Psychotherapie und Suizidalität - Vortragsreihe 1997
Dr. J. KindZusammenfassung
In einer Psychotherapie begegnen sich unterschiedliche Strukturmerkmale von Therapeut und Patient und gestalten die Therapie. Nicht jedem Therapeuten "liegt" jeder Patient und umgekehrt. Das kann sich im Umgang mit suizidalen Patienten besonders akzentuieren. Dabei geht es u.a. um das mitgebrachte Vorverständnis, wie eine therapeutische Beziehung zu sein hat, sowie um Wahrnehmung und Akzeptanz von Übertragung und Gegenübertragung. Verschiedene Kollusionsmuster werden dargestellt.
Zur Person
Jürgen Kind, geboren 1938. Psychoanalytiker und Psychiater. Lehranalytiker am Göttinger Institut für Psychoanalyse. 10 Jahre Abteilungsleiter am Niedersächsischen Landeskrankenhaus Tiefenbrunn. Seit 1991 niedergelassen in eigener Praxis.
Wissenschaftliche Schwerpunkte u.a.: Stationäre und ambulante Psychotherapie bei frühgestörten Patienten.
Publikationen u.a.:
Suizidal - die Psychoökonomie einer Suche. Vandenhoeck & Ruprecht 1992, ausgezeichnet mit dem Wissenschaftspreis der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention (DGS) 1995.
© Therapie-Zentrum für Suizidgefährdete (TZS) Hamburg, Germany