Psychotherapie und Suizidalität - Vortragsreihe 1997
Prof. Dr. M. Teising
Suizid im Alter - Männersache., 18.9.1997
Zusammenfassung
Die mit dem Alter steigende Suizidrate beruht ganz überwiegend auf Suiziden alter Männer. Es werden Überlegungen dazu angestellt, welche psychodynamischen Faktoren diesem Phänomen zugrundeliegen. Es wird die Hypothese einer im Vergleich zu den Frauen vulnerablen männlichen Geschlechtsidentität verfolgt, die Männer kompensieren, deren Kompensation aber im hohen Alter zunehmend schwieriger wird. Diese Hypothese wird an Fallbeispielen aus der Praxis erläutert.
Zur Person
Martin Teising, geb. 1951, Prof. Dr. phil., Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalytiker (DPV, IPA). Lehrt am Fachbereich Pflege und Gesundheit der Fachhochschule Frankfurt/M.
Arbeiten zur Suizidalität im Alter, Psychotherapie im Alter, Psychosomatik des Diabetes Mellitus, Krankheitsrepräsentanzen.
Als Veröffentlichungen in unserem Zusammenhang sind zu nennen:
- Teising, M. (1992) Alt und lebensmüde. Reinhardt, München
- Teising, M. (1997) Suizid im Alter - Männersache. In: Hinze, E. (Hrsg.): Männliche Identität und Altern. Psychosozial, Gießen, 43-52