Liquorpreis 2009 Joanna Dietzel und Manuel Maler
Verleihung des Liquorpreises der DGLN an Dr. Joanna Dietzel
(Greifswald) und PD Dr. Manuel Maler (Erlangen).
Abbildung: Prof. M. Otto, Dr. J. Dietzel, PD Dr. M. Maler
(Foto von Dr. Becker, Berlin)

 

Liquorpreis 2009

Der Liquorpreis des Jahres 2009 wurde im Rahmen der Jahrestagung der DGN in Nürnberg auf dem Symposium der DGLN folgenden Wissenschaftlern verliehen:

Dr. Joanna Dietzel erhielt den Preis für ihre Arbeit: Nachweis von Beta-trace-Protein in Pleuraergüssen und Aszites: Konsequenz für die Diagnostik von Liquorfisteln. Autoren dieser Arbeit sind: J. Dietzel, A. Krebs, J. Lüdemann, D. Böttcher, M. Roser und A. Dressel (Greifswald).

PD Dr. Manuel Maler wurde ausgezeichnet für die Arbeit: Nachweis komplexer Aß-Peptidmuster in humanem Plasma. Autoren dieser Arbeit sind: M. Maler, H. Klafki, P. Spitzer, H. Esselmann, P. Lewczuk, J. Kornhuber, J.Wiltfang (Erlangen, Essen)

 

 
 

Liquor-Preise der vergangenen Jahre
 
 
 
 

25.08.2008

Mitgliederrundbrief August 2008

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

heute will ich Sie im Namen des Vorstandes über folgende aktuelle
Entwicklungen unserer Fachgesellschaft informieren:

1. Neue Geschäftsstelle der DGLN
2. Aktivitäten der Weiterbildungskommission (Stand und Entwicklungen)
3. Neue RiliBÄK aus Sicht der DGLN
4. Veranstaltungen
5. Jahrestagung 2009 in Göttingen (MV und Wahlen)
6. Satzungsänderung
7. Sonstige Aktivitäten (Leitlinien, Diagnostische Pfade)
8. Mitglieder, Namen und Nachrichten (Liquorpreis, Nachruf Prof. Bauer)
9. Sonstiges

1. Neue Geschäftsstelle der DGLN

Auf der Sitzung des erweiterten Vorstandes im September 2007 wurde der Einrichtung einer Geschäftsstelle für die DGLN zugestimmt. Wie dem neuen Briefkopf zu entnehmen ist, übernimmt Frau Dagmar Vogel die Funktion als Sekretärin der neuen Geschäftstelle.

An diese Funktion sind folgende Aufgaben geknüpft:
1. Pflege der Mitgliederliste
2. Rundschreiben, Programme u.a. kopieren, eintüten, versenden u.a.
3. Traditionspflege
4. Auskunftserteilung
5. Mitgliederzeitung mit der Vision der Weiterentwicklung zu einem Liquorjournal


2. Weiterbildungskommision (WBK)

Die Mitglieder der WBK unter der Federführung von Herrn Dr. Dr. Manfred Uhr haben in mehreren Sitzungen neue Anträge auf Erwerb des Liquorzertifikates bearbeitet und neue Richtlinien für den Erwerb von Zertifikaten vorbereitet nach dem die 5-jährige Frist der Übergangsbestimmungen abgelaufen ist.

Mit dem Ablauf der Gültigkeit aller 5 Jahre alten Liquorzertifikate wurde den betreffenden Einrichtungen ein Fragebogen zugesandt aus dem hervorgeht, in wie weit die Verlängerung der Anerkennung zur Ausbildungsberechtigung möglich ist. Die Fortsetzungsanträge für Ausbildungslabor und Ausbildungsberechtigung sind auch auf unserer Webseite verfügbar. Bislang wurden 26 Zertifikate für die Ausbildungsberechtigung und 20 für Ausbildungslabore erteilt.

Die Zahl der Anträge auf Erwerb des Liquorzertifikates ist gegen Fristende der Übergangsbestimmungen erwartungsgemäß zurückgegangen. Auf der Webseite sind die aktuellen Zertifikatinhaber (n=71) aufgelistet. Es wird aktuell über eine Änderung der Bedingungen für den Erwerb des Liquorzertifikates nachgedacht, da die zeitaufwändige Ausbildung in einem Ausbildungslabor für klinisch tätige Neurologen nicht erfüllbar erscheint.

