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Aus-, Weiter- und Fortbildung 2: Simulationspatienten in der ärztlichen Ausbildung am UKE

Laufzeit Seit 2006 fortlaufend
Kontakt Cadja Bachmann, Silke Roschlaub
Mitarbeiter/Team Dr. med. Cadja Bachmann, FÄ Allgemeinmedizin, MME (Projektleitung)
Silke Roschlaub, FÄ Psychiatrie und Psychotherapie
Kerstin Schrom, Office Managerin
Sebastian Dunkelberg, Schauspieltrainer
Rebecca Keim, studentische Hilfskraft
Prof. Martin Scherer, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin
Förderung Förderfonds Lehre der Medizinischen Fakultät

Das Institut für Allgemeinmedizin des UKE setzt seit Februar 2006 Simulationspatienten in der Ausbildung von Medizinstudierenden ein.

Das Ziel des Projektes ist, die ärztliche Kommunikationskompetenz und die Untersuchungsfertigkeiten der Studierenden zu verbessern. Simulationspatienten stehen hierbei vorwiegend als Gesprächspartner aber auch für körperliche Untersuchungen zur Verfügung.

Simulationspatienten sind Laienschauspieler, die Krankheitsbilder oder Beratungsanlässe anhand vorgefertigter Rollenskripte einstudieren, um diese dann kompetent und authentisch in einem "Arzt-Patienten-Gespräch" darzustellen. Im Konsultationsgespräch mit den Simulationspatienten erproben und überprüfen die Studierenden ihr Wissen, ihre Kommunikationskompetenz und ihre manuellen Fertigkeiten auf praktische Art und Weise und befinden sich gleichzeitig in einem geschützten Rahmen. Das strukturierte Feedback der Simulationspatienten und Dozenten zu verbaler und non-verbaler Kommunikation, zu den Untersuchungstechniken sowie zu medizinischen Inhalten ermöglicht den Studierenden, ihre Fertigkeiten zu korrigieren und zu verbessern. Der Einsatz von Simulationspatienten in Prüfungen ermöglicht eine hohe Standardisierung der Prüfungssituation und eine gute Interrater-Reliabilität.

Das Simulationspatientenprogramm verfügt 2012 über 80 Simulationspatienten, die in 84 verschiedenen Rollen eingesetzt werden. Jährlich werden Simulationspatienten für mehr als  2000 Studierende in 230 Unterrichtsveranstaltungen eingesetzt und mehr als 1500 Einzelprüfungen mit Simulationspatienten durchgeführt.

Die Evaluationen des Lehrprojektes sind seit Jahren stabil positiv: Studierende und Dozenten bewerten den Einsatz von Simulationspatienten als sehr hilfreich ("beste Lehrveranstaltung", "100% überzeugend", "hervorragend") und vergeben für Unterrichtsveranstaltungen mit Simulationspatienten Schulnoten von 1,2 bis 2,0.

Aufgrund der anhaltend positiven Resonanz der Studierenden und Dozenten auf die Simulationspatienteneinsätze, wird das Programm vom Prodekanat Lehre der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg durch einen "Förderfonds Lehre" finanziell unterstützt. Die longitudinale Implementierung von Lehrveranstaltungen und Prüfungen mit Simulationspatienten ist auch für den neu eingeführten Modellstudiengang iMed in großem Umfang geplant.

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Letzte Änderung: Artem Semykras, 27.12.2012