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PJ-Wahltertial Allgemeinmedizin

Das PJ-Wahltertial Allgemeinmedizin findet in akademischen Lehrpraxen statt, die besondere Voraussetzungen erfüllen müssen. Im Mittelpunkt des Wahltertials steht Ihre Ausbildung. Sie erhalten die Gelegenheit, im ambulanten Bereich unter ständiger Supervision und enger Begleitung zunehmend selbstständiger zu arbeiten. Die Inhalte des Wahltertials Allgemeinmedizin können sie unserem Logbuch entnehmen.
Der begleitende PJ-Unterricht zum findet einmal wöchentlich am Institut für Allgemeinmedizin im UKE statt.
Die Auswahl der Praxis geschieht nach Rücksprache mit Ihnen und den Praxen. Besondere Anforderungen (z.B. Wohnortnähe) oder Wünsche (zusätzliche Tätigkeitsschwerpunkte) versuchen wir soweit möglich zu berücksichtigen.
Wir freuen uns über Ihr Interesse am Wahltertial Allgemeinmedizin.

Ablaufplan

für Studierende, die sich für ein PJ-Wahltertial in der Allgemeinmedizin entschieden haben

Sie haben den klinischen Teil Ihres Studiums abgeschlossen und müssen sich nun für das PJ entscheiden. Ein PJ-Tertial möchten Sie gerne in einer Hamburger Hausarztpraxis absolvieren. Dann melden Sie sich bitte im Internet an. Ihr Wahltertial wird das zweite PJ-Tertial sein. Vorher müssen Sie ein Tertial in der Inneren Medizin absolviert haben.

Nach Ende der Anmeldefrist erhalten Sie vom Institut für Allgemeinmedizin ein Begrüßungsschreiben mit der Anfrage, wo Ihre Interessen und Schwerpunkte für das PJ-Tertial in der Allgemeinmedizin liegen. Gerne können Sie hier Praxiswünsche äußern. Eine Aufstellung der teilnehmenden Praxis mit einer kurzen Selbstdarstellung der Praxen finden Sie auf unserer Homepage.

Wenn Ihre Wünsche bei uns eingegangen sind, erhalten Sie zwei bis vier Praxisvorschläge. Sie vereinbaren bitte zeitnah in allen vorgeschlagenen Praxen einen Vorstellungstermin. Danach teilen Sie uns mit, in welcher Praxis Sie Ihr Wahltertial absolvieren möchten. Stimmt der Lehrarzt Ihrer Entscheidung zu, steht einem PJ-Tertial nichts mehr im Weg. Von uns erhalten Sie eine kurze Bestätigungsmail, in der Ihnen auch der Termin Ihres ersten Unterrichts mitgeteilt wird.

Sie werden grundsätzlich ganztags, Montag bis Freitag, in der Praxis anwesend sein. Die individuelle Arbeitszeit wird in der Praxis geregelt. Ein strukturierter Unterricht in der Gruppe und ein Mentoring an der Uni wird voraussichtlich am Freitagnachmittag stattfinden. Zweiwöchentlich bietet das UKE einen verpflichtenden Uni-Tag an. Alle Einzelheiten hierzu erfahren Sie in Ihrem ersten PJ-Seminar.

Das Landesprüfungsamt erkennt nur ein PJ an, dass in von uns anerkannten Lehrpraxen fürs PJ abgeleistet wurde.

Für Fragen wenden Sie sich bitte an das Studierendensekretariat des Instituts für Allgemeinmedizin. Hier erreichen Sie Frau Schrom unter Telefon: 040 / 74 10 - 5 67 15 oder per Mail: schrom@uke.de.

 

Erfahrungsberichte

PJ in der Allgemeinmedizin - Eine richtige Entscheidung

Die wenigsten Medizinstudenten  wissen bereits von Anfang an, welchen genauen Weg sie später gehen wollen.

Bei mir persönlich stand fest: Mich interessiert ganzheitliche Medizin. Im Vordergrund steht der Mensch und die psychosozialen Hintergründe. Meine Vorstellung war eine Beziehung zu den Menschen aufzubauen, jedem mit seiner individuellen Krankheitsgeschichte die best-mögliche Beratung zu geben, um bei Problemen zu helfen, sei es organischer, psychischer oder sozialer Ursache. Da lag Allgemeinmedizin nahe, aber ob das wirklich das richtige Fach für mich ist?

Seit der Einführung der neuen Approbationsordnung ist es möglich das PJ-Wahlfach in einer allgemeinmedizinischen Arztpraxis zu absolvieren. Eine wichtige Frage war bereits bei dem letzten DEGAM Kongress (Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin) diskutiert  worden:

"Welcher Student ist für das PJ in der Allgemeinmedizin geeignet?"

Es gab sowohl Argumente für den Studierenden, der bereits weiß, dass er Allgemeinmediziner werden will, um zu prüfen, ob es das richtig ist, wie auch Argumente für den Studierenden, der in die Klinik will und eine Einsicht in die ambulante Betreuung von Patienten bekommen soll."