In diesem Zusammenhang wird über eine Erweiterung der Zielgruppe nachgedacht, die sowohl labor-orientierte als auch und klinisch-orientierte Interessen berücksichtigt und entsprechend unterschiedliche Bedingungen für den Zertifikaterwerb beinhalten soll.

Der Anerkennung des Zytologiekurses (Kategorie B) in Ulm für das Liquorzertifikat wurde durch den erweiterten Vorstand zugestimmt.

Ein Konzept für die Ausbildung von MTA’s in Liquordiagnostik mit dem Ziel, auch hierfür ein Zertifikat auszustellen, ist unter der Federführung von Frau Dipl. Chem. Moeller, Herrn Lange und Herrn Dr. Dr. Uhr in Vorbereitung.
Weiterbildungen und Benennung von Ausbildern innerhalb des Deutschen Verbandes für Technische Assistenten (DVTA) werden von der WBK aufgegriffen.

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3. Richtlinie der Bundesärztekammer für Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen (Rili-BÄK)

Die neue Rili-BÄK ist mit ihrem allgemeinen Teil und auch den geänderten Regeln zu den quantitativen Laboruntersuchungen seit April 2008 mit einer zweijährigen Übergangsfrist in Kraft. U.a. wurden für die interne Qualitätskontrolle die erlaubten Abweichungen weitgehend halbiert und alle quantitativen Parameter sind jetzt intern kontrollpflichtig (gilt nicht für Ringversuch!). Entgegen dem ursprünglichen Anschein wurden wie die DGLN auch zahlreiche andere (kleinere) Fachgesellschaften damals nicht in die Detailberatungen zu den fachspezifischen Spezialuntersuchungen einbezogen. Dies gilt auch für die neueste Entwicklung bezüglich qualitativen Untersuchungen, die offensichtlich jetzt vom zuständigen Beirat bei der BÄK angegangen werden, worüber wir zusammen mit anderen Fachgesellschaften unser Befremden zum Ausdruck gebracht haben. Die DGLN verfolgt jetzt 2 wesentliche Ziele:

1. Sammeln von Erfahrungen bezüglich der bereits in Kraft gesetzten Regelungen zu quantitativen Parametern innerhalb der Übergangsfrist und Erarbeiten einer Stellungnahme dazu,
2. Aktive Teilnahme an der jetzigen Diskussion bezüglich qualitativer und semiquantitativer Parameter, mit dem Ziel, sinnvolle Vorgaben dort durchzusetzen, wo wir betroffen sind. (z.B. Oligoklonale Banden, erregerspez. AK) . Von zentraler Bedeutung wird hier auch die Verfügbarkeit von Kontrollmaterial sein.

 
     

4. Veranstaltungen 2007–2009

Bisherige Veranstaltungen

12. 09. 2007
DGLN-Symposium i.R.d. DGN-Jahrestagung 2007, Berlin.
Thema: "Biomarker bei chronisch-entzündlichen ZNS-Erkrankungen"

19.-21.09.2007
Laborkurs "Fachkunde Liquoranalytik" der DGLN, Göttingen

12.10.2007
XIII. Ringversuch für Liquorzytologie, Leipzig

31.01.2008
Liquorsymposium i.R.d. ANIM-Tagung, Wiesbaden.
Thema: „Neurochemische Labordiagnostik in der Intensivmedizin“

08.-09.02.2008
Liquor-Workshop und Liquorsymposium i.R.d. Österreichischen Neurologie-Tagung, Innsbruck

09.-13.04.2008
Liquorsymposium i.R.d. DGKN-Tagung, Magdeburg
Thema: „Labordiagnostik neuromuskulärer Erkrankungen“

26.04.2008
2. Dresdener Liquorsymposium

11.-12.07.2008
Liquordiagnostik-Kurs, Ulm: Grundlagen, interaktive klinische Fallbeispiele, Ringversuch vor Ort - Liquorzytologie.

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Kommende Veranstaltungen 2008-2009


10.09.2008
Liquorsymposium im Rahmen der DGN-Tagung, Hamburg.
Verleihung des Liquorpreises 2008 für Nachwuchsforscher.
Programm im Anhang, auch zum Downloaden auf den Webseiten
der DGN (www.akm.ch/dgn2008) und DGLN (www.dgln.de).

10.10.2008
Ringversuch Liquorzytologie vor Ort: Neuer Standort Dresden
Der von INSTAND für den ausgewiesenen Ringversuch (bisher Leipzig) wird als RV der DGLN und INSTAND (Schirmherrschaft) in Dresden an der TU, Inst. für Anatomie durchgeführt (Organisation, Dr. K. Zimmermann und Dr. H.-J. Kühn).
Einladung, Programm und Anmeldeformular zum Downloaden unter (www.dgln.de).

