| Laufzeit | 10/2007 bis 09/2010 |
| Kontakt | Marion Eisele |
| Förderung | Dieses Projekt wird im Rahmen des Kompetenznetzes Degenerative Demenzen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit einem Betrag von 234.000 Euro im Zeitraum 10/2007 - 09/2010 gefördert. Es besteht Aussicht auf Verlängerung um weitere 3 Jahre. |
| Kooperation | Dieses Projekt findet in Kooperation mit dem Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen und dem Institut für Biometrie der Medizinischen Hochschule Hannover statt. |
Hintergrund / Ziel
Bisher fehlen in Deutschland systematische Untersuchungen zur Versorgung von Demenz-Patienten. Da im Zuge des demographischen Wandels in Deutschland die Anzahl älterer Menschen und damit die Anzahl der Demenzkranken stark ansteigen wird, ist diese Studie von besonderer Relevanz. Es werden Erkenntnisse gewonnen hinsichtlich des Einflusses der Erkrankung auf die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen und Versorgungseinrichtungen sowie auf die Kosten. Unterschiede in Bezug auf Alter, Geschlecht, sozioökonomischen Status oder Wohnort werden ebenfalls untersucht.
Methode
Das Projekt basiert auf der Auswertung der Routinedaten der Gmünder ErsatzKasse (GEK). Aus den Jahren 2004 bis 2009 werden diejenigen Versicherten eingeschlossen, die laut ICD-Code im ambulant-ärztlichen Sektor als demenziell erkrankt klassifiziert wurden. Die Daten werden mit Hilfe deskriptiver Analyseverfahren, Clusterbildung und Regressionen ausgewertet. Die wesentlichen Outcomevariablen sind dabei die Inanspruchnahme und die Kosten der medizinischen und pflegerischen Versorgung sowie weiterer Leistungsbereiche der Gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Unterschiede hinsichtlich Alter, Geschlecht, sozioökonomischem Status und Wohnort werden ebenfalls untersucht.
Ergebnisse
Die Ergebnisse werden es ermöglichen, Unterschiede zwischen geschätzten und tatsächlichen Inanspruchnahmen des Gesundheitssystems durch demente Patienten zu erkennen und eine frühzeitige Anpassung des Systems an zukünftige Ansprüche zu planen. Die Ergebnisse sind deshalb besonders relevant für die Planenden im Gesundheitssystem, für die Politik und die Betroffenen. Diese Akteure im Gesundheitswesen werden in regelmäßigen Abständen zu einem Seminar geladen, um die Ergebnisse hinsichtlich ihrer Konsequenzen auf Versorgung und Forschung zu diskutieren. Die Ergebnisse werden in relevanten Fachzeitschriften veröffentlicht.
Veröffentlichungen
Es sind zurzeit noch keine Veröffentlichungen aus dem Projekt entstanden.