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Fragebogen zur Berufssituation von Physio- und Ergotherapeuten

Laufzeit seit 2008
Kontakt Anne Barzel, Hendrik van den Bussche
Förderung Eigenmittel
 Arbeitsgruppe Physio- und Ergotherapeuten
im Beruf: Anne Barzel,
Kerstin Haevernick,
Gesche Ketels,
Kirsten Link,
Heribert Lang,
Astrid Netzband,
Sabine Trenkner,
Bärbel Wolbert

Hintergründe und Ziele


Akademisierung, neue Berufsfelder, Erstzugang (direct access) sind aktuelle Themen in der Berufspolitik der therapeutischen Gesundheitsberufe. Wenig ist darüber bekannt, was diejenigen, die in den Berufen arbeiten, dazu denken. Ziel der berufspolitisch unabhängigen Arbeitsgruppe 'Physio- und Ergotherapeuten im Beruf' war es, mittels einer deutschlandweiten Befragung eine Standortbestimmung für die beiden größten Gruppen der therapeutischen Gesundheitsfachberufe, die Physio- und die Ergotherapeuten durchzuführen. Die Therapeuten erhalten die Möglichkeit, ihre tatsächlichen Erfahrungen zu benennen. Dadurch kann ihre Meinung in die von Politik und Berufsverbänden geführte Diskussion einfließen. Unterstützt wird die AG durch das Institut für Allgemeinmedizin und den Thieme-Verlag.

Erfolgreicher Abschluss der Befragung

Der Fragebogen wurde von der AG Physio- und Ergotherapeuten im Beruf entwickelt. Von Mai bis Dezember 2008 lag er auf Kongressen und bei Fortbildungsveranstaltungen aus und wurde als Beilage über die Juni-Ausgabe der Zeitschriften physiopraxis und ergopraxis verteilt. Viele Kollegen  haben auch den Weg über die Homepage genutzt. Über 3800 Fragebögen sind eingegangen. Wir bedanken uns bei allen, die unsere Idee unterstützt haben, und den Fragebogen ausgefüllt haben!

Teilnehmer der Befragung

Insgesamt waren 3725 Fragebögen der 3813 eingegangenen auszuwerten.

   Häufigkeit (n)  Prozentanteil (%)
 Physiotherapeuten  2233  60
 Ergotherapeuten  1273  34
 in anderem Bereich tatig  69  2
 nicht erwerbstatig  33  1
 keine Angabe  117  3
 Gesamt  3725 100 

 

Ergebnisse der Befragung

Erste Ergebnisse wurden bereits auf verschiedenen Veranstaltungen vorgestellt:
1. ZIPT (Zukunftsinitiative Physiotherapie, 6./7. März 2009 in Ulm)
2. Ergotherapie-Kongress der DVE (22.-24.5.2009 in Köln)
3. DEGAM-Kongress (43. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e.V. (DEGAM), 01. - 03. Oktober 2009, Universitätsklinikum Heidelberg).
In der Patientenversorgung sind 54% aller befragten Therapeuten voll tätig, 40% zum Teil und  6 % gar nicht. 14% der Befragten haben einen akademischen Abschluss; 30% der "nicht akademisierten" möchten gerne studieren. Bei der Frage nach der Zufriedenheit mit ihrer aktuellen beruflichen Situation geben beide Berufsgruppen im Mittel 67% an.
Gerne hätten wir bereits alle Ergebnisse präsentiert und veröffentlicht. Da wir aber ausschließlich in unserer Freizeit an diesem Projekt arbeiten und es auch keinerlei finanzielle Fördermittel gibt, bitten wir um Verständnis dafür, dass uns dies noch nicht gelungen ist. Wir arbeiten aber mit aller Kraft daran und hoffen, unser Ziel bis Jahresende zu erreichen. Die Ergebnisse werden u.a. in den Zeitschriften 'physiopraxis' und 'ergopraxis' veröffentlicht werden. Sobald der Publikationstermin feststeht, wird er an dieser Stelle bekannt gegeben.
Weiterhin sollen die Ergebnisse Grundlage für die weitere Diskussion zur Entwicklung der therapeutischen Gesundheitsfachberufe bilden, indem sie
. berufspolitische Themen in der Diskussion und Weiterentwicklung unterstützen,
. Anstoß für andere Gesundheitsfachberufe zur Diskussion bieten,
. Anregungen für Physio- und Ergotherapeuten zur Standortbestimmung im Verhältnis zu anderen Gesundheitsberufen (z.B. zur Logopädie, Sportwissenschaftlern, Pflege) geben.

Ein herzliches Dankeschön

Unsere AG besteht aus sechs Physiotherapeuten und zwei Ergotherapeuten. Wir haben ausschließlich in unserer Freizeit und ehrenamtlich an der Fragebogenentwicklung gearbeitet. Berufspolitisch sind wir ungebunden und auch sonst von niemandem abhängig. Aber ohne Unterstützung wäre unser Projekt nicht zu realisieren.
Wir danken herzlich:

- Prof. Hendrik van den Bussche, dem Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, der uns persönlich durch seine   Expertise im Bereich der Gesundheitssystemforschung sowie durch Bereitstellung von Mitarbeitern unterstützt.
- Dipl.-Psych. Marion Eisele,  Dorota Olbinska, Christian Piehl, die uns als Mitarbeiter des Instituts bei der Fragebogenentwicklung und -auswertung unterstützt haben. Unser besonderer Dank gilt Gerhard Schön, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medizinische Biometrie und Epidemiologie, UKE, für die differenzierte Auswertung der Daten.
- dem Thieme Verlag, der uns durch den Druck der Fragebögen und die Verteilung über Zeitschriften unterstützt hat.
- den Kolleginnen und Kollegen, die durch ihre konstruktive Kritik im Rahmen des Pre-Tests die Entwicklung des Fragebogens unterstützt haben.

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Letzte Änderung: Artem Semykras, 28.10.2010

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