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Psychotherapie und Suizidalität - Vortragsreihe 1997

PD Dr. W. Milch
Selbstpsychologische Konzepte zum Verständnis suizidalen Verhaltens, 16.10.1997

Zusammenfassung

Narzißtische Krisen werden anhand neuerer Erkenntnisse der psychoanalytischen Selbstpsychologie und Erkenntnissen der Säuglingsforschung erklärt. Aus der Übertragung und Gegenübertragung bei suizidalen Patienten werden Möglichkeiten zur Suizidprophylaxe abgeleitet. Häufig greifen suizidale Patienten den Analytiker unbewußt an und stellen auf diese Weise die für narzißtische Störungen typische Übertragung, eine Selbstobjektübertragung, her. Diese verbessert die Selbstkohäsion des Suizidalen, und die Übertragungsbeziehung ist suizidprophylaktisch wirksam. Bei manchen Patienten zeigt sich die Suizidgefahr zunächst nur in der Gegenübertragung, die dann Signalwirkung haben kann. Diese Vorstellungen werden anhand von Beispielen verdeutlicht.


Zur Person

Milch, Wolfgang, PD Dr. med., Nervenarzt, Psychoanalytiker (DPV), stv. Leiter der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum Gießen. Übersetzungen und Veröffentlichungen zur Psychodynamik von Suiziden, Psychotherapie von Psychosen und zur psychoanalytischen Selbstpsychologie. Interessenschwerpunkte: Psychosomatik, Konzepte stationärer Psychotherapie, Krisenintervention, Organisator des Internationalen Selbstpsychologie-Symposiums Dreieich 1995 und 1997.


Die Verweise auf andere Webseiten, Organisationen und Publikationen dienen der Förderung der Information und Diskussion über Konzepte auf dem Gebiet der Suizidologie, Psychoanalyse und Psychotherapie sowie des Verstehens und der Behandlung suizidalen Verhaltens. Sie repräsentieren auch kontroverse Positionen und sind nicht als Empfehlung zu verstehen.
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