Bei der Auswahl der Praxis war der Student aktiv beteiligt. Drei Praxen im persönlichen Umfeld standen zur Auswahl. Ich musste zwar ein Vorstellungsgespräch vereinbaren, doch ich selbst durfte meinen "Chef" im Endeffekt aussuchen. Eine andere Art von Erfahrung.

Nach einem Gespräch und einem freundlichen Rundgang durch die Praxis mit meinen Lehrärzten war schnell klar: Die Praxis oder keine. Folgende Punkte halfen mir bei der Auswahl, bei denen natürlich zunächst der erste Eindruck zählte:

In der ersten Woche bekam ich einen Einblick über den Ablauf während der Sprechstunde und sammelte meine ersten Eindrücke.

In der zweiten Woche fing ich an, bei Patienten zunächst ohne Aufsicht eine Anamnese zu erheben, eine körperliche Untersuchung  durchzuführen und eventuelle diagnostische und therapeutische Möglichkeiten zu besprechen. Ein abschließendes Gespräch erfolgte jedes Mal zusammen mit meiner Lehrärztin.

Mit der Zeit wurde ich sicherer bei der Diagnosestellung, der geeigneten Diagnostik und Therapie.

Zu meinen weiteren Tätigkeiten gehörten Durchführung und Auswerten von EKG und Ergometrie, Spirometrie, Anlegen von Verbänden, Blutentnahmen bei "schwierigen" Patienten, Hausbesuche und Pflegeheimbesuche. Zudem nahm ich am kassenärztlichen Notdienst teil.

Die Patienten waren bereits über die Anwesenheit von Studierenden in der Praxis informiert und nur einige wünschten im Voraus das alleinige Gespräch mit der Lehrärztin. Ich war sehr erstaunt und bin den Patienten sehr dankbar, dass sie mir wie selbstverständlich freundlich und mit Akzeptanz entgegengekommen sind. Bei den wenigen, die sich im ersten Gespräch als unkooperativ zeigten, und bei denen aus der Akte das Problem ersichtlich war, (z. B eine unsichere Patientin, die im Alkoholentzug war) versuchte ich behutsam einen Weg zu finden das Vertrauen zu gewinnen, um zumindest eine Anamnese zu erheben. Dies zu schaffen war ein besonderes Erfolgserlebnis.

Bei Begegnungen mit unkooperativen Patienten lernte ich mit der Zeit, das nicht persönlich zu nehmen. Bei einem Rollenspiel im begleitenden Seminar konnte ich eine unangenehme Situation noch mal reflektieren.

Die Zusammenarbeit mit den Arzthelferinnen, die ich für sehr wichtig halte, war sehr gut. Bei Unklarheiten halte ich das rechtzeitige Ansprechen und Miteinandersprechen für ratsam.

Während des PJ in der Allgemeinmedizin lernte ich nicht nur aus den Fällen der Patienten.

Ich versuchte auch mich selbst zu beobachten, und die Reaktionen, die die Patienten bei mir auslösten. Ich bin meiner Lehrärztin sehr dankbar, dass ich ihr diese Eindrücke schildern konnte und sie mir von ihren Erfahrungen berichtete.

In der Praxis war es oft möglich über die Patienten zu sprechen und deren Leiden und Probleme zu reflektieren. Von Vorteil ist im Gegensatz zum Krankenhaus, dass man einen engen Kontakt zum Lehrarzt hat und der Lehrarzt die Patienten meistens sehr gut kennt.

Das wöchentliche Seminar mit einer Dozentin vom Institut für Allgemeinmedizin, bei dem jedes Mal von den Studierenden passend zum Wochenthema ein Fall vorgestellt wurde, war eine sinnvolle Ergänzung zum PJ. Auch Rollenspiele und Problemmanagement hinsichtlich Arzt-Patient-Kommunikation gehörten dazu. Es bot sich die Gelegenheit über noch verbleibende Fragen zu diskutieren und die gemachten Erfahrungen auszutauschen. Das Seminar war dank der kompetenten Seminarlung sehr effektiv und hat im Gegensatz zu vielen anderen Unterrichtseinheiten und Seminaren im PJ sehr viel Spaß gemacht.

Während des gesamten PJ war die Rede vom Erstellen und Erreichen von Lernzielen. Viel gelernt habe ich durchaus, sowohl medizinisch als auch menschlich. Am Ende des PJ war für mich persönlich das wichtigste Lernziel erreicht:

Ich weiß, dass Allgemeinmedizin das Richtige für mich ist.

Nuray Can         
August 2006

 

Husten, Schupfen, Herzinfarkt. Erfahrungsbericht. (PDF)

Lehrärzte

Folgende Lehrärzte haben bereits PJ'ler aufgenommen. Bitte beachten Sie, dass diese Praxen eventuell in Ihrem PJ-Tertial keine Studierenden aufnehmen können oder andere Praxen zur Verfügung stehen.

Herr Dr. med. Philipp von Arnauld de la Pierrière
Herr Dr. med. Horst Boulanger und Herr Max Schreiter
Herr Dr. med. Michael Funke
Frau Dr. med. Heike Gatermann
Herr Kai-Uwe Helmers
Herr Dr. med. Carlos Keller
Herr Hartwig Müller

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Letzte Änderung: Katharina Dahl, 30.01.2014