24.10.2008
Ringversuch Liquorzytologie und Weiterbildung, Basel

29.-31.10.2008
Laborkurs Liquordiagnostik, Göttingen
Programm zum Downloaden auf der DGLN-Webseite.

22.-24.01.2009
Liquorveranstaltungen i.R.d. ANIM-Tagung, Leipzig.
• Tutorial zum Thema: „Liquordiagnostik auf der Intensivstation“
• Symposium zum Thema: „intrathekale Therapien: Pro und Contra“
Programm auf den Webseiten der ANIM (www.anim2009.de) und DGLN (www.dgln.de)

27.03.2009
Liquorsymposium der DGLN i.R.d. DGKN-Tagung, München
Thema: „Labordiagnostik neurodegenerativer Erkrankungen: Stand und Perspektiven“
Programm im Anhang.

Frühjahr 2009
MTA-Weiterbildungsveranstaltung, Göttingen (Programm und genauer Termin folgen)

08.-09.05.2009
Jahrestagung, Mitgliederversammlung und Vorstandswahl, Göttingen

23.09.2009
Liquorsymposium im Rahmen der DGN-Tagung, Nürnberg

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5. Nächste Jahrestagung mit Mitgliederversammlung und Vorstandswahlen

Die nächste Jahrestagung der DGLN mit Mitgliederversammlung (MV) und Vorstandswahl findet am 08.-09.05.2009 in Göttingen statt.
U.a. soll auf der MV über eine Satzungsänderung (s.u. Punkt 6) abgestimmt werden.
Die Programminhalte der Jahrestagung werden wie gehabt wieder methodenorientiert sein, und insbesondere Labormediziner, MTA´s und Industrievertreter im Bereich der Liquoranalytik angesprochen werden.

6. Satzungsänderung

Sowohl aus inhaltlicher aber auch aus vereinspolitischer Sicht ist es sinnvoll, Korrekturen und Ergänzungen an der bestehenden Satzung vorzunehmen. Entsprechende Formulierungen werden derzeit vom Vorstand erarbeitet und nach Diskussion allen DGLN-Mitgliedern mit der Einladung zur Jahrestagung am 08.-09. Mai 2009 in Göttingen zugestellt.


7. Sonstige Aktivitäten

• Leitlinien und Methodenkatalog
Die unter der Federführung von Frau PD Petereit, Prof. Sindern und Dr. Wick herausgegebenen „Leitlinien und Methodenkatalog der DGLN“ wurden zunächst als Buch (Petereit, Sindern, Wick (Hrsg.) Liquordiagnostik (2007), Springer, Heidelberg) und später auch in elektronischer Form (einsehbar unter www.dgln.de) publiziert.
Da eine Überarbeitung dieser ersten Version vorgesehen ist, werden alle Mitglieder gebeten ihre Wünsche zu Änderungen und Ergänzungen zum Methodenkatalog Herrn Dr. M. Wick und zu den Leitlininien Frau PD Petereit mitzuteilen.

• Diagnostische Pfade mit der DGKL
Zur Bearbeitung grundlegender labordiagnostischer Vorgehensweisen in der Neurologie hat sich zunächst eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe aus dem Vorstand der DGLN konstituiert. Ausgehend von verschiedenen klinischen Syndromen oder auch Liquorbefunden sind folgende diagnostische Pfade in Bearbeitung:
-Akute Meningitis/Enzephalitis
-Blutiger Liquor / SAB
-Radikuläre Syndrome einschließlich Meningeosis neoplastica
-Chronisch-entzündliche ZNS-Erkrankungen inkl. MS
-Entzündliches Liquorsyndrom unklarer Ursache
-Demenzielle Syndrome
-M. Wilson
Basis sind dabei die Leitlinien und der Methodenkatalog der DGLN, sowie ggf. die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), soweit dort auf Laborbefunde Bezug genommen wird.



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  8. Mitglieder, Namen und Nachrichten

• Der Mitgliederstand zum 1.08.2008: Die DGLN hat derzeit 335 Mitglieder.

Liquorpreis 2007
Die im Rahmen des DGN-Liquorymposiums am 12. September 2007 vergebene Auszeichnung ging an Herrn Dr. med. Tobias Rupprecht (Arbeitsgruppe Prof. Dr. H-W. Pfister), Abteilung für Neurologie der Universität München-Großhadern (Direktor Prof. Dr. T. Brandt), für seine wissenschaftliche Arbeit zum Thema „Das Chemokin CXCL13 als Biomarker für die Neuroborreliose“.

