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MultiCare Cohort Study: Multimorbiditätsmuster in der hausärztlichen Versorgung - eine prospektive Beobachtungsstudie

Laufzeit 01/08 - 12/13
Kontakt Ingmar Schäfer, Hendrik van den Bussche
Förderung Das Projekt wird im Rahmen des Verbundes "Gesundheit im Alter" vom BMBF mit 1.993.996 Euro, davon 1.133.087 Euro für den Hamburger Teil, gefördert.

Antragsteller und Projektleiter

Prof. Dr. Hendrik van den Bussche (Sprecher), Dipl.-Soz. Ingmar Schäfer und Prof. Dr. Martin Scherer
Institut für Allgemeinmedizin, UKE

Prof. Dr. phil. Monika Bullinger
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, UKE

Prof. Dr. phil. Olaf von dem Knesebeck
Institut für Medizin-Soziologie, Sozialmedizin und Gesundheitsökonomie, UKE

Prof. Dr. rer. pol. Karl Wegscheider
Institut für Medizinische Biometrie und Epidemiologie, UKE

Prof. Dr. med. Wolfgang Maier
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Universitätsklinikum Bonn

 

Ziele

Die Ziele des Projekts sind:

 

Zusammenfassung

Das Projekt intendiert eine umfassendes Analyse von Multimorbidität in der hausärztlichen Versorgung mittels einer längsschnittlichen Kohortenstudie von multimorbiden Patienten mit einem Alter von 65 und höher, die zufällig aus hausärztlichen Patientenkarteien ausgewählt werden. Die Untersuchung beruht einerseits auf umfassenden Interviews bei den Patienten zuhause, andererseits auf Datenerhebungen bei den zuständigen Hausärzten. Das Projekt ermöglicht die Identifikation von häufig vorliegenden spezifischen Multimorbiditätsmustern und die Beschreibung von Variablen, die mit diesen Mustern zusammenhängen, jeweils hinsichtlich der Entwicklung im Zeitverlauf sowie der Lebensqualität und weiteren patientenseitigen Endpunkten. Daneben werden auch Behandlungsbedürfnisse, Inanspruchnahme von ärztlichen und pflegerischen Leistungen und deren Kosten analysiert.

Das Projekt ist als Längsschnittstudie angelegt und wird von einer multidisziplinären Kooperation aus vier Instituten des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Bonn durchgeführt. Sie repräsentieren die Disziplinen Allgemeinmedizin, medizinische Psychologie, medizinische Soziologie, Biometrie, Epidemiologie und Psychiatrie, die allesamt erforderlich sein werden, um die Komplexität des Phänomens Multimorbidität in der hausärztlichen Versorgung abzubilden.

 

Stichprobe

3.189 Patienten der Altersklasse 65 Jahre bis 84 Jahre, rekrutiert in 158 Hausarztpraxen in 8 Studienzentren, die einer schriftlichen Einladung ihrer Hausärzte folgten und einer Teilnahme an der Untersuchung zustimmten.

 

Hauptzielgrössen 

Gesundheitsbezogene Lebensqualität, funktionaler Status, Schmerzen, Behandlungsbedürfnisse, Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen, Kosten

 

Statistische Analysen

Statistische Modellierung in zwei Schritten: 1) Baseline-Daten (Querschnittsanalysen): Mixed models, Classification and pattern recognition methods, Entwicklung von Prognosescores 2) Follow-up-Daten (Längsschnittanalysen): Mixed models, Vergleich von Prognosen und Follow-up-Beobachtungen mittels Residualanalysen

 

Kooperationspartner

Trial Register

Die MultiCare Cohort Study ist im Trial Register ISRCTN unter ISRCTN89818205 - Multicare cohort study - patterns of multi-morbidity in primary health care registriert (link).

 

Publikationen

Eine Übersicht über Vorträge und Poster aus der MultiCare Cohort Study findet sich im Publikationsverzeichnis des Instituts für Allgemeinmedizin (link).

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Letzte Änderung: Artem Semykras, 08.02.2012

Multimorbiditätsmuster in der hausärztlichen Versorgung