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Etzersdorfer, E., Fiedler, G., Witte, M. 1. Auflage 2003 |
Kurzinformation
Völlig neue Kommunikationswege erfordern eine Anpassung der Beratungskonzepte in der Suizidprävention.
Ausführliche Information
Die völlig neuartigen Kommunikationswege durch Internet, E-Mail, SMS, Chat eröffnen sowohl erweiterte Möglichkeiten des Austauschs als auch zusätzliche Gefahren. In der Presse war von Verabredungen via Internet zum gemeinsam durchgeführten Suizid zu erfahren. Suizidforen könnten trotz präventiver Intention Ansteckungscharakter haben. Das bisherige Wissen um Suizidprävention scheint nicht mehr auszureichen. Die Konzepte der Beratung und Krisenintervention müssen sich auf die neue Medientechnologie mit ihren Auswirkungen auf suizidgefährdete Menschen ausrichten. Die Beiträge diskutieren positive wie negative Erfahrungen mit bereits bestehenden Angeboten wie Psychotherapie über das Internet, Suizidforen, Chat-Angebote für Suizidgefährdete, SMS-Beratung. Vorschläge zum konstruktiven Einsatz des Internets für die Suizidprävention schließen eine psychoanalytische Betrachtungsweise der spezifischen Beziehungsformen im Netz ein. Klinische Beispiele illustrieren den Umgang mit den neuen Medien in der Suizidprävention.
Die Herausgeber
Elmar Etzersdorfer
Univ.-Doz. Dr. med. Elmar Etzersdorfer ist Psychiater und Psychoanalytiker; Chefarzt des Furthbachkrankenhauses, einer Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Stuttgart.
Vita
Georg Fiedler
Georg Fiedler, Dipl.-Psych., ist in der wissenschaftlichen Begleitung des Therapiezentrums für Suizidgefährdete in Hamburg tätig.
Vita
Arbeitsschwerpunkte
Psychotherapieforschung, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit und andere Projekte auf dem Gebiet der Suizidprävention, u. a. Initiator der »Kulturwochen Suizidalität« in Hamburg
Michael Witte
Michael Witte, Dipl.-Sozialpädagoge, hat die Beratungsstelle und Krisenunterkunft für suizidgefährdete Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (NEUhland) in Berlin aufgebaut und ist dort beratend tätig.
Arbeitsschwerpunkte
Zusammen mit Regula Freytag war Michael Witte maßgeblich bei der Entwicklung der Leitlinien der DGS zur Organisation von Krisenintervention beteiligt.
© Therapie-Zentrum für Suizidgefährdete (TZS) Hamburg, Germany