen, kanzerogenen und biologischen Belastungen im Zentrum. Gegenüber diesen sind immer noch fast ein Drittel der arbeitenden Bevölkerung einschließlich der Seeleute exponiert.
Das Arbeitsgruppe Schifffahrtsmedizin befasst sich in institutsinternen Kooperationen mit aktuellen schifffahrtsmedizinischen Fragestellungen wie der Gesundheitsgefährdung durch begaste Container und Waren, der Telemedizin und der Verbesserung von Seenot-Rettungsmitteln, wobei der Technologietransfer für den Einsatz in der Praxis zentrale Zielvorgaben sind.
Bis in die Grundlagenforschung wird berufs- und umweltbedingten Allergien nachgegangen, die in unserer Bevölkerung weiter zunehmen.
Einen anderen Schwerpunkt stellen die Erfassung und Analyse psychosozialer Belastungen und Gesundheitsstörungen (u. a. Burnout-Syndrom) dar. Diese sind im Zusammenhang mit den tiefgreifenden strukturellen Veränderungen unserer Arbeitswelt zu sehen, die gekennzeichnet sind durch die Einführung neuer Informations- und Kommunikationssysteme, Netzwerkbildung, Globalisierung, die Fragmentierung bisheriger betrieblicher Einheiten, Dezentralisierung, kontinuierlich notwendige Adaption. Dies erfordert eine Anpassung arbeitsmedizinischer Strategien zur Vermeidung sowohl alter als auch neuer Krankheitsrisiken aber auch zur Erfassung und Förderung von Gesundheit, Arbeitskapazität, Arbeitsmotivation und Qualität des Arbeitslebens. Auch diesen Herausforderungen stellt sich das ZfAM mit seinen zeitgemäßen innovativen Forschungsprojekten.

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Letzte Änderung: Bernd Poschadel, 08.02.2008