Mitgliederrundbrief 16.01.2004


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am 03.09.2003 fand in Hamburg während des 76. Kongresses der DGN die Mitgliederversammlung und die Vorstandswahl der Deutschen Gesellschaft für Liquordiagnostik und Klinische Neurochemie statt. In den neuen Vorstand wurden PD Dr. Oschmann, Gießen (Vorsitz), PD Dr. Tumani, Ulm (Stellvertreter) und Frau Dr. Petereit, Köln (Schriftführerin) gewählt. Als Schatzmeister wurde Dr. Wick, München, bestätigt. In den Erweiterten Vorstand wurden Dr. Gerritzen, PD Dr. Hemmer, Dr. Kühn, Dr. Otto, Dr. Regeniter, PD Dr. Sindern, Dr. Uhr, Prof. Weber, Prof. Wildemann, Prof. Wiltfang, Dr. Wurster, Dr. Zimmermann, Prof. Deisenhammer, Dr. Lehmitz, Dr. Linke und Prof. Zettl berufen. Durch die Berufung eines österreichischen und schweizerischen Kollegen in den Erweiterten Vorstand wurde dem Wunsch entsprochen, auch ein Forum für Fachkollegen in den deutschsprachigen Nachbarländern zu bieten.

Die rasante Änderung der gesundheitspolitischen Landschaft mit Einführung der DRG und der rechtlichen Vereinfachung integrierter Versorgungsprojekte wird auch einen gravierenden Einfluss auf die Struktur der Liquordiagnostik haben. Diesem Umstand wurde in der strategischen Ausrichtung der Fachgesellschaft von Seiten des Vorstandes für die kommende Wahlperiode Rechnung getragen. Als zentrales Ziel ist formuliert, die Fachgesellschaft als zentralen Ansprechpartner zu positionieren für Kompetenz und Wirtschaftlichkeit in der Labordiagnostik neurologischer und psychiatrischer Krankheitsbilder. Als wichtige Schritte auf dem Weg zum diesem Ziel sind die Präsenz und Interessenvertretung der Gesellschaft in den entsprechenden Fachgremien, die Etablierung einer qualifizierten Weiterbildung in der Liquordiagnostik sowie der Erhalt eigenständiger liquordiagnostischer Laboratorien in unmittelbarer Nähe zu den neurologisch/psychiatrischen Kliniken/Schwerpunktpraxen zu sehen. Die DGLN hat als Maßnahme gegen die Zentralisierung von Liquorlaboratorien vor, ein Positionspapier zu veröffentlichen, das einerseits die Wirtschaftlichkeit von Liquorlaboratorien belegt und andererseits die für den Qualitätserhalt unabdingbaren Voraussetzungen formuliert. Ein wichtiges Instrument wird hier die Weiterentwicklung des Methodenkatalogs sowie die Qualitätssicherung sein. Herr Dr. Wick wird dieses Themengebiet vertreten.

Nachdem in der letzten Periode eine Weiterbildungskommission eingerichtet wurde, deren Arbeit unter Vorsitz von Herrn Dr. Uhr äußerst erfolgreich läuft, muss nun nach Ablauf der Übergangszeit ein Kursangebot etabliert werden.

Zur Verbreitung der Basis der Fachgesellschaft ist vorgesehen, die Öffentlichkeitsarbeit deutlich zu intensivieren. Als Zielgruppe sollen klinische Chemiker, Neurologen, Psychiater, Internisten und andere Fachärzte erreicht und mit den Zielen der Gesellschaft vertraut gemacht werden. Dazu werden verschiedene Medien genutzt. Neben dem bereits etablierten jährlichen Liquorsymposium auf der DGN-Tagung sollen psychiatrische Fachtagungen, aber auch Veranstaltungen wie die Medica genutzt werden. Im Bereich Printmedien sind Forum Neurologicum, Laboratoriumsmedizin, Nervenarzt oder DMW zu nennen. Insbesondere soll die Homepage der DGLN intensiv für den Austausch mit Mitgliedern und allen Interessierten genutzt werden. Hier sind Beiträge wie Kongressberichte, aber auch Hinweise auf Veranstaltungen und relevante Publikationen von allen Mitgliedern ausdrücklich erwünscht. Beiträge können an Herrn PD Dr. Tumani oder Frau Dr. Petereit zwecks Weiterleitung an die Web-Designer gerichtet werden.

Zur Verstärkung der wissenschaftlichen Aktivitäten wurde vom Vorstand die Einrichtung einer Forschungsgruppe: Liquorforschung bei neuropsychiatrischen Erkrankungen beschlossen. Unter Vorsitz von Herrn PD Dr. Tumani wird die Gruppe am 30./31.01.2004 bereits zum zweiten Mal tagen, um ein Struktur- und Arbeitsprogramm zusammen zu stellen.

Zur engmaschigen Steuerung der Aktivitäten wurde vom neuen Vorstand beschlossen, dass der Vorstand im Rahmen einer Telefonkonferenz monatlich tagt. Zur Verbreiterung der Basis und schnelleren Umsetzung der Themen sind vierteljährliche Sitzungen des Erweiterten Vorstandes vorgesehen. Am 27.02.2004 wird bereits die zweite Sitzung in Frankfurt stattfinden. An Veranstaltungen möchte ich auf die 10. Jahrestagung in Basel (26./27.03.) hinweisen (siehe Anlage) sowie das Liquorsymposium auf der DGN-Tagung im Oktober. Themen werden hier Multiple Sklerose und Berufspolitik sein.

Ich hoffe, dass mit unserem Themenkatalog für die laufende Wahlperiode die Interessen aller Mitglieder der DGLN gewahrt sind und wir die Fachgesellschaft trotz turbulenter Rahmenbedingungen erfolgreich weiter entwickeln können.

Mit besten Grüßen

PD Dr. P. Oschmann
1. Vorsitzender, für den Vorstand der DGLN

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Deutsche Gesellschaft für Liquordiagnostik und Klinische Neurochemie e.V.