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Summary / Zusammenfassung
english/deutsch

Mathias Hirsch, Düsseldorf

Suizidalität und Selbstbeschädigung - Überschneidungen und Differenzen


Zusammenfassung

Sowohl Suizidalität als auch Selbstbeschädigungshandlungen sind selbstdestruktiv, aber sie richten sich jeweils gegen ein verschiedenes Selbst. Der Grundgedanke meines Beitrags ist, daß Suizidalität sich gegen ein Selbst richtet, das in primärer, wie es Freud nannte, melancholischer Identifikation mit dem versagenden Objekt verschmolzen ist, während sich die autoaggressive Handlung gegen einen Selbstanteil, meist den Körper oder einen Teil von ihm, richtet, der aufgrund traumatischer Einwirkung durch Dissoziation abgespalten wurde. Bei der Suizidalität ist mit dem Selbst stets das Objekt, entweder ein feindliches oder ein utopisch alternatives, fusionäres gemeint, so daß das eine mit dem andern ausgelöscht werden soll, die Dissoziation eines Selbstanteils, gegen das die Aggression gerichtet wird, ermöglicht dagegen die Erhaltung des Gesamtselbst.


Summary

Suicidality and autoaggressive behaviour - overlappings and differences

Suicidal and autoaggressive behaviour are both selfdestructive, of course, but each of them are directed against a different self. The basic assumption of my paper is, that suicidality intends to destroy a self which is fused in primary, according to Freud melancholic, identification with the depriving object, while autoaggressive acting aims at a part of the self, mostly the body or a part of it, which is dissociated after traumatic injury. In suicidality the self is always fused with the object, either a hostile one or a alternatively utopic one, so that one shall be destroyed with the other. But in autoaggressive behaviour, dissociation of the attacked part of the self enables the whole self to survive.


Die Verweise auf andere Webseiten, Organisationen und Publikationen dienen der Förderung der Information und Diskussion über Konzepte auf dem Gebiet der Suizidologie, Psychoanalyse und Psychotherapie sowie des Verstehens und der Behandlung suizidalen Verhaltens. Sie repräsentieren auch kontroverse Positionen und sind nicht als Empfehlung zu verstehen.
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