Nachruf Prof. Dr. med. Helmut Bauer
Die DGLN trauert um Prof. Dr. med. Helmut Bauer. Das Ehrenmitglied unserer Gesellschaft ist am 16. Januar 2008 im Alter von 93 Jahren verstorben.
Mit Prof. Bauer ist einer der Nestoren der modernen Liquordiagnostik Deutschlands von uns gegangen. Wir verehrten in Ihm nicht nur den Arzt und Wissenschaftler sondern auch den Menschen und begnadeten Hochschullehrer.

Am 31. März 1914 im Erzgebirge geboren, verbrachte er einen Teil seiner Kindheit in Siebenbürgen und wanderte 1922 mit seiner Familie nach Amerika aus. Zum Medizinstudium ging Helmut Bauer an die Berliner Charité, wo er 1938/39 promoviert wurde. Nach Militärdienst und Kriegsgefangenschaft arbeitete er in Hamm und Hamburg-Eppendorf, 1955 habilitierte er sich mit einer Arbeit über die "Einführung der Elektrophorese in die Liquordiagnostik und die Identität der Liquorproteine mit den Eiweißkörpern des Blutes" für das Fach Neurologie. Sie begründete sein Interesse für die Multiple Sklerose, die Zeit seines Lebens sein Hauptarbeitsgebiet blieb. 1959 gehörte Prof. Bauer zu den Gründungsmitgliedern der Kommission für Neurochemie der World Federation of Neurology. 1961 und 1962 folgte eine Gastprofessur an der St. Louis University, Ohio.
Von 1963 bis 1980 hat der international bedeutende Neurologe, Liquor- und Multiple Sklerose - Forscher die Abteilung Neurologie an der Universität in Göttingen aufgebaut und durch vielfältige wissenschaftliche Aktivitäten gleichsam zu einem "Mekka" der deutschen Liquor- und MS-Forschung entwickelt.
Prof. Bauer hat sich wie kaum ein anderer deutscher Neurologe für die Entwicklung der Liquordiagnostik eingesetzt. Beim Aufbau der Göttinger Neurologie ist ihm die Einrichtung einer innovativen Liquordiagnostik mit Schwerpunkt auf der Neurochemie sehr wichtig. Später wird dieser Bereich durch Prof. Hansotto Reiber als Leiter des Neurochemischen Labors und Prof. Klaus Felgenhauer als Nachfolger von Prof. Bauer weiterentwickelt und die Qualitätsstandards der modernen Liquordiagnostik deutschland- und europaweit maßgeblich mitbestimmt.

Unvergessen bleibt seine Mitwirkung an Veranstaltungen noch bis ins hohe Alter.
Wir werden ihn stets in ehrendem Gedenken behalten.

 
 
9. Sonstiges

Sowohl auf postalischem Wege als auch über E-Mail versuchen wir unsere Mitglieder zu erreichen. Wir bitten auf diesem Wege alle Mitglieder, die eine Anschriftsänderung hinter sich haben, von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, ihre neuen Daten entweder über die Geschäftsstelle (per Fax oder E-Mail) oder das „Online-Formular für Änderungsmitteilung“ (www.dgln.de, Rubrik: Mitgliedschaften) uns mitzuteilen.

Ich hoffe, dass mit den Mitteilungen dieses Rundbriefes die Interessen aller Mitglieder der DGLN berückschtigt wurden und hoffe auf eine zahlreiche Teilnahme in den kommenden Veranstaltungen der DGLN.


Mit besten Grüßen
Prof. Dr. Hayrettin Tumani
1. Vorsitzender
Für den Vorstand der DGLN

 
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Ältere Mitgliederrundbriefe finden Sie hier:

Mitgliederrundbrief 8/2007

Mitgliederrundbrief 1/2006


Mitgliederrundbrief 6/2005


Mitgliederrundbrief 1/2004

Mitgliederrundbrief 3/2003


Mitgliederrundbrief 3/2002

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  Nachrufe

Prof. Dr. med. Helmut Bauer

Prof. Dr. med. Klaus Felgenhauer


Prof. em. Dr. med. habil. Rose-Marie Olischer

Prof. Dr. med. habil. Dr. h.c. Johannes Sayk
 
     

Deutsche Gesellschaft für Liquordiagnostik und Klinische Neurochemie e.V.
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