Therapiezentrum für Suizidgefährdete (TZS)

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Einleitung
Psychotherapie für Suizidgefährdete.
Die Ambulanz des Therapiezentrums für Suizidgefährdete in Hamburg.

Das Therapiezentrums für Suizidgefährdete (TZS) wurde 1990 aus Mitteln einer privaten Spende und eines Investitionskostenzuschusses des Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung gegründet. Das Therapiezentrum ist eine Einrichtung des Universitäts-Krankenhauses Hamburg Eppendorf.

Die Ambulanz des Therapiezentrums nahm im Januar 1991 ihre Arbeit auf. In den ersten drei Jahren stand die Erforschung und Entwicklung von therapeutischen Instrumentarien im Vordergrund. Im Frühjahr 1994 wurde das TZS zur Teilnahme an der kassenärztlichen Versorgung zugelassen und ist seitdem Bestandteil der Regelversorgung. Derzeit haben die
4 Psychotherapeuten des Zentrums zwischen 60 und 80 Patienten im TZS gleichzeitig in Behandlung. Das Therapiezentrum ist in Theorie und Praxis psychoanalyisch orientiert.

Die Aufgabe ist die ambulante psychotherapeutische und psychiatrische Behandlung von

  1. Patienten nach einem akuten Suizidversuch, evtl. mit einer Einweisung in die Klinik.
  2. Patienten mit einem oder mehreren Suizidversuchen in der Vorgeschichte oder "chronischer Suizidalität", die sich erneut suizidgefährdet erleben.
  3. Patienten ohne Suizidversuche in der Vorgeschichte, die sich suizidal erleben und akut gefährdet sind.

Ausschlußkriterien sind im Vordergrund stehende Psychosen und Suchterkrankungen.

Das Therapiezentrum für Suizidgefährdete ist keine psychiatrische Kriseninterventionseinrichtung im üblichen Sinne. Es ist eine psychotherapeutische Einrichtung mit einem spezialisierten Behandlungsangebot für klinisch schwer gestörte Patienten in suizidalen Krisen. Für diese Patienten ist eine längere psychotherapeutische Behandlung über die Krisenintervention hinaus indiziert. Sie scheitert zumeist daran, daß die stationäre Krisenintervention zeitlich begrenzt ist und es nur wenig Ressourcen für den Beginn einer ambulanten Psychotherapie ohne Wartezeiten gibt. Das Therapiezentrum für Suizidgefährdete ermöglicht diesem Patientenkreis eine unmittelbare ambulante psychotherapeutische Behand-lung in einer suizidalen Krise.

Die Grundlage des Behandlungskonzepts ist die psychoanalytische Psychotherapie (die Behandlung findet im Sitzen statt), ein den Psychotherapierichtlinien entsprechendes und von den Kostenträgern anerkanntes Standardverfahren. Entsprechend der hohen Gefährdung und der hohen Ambivalenz der Patientengruppe wurde das Standardverfahren für die Behandlung akuter suizidaler Krisen angepaßt: eine aktivere Haltung des Therapeuten, eine hohe, am Patienten orientierte Flexibilität des Settings bezüglich der Interventionen, der Anzahl und der Dauer der Behandlungsstunden, die Möglichkeit von längeren telefonischen Kontakten oder Adhoc-Gesprächen in Krisen, und die Einbeziehung psychiatrisch-psychopharmakologischer Aspekte in die Behandlung. Die Behandlungen umfassen durchschnittlich 15 - 25 Gespräche innerhalb von 3 bis 6 Monaten und liegen damit erheblich unter dem Durchschnitt der ambulanten Psychotherapie. Das Konzept hat sich auch in sehr kurzen Behandlungen im Umfang bis zu 5 Stunden bewährt.

Unter Ambulanz finden Sie eine Übersicht über die therapeutischen Angebote des TZS. Zum Konzept des Therapiezentrums gehört ein besonderer infrastruktureller Aufwand, der sich aus den Besonderheiten der ambulanten Behandlung suizidgefährdeter Patienten ergibt. Die interne Qualitätssicherung umfaßt Maßnahmen zum Erhalt und zur Entwicklung der Behandlungsstandards.


Die Verweise auf andere Webseiten, Organisationen und Publikationen dienen der Förderung der Information und Diskussion über Konzepte auf dem Gebiet der Suizidologie, Psychoanalyse und Psychotherapie sowie des Verstehens und der Behandlung suizidalen Verhaltens. Sie repräsentieren auch kontroverse Positionen und sind nicht als Empfehlung zu verstehen